30 Jahre "Austromir" Vor 30 Jahren flog Österreich ins All

1991 wagte Franz Viehböck, was danach keinem Österreicher und keiner Österreicherin mehr gelang

Schon lange her, bislang jedoch nicht wiederholt: Vor 30 Jahren -  am 2. Oktober 1991 - hob "Austronaut" Franz Viehböck im Rahmen des damals rund 200 Millionen Schilling teuren "Austromir"-Projekts mit einer Rakete von Baikonur zur russischen Raumstation MIR ab.

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1988 meldeten sich nach einer öffentliche Ausschreibung für den "Posten" eines "Austronauten" mehr als 180 Österreicher, um eine Chance für einen Flug ins All zu erhalten. Viehböck macht das Rennen.

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Viehböck macht das Rennen - beim Start ist er etwas über 31 Jahre alt.

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Mit Viehböck fliegen als Kommandant der Russe Alexander Wolkow (Mitte) und als Dritter in der Sojus-Mission der Kasache Tachtar Aubakirow (rechts) ins All mit.

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1987 hatte der damalige sowjetische Premierminister Nikolai Ryschkow bei einem Besuch in Österreich das Angebot unterbreitet, dass sich die Alpenrepublik an einem bemannten sowjetischen Raumprojekt samt Flug eines Österreichers zum Orbitalkomplex beteiligen könnte.

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Der Moment, als es auf der Gagarin-Rampe des russischen Weltraumbahnhofs in Baikonur in Kasachstan für die Sojus-Rakete und ihre Insassen kein Zurück mehr gibt.

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Der Start geht problemlos vor sich. Achteinhalb Stunden nach dem Start bringt Viehböcks Frau Vesna im Krankenhaus Wiener Neustadt ein gesundes Mädchen - Carina Marie - zur Welt. Hier im Bild: die vereinte MIR-Besatzung in Schwerelosigkeit.

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Franz Viehböck mit Teilen der Besatzung der Raumstation MIR: Österreich rückte in aller Welt in den Fokus.

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Am 10. Oktober 1991 um 5.12 Uhr MEZ landet Viehböck, der erste Österreicher im All, mit einer Sojus-Landekapsel in Kasachstan. "Eine harte Landung, aber alles in Ordnung", meldet er.

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In den Jahren danach gibt Viehböck im Rahmen von Vorträgen viel von seinen Erfahrungen und Visionen mit - ihm ist nicht zuletzt wichtig, dass Österreichs Wissenschaften ihre beachtlichen Rang im internationalen Wettbewerb behaupten.

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"Ich bin damals zur Raumstation MIR geflogen. Das war kurz nach dem Ende des Kalten Krieges. Jetzt fliegen die Raumfahrer zur internationalen Raumstation. Bei der Technik hat sich da nicht soviel geändert. Man fliegt noch immer mit den Sojus-Raumkapseln. Die sind aber sicherlich modifiziert worden", sagte Viehböck.

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Der heute 61-jährige, weit gereiste, dabei aber nie abgehoben wirkende Viehböck vor seiner Wand aus außerirdischen Erinnerungen in seinem Vorstandsvorsitzenden-Büro der Berndorf AG in Niederösterreich bei einem Interview mit der Kleinen Zeitung.

Thomas Golser
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