Verheerende Waldbrände, die in Kanada mehr als 180.000 Quadratkilometer Land in Asche legten – eine Fläche, mehr als doppelt so groß wie Österreich; Extremniederschläge, die in Libyen Zehntausende Menschenleben forderten; Hitzewellen, die die Temperaturen in Südeuropa auf mehr als 45 Grad steigen ließen: Die Folgen des Klimawandels waren heuer in fast allen Teilen der Welt spürbar und werden, so die Voraussagen von Forschern, in den kommenden Jahrzehnten weiter zunehmen. Vorbereitet ist man darauf in den meisten Teilen der Welt allerdings nur sehr mangelhaft, wie ein neuer Bericht des UN-Umweltprogramms UNEP darlegt. Laut dem „Adaptation Gap Report 2023“, der am Donnerstag präsentiert wurde, müssten Geldmittel und Anstrengungen für die Anpassung an nicht mehr vermeidbare Klimafolgen weltweit drastisch erhöht werden, gingen zuletzt aber zurück.
UN-Bericht warnt
Welt rüstet sich unzureichend für Klimafolgen
„Unvorbereitet und unterfinanziert“ seien die Staaten im Umgang mit den Folgen des Klimawandels, heißt es in einem neuen UN-Bericht. Es klafft eine gewaltige Finanzierungslücke.
© AFP / Handout