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Nordrhein-Westfalen Merkel erneut in den Katastrophengebieten

Sorge um erhöhtes Corona-Risiko in Notunterkünften, Sonderimpfaktionen in Vorbereitung.

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Kanzlerin Merkel © AP
 

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) macht sich heute ein Bild von der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen. Mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der zugleich Unionskanzlerkandidat ist, ist sie in Bad Münstereifel unterwegs. Der Ort im Kreis Euskirchen ist von dem Unwetter der vergangenen Tage heftig betroffen.

Merkel sagte den Menschen in den Hochwasserregionen Deutschlands unbürokratische Soforthilfe zu. Man werde alles daran setzen, "dass das Geld schnell zu den Menschen kommt", sagte sie. "Ich hoffe, dass das eine Sache von Tagen ist."

Merkel ging davon aus, dass die Wiedererrichtung der zerstörten Infrastruktur wie Straßen und Bahnstrecken sowie der Wiederaufbau der Stadt länger als ein paar Monate dauern wird. Es sei sehr klar, "dass wir hier einen sehr langen Atem brauchen werden".

Davor in Rheinland-Pfalz

Merkel war am Wochenende in Rheinland-Pfalz und hatte sich dort mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ein Bild von der Lage im Hochwassergebiet rund um Adenau gemacht. Der deutsche Bundespräsident war bereits am Samstag nach Nordrhein-Westfalen gekommen: Frank-Walter Steinmeier hatte sich auf Einladung von Laschet die Situation im vom Hochwasser zerstörten Erftstadt angeschaut. Dort hatte im Stadtteil Blessem ein gewaltiger Erdrutsch Straßen und Häuser mitgerissen. Die Abbruchkante am Rand des Kraters galt zuletzt weiter als Risikozone.

Kein Superspreader-Event

Nach der Flutkatastrophe sehen die betroffenen Länder auch die Gefahr erhöhter Corona-Risiken, etwa durch Hilfsaktionen oder die Unterbringung in Notunterkünften. "Derzeit kommen viele Menschen auf engstem Raum zusammen, um die Krise gemeinsam zu bewältigen. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Bewältigung der Katastrophe nicht zu einem Superspreader-Event wird", sagte David Freichel vom Corona-Kommunikationsstab der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Das Landesgesundheitsministerium bereite in Absprache mit den Behörden der betroffenen Landkreise eine Sonderimpfaktion in den Katastrophengebieten vor. Viele Rettungskräfte hätten bereits vollen Impfschutz.

Armin Laschet begleitet Merkel Foto © AFP

Auch in Nordrhein-Westfalen sieht man die Gefahr erhöhter Corona-Risiken. "Eine erhöhte Gefahr der Ausbreitung von SARS-CoV-2 könnte sich vor allem durch die Unterbringung von Personen in Notunterkünften entwickeln", zitierte der RND das Düsseldorfer Gesundheitsministerium.

Seit Montag gibt es mehrere Tage nach Beginn der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen immerhin einen Grund zum Aufatmen: Die seit Tagen vom Hochwasser bedrohte Steinbachtalsperre in der Nähe von Euskirchen scheint zu halten. Bewohner umliegender Orte konnten zurück in ihre Häuser.

Immer mehr Todesopfer

Bis Montag stieg die Zahl der Todesopfer auf mindestens 164: Aus Rheinland-Pfalz wurden 117 und aus NRW 47 Unwetter-Tote bestätigt. In beiden Bundesländern wurde nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Opfer gefunden werden könnten.

Für die Überlebenden der Fluten gilt es weiter, Schlamm und Trümmer aus ihren Häusern und von den Straßen beiseitezuschaffen. Vielerorts ist die Infrastruktur mit Straßen, Bahngleisen, Brücken, Mobilfunkmasten, Strom- und Gasleitungen sowie Trinkwasserversorgung zerstört. Der Bund rechnet mit mindestens rund zwei Milliarden Euro Schäden alleine bei der Deutschen Bahn sowie bei Straßen.

Auch im Berchtesgadener Land in Bayern hatten heftige Unwetter mit Starkregen zu Wasserfluten und Erdrutschen geführt. Manche Orte in der beliebten Urlaubsregion rund um Watzmann und Königssee wurden verwüstet. Am Dienstag sollten die Schulen und Kindertagesstätten wieder regulär öffnen - der Katastrophenfall wurde aufgehoben.

Kommentare (2)
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Sam125
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0
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Liebe Frau Merkel,die Flutkatastrophe ist Hausgemacht und solange Deutschland

nicht aufhört,dass BILLIGE Paolmöl für seine wirtschaftlichen Interessen zu nutzen,solange wird sichwelrweit beim Klima nichts ändern! Und nur so am Rande erwähnt,Deutschland braucht das billige Palmöl nicht nur für die Nahrungsmittel sobdern auch für die Futtermitteln Industrie und den von den erzeugten Palmfett werden WELTWEIT 68 % und Deutschland verbraucht ALLEIN rund 40 % davon!Jetzt wisst ihr auch warum man überhaupt nichts von der Abholzung der Regenwälder hört!

derdrittevonlinks
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Interessant...

.... dass man weit vorab weiß wie sich Wetterlagen auswirken, um dann die Info quasi mit der Brieftaube zu senden, ist doch irgendwie old school, nicht!