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CoronavirusZustimmung zu Regierungsmaßnahmen deutlich gesunken

Nur noch 53 Prozent sind der Meinung, dass die Regierung mit der Krise richtig umgeht.

CORONAVIRUS: PK ´AKTUELLES ZUM CORONAVIRUS´: NEHAMMER / KOGLER / KURZ / ANSCHOBER
© (c) APA/GEORG HOCHMUTH
 

Die Zustimmung zu den Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung des Coronavirus ist in der österreichischen Bevölkerung seit März deutlich gesunken. Nur noch 53 Prozent sind der Meinung, dass die Regierung mit der Krise richtig umgeht. Das geht aus einer am Donnerstag präsentierten Studie hervor, die das Gallup-Institut in Kooperation mit dem Medienhaus Wien erstellt hat. Auch die Rolle der Medien wird kritischer als zu Beginn der Krise gesehen.

Das Institut erhebt seit Mitte März regelmäßig die Stimmungslage sowie die Mediennutzung in der Coronakrise. Für die aktuelle Umfrage wurden 1.000 Personen zwischen 2. und 5. Oktober online befragt. Sie ist repräsentativ für die webaktive Bevölkerung ab 16 Jahren.

"Wir sehen quer durch alle Daten, es gibt eine Verunsicherung, eine Müdigkeit, eine Ratlosigkeit", sagte die Leiterin des Gallup-Instituts, Andrea Fronaschütz, bei einer Online-Pressekonferenz am Donnerstag. Bei einer Befragung Ende März waren noch 91 Prozent der Meinung, dass die Regierung mit der Krise richtig umgeht. Nur etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) glaubt aktuell, dass das Gesundheitssystem gut für den Herbst gerüstet ist. Die Corona-Ampel finden viele zwar grundsätzlich sinnvoll, aber verwirrend (47 Prozent), 31 Prozent sind der Meinung, sie bringe gar nichts, 17 Prozent sagen, sie schaffe Klarheit. Die Bereitschaft, Freiheitsrechte vorübergehend aufzugeben, ist auf 70 Prozent gesunken (von 95 Prozent Ende März).

"Pandemie nicht unter Kontrolle"

War im Juni noch mehr als die Hälfte der Österreicher (53 Prozent) der Meinung, dass die Pandemie unter Kontrolle sei, glaubt das derzeit weniger als ein Fünftel (18 Prozent). "Wir stellen insgesamt eine abnehmende Zuversicht fest, die durch die persönliche Betroffenheit nicht erklärt werden kann", sagte Fronaschütz. Denn der Anteil jener Personen, der durch den Ausbruch der Krise keine Einkommenseinbußen erlitten hat, sei mit rund 60 Prozent stabil geblieben.

Die Zukunft wird also pessimistischer eingeschätzt als noch im Sommer. 31 Prozent glauben, dass das Schlimmste noch bevorsteht und nur 8 Prozent denken, dass das Schlimmste vorbei ist. 52 Prozent sind der Meinung, dass die Situation weitgehend so bleiben wird, wie sie jetzt ist. Im Juni sah das noch anders aus, damals glaubten nur 11 Prozent, dass das Schlimmste noch bevorsteht, im September stieg dieser Anteil auf 38 Prozent. Angst vor einer zweiten Welle haben 56 Prozent, 45 Prozent haben keine Angst davor.

Politiker-Ranking

Die Arbeit der politischen Parteien wird weniger positiv bewertet als im März. Dieses Bild zeigt sich auch bei den einzelnen Politikern: Am positivsten fällt Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) mit 46 Prozent der Nennungen auf. Er wird besser beurteilt als Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), der auf 41 Prozent zurückgefallen ist (gegenüber 80 Prozent im März). Leicht zulegen konnten dagegen die SPÖ-Politiker Pamela Rendi-Wagner (von 14 auf 19 Prozent), Michael Ludwig (von 6 auf 13 Prozent) und Peter Hacker (von 6 auf 10 Prozent) sowie NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger (von 7 auf 10 Prozent).

Weniger positiv wird auch die Rolle der Medien gesehen. War im März noch ein Viertel der Österreicher der Ansicht, dass diese geholfen haben, die Gefahren zu erkennen und die Krise einzudämmen, sind es mittlerweile nur noch 17 Prozent. Erstmals sind etwas mehr Menschen der Meinung, die Medien hätten eher Panik verbreitet (21 Prozent) als geholfen. Die Mehrheit beurteilt die Rolle der verschiedenen Medien aber unterschiedlich (59 Prozent). "Wenn die Medien lediglich als Überbringer der jeweiligen politischen Botschaft wahrgenommen werden und wir Skepsis gegenüber den Regierungsmaßnahmen haben, dann färbt diese Skepsis auf den Überbinger ab", sagte Fronaschütz.

Verändert hat sich auch die Mediennutzung. Mittlerweile informiert sich ein Drittel (32 Prozent) gar nicht mehr über die Coronakrise, bei den 16- bis 30-Jährigen sind es sogar 41 Prozent. Im März gaben noch 92 Prozent an, sich täglich über die Krise zu informieren,. Am häufigsten wird nach wie vor das Fernsehen genutzt, um sich über das Coronavirus auf dem Laufenden zu halten, allerdings ist auch hier die Nutzung wie in nahezu allen Mediengattungen (bis auf gedruckte oder digitale Zeitschriften, wo es einen leichten Anstieg gab), zurückgegangen (von 88 auf 70 Prozent).


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

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UHBP
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Verändert hat sich auch die Mediennutzung. Mittlerweile informiert sich ein Drittel (32 Prozent) gar nicht mehr über die Coronakrise, bei den 16- bis 30-Jährigen sind es sogar 41 Prozent. Im März gaben noch 92 Prozent an, sich täglich über die Krise zu informieren.

Im März hat man noch geglaubt die täglichen Pressekonferenzen bringen neue Informationen. Und dann hat man relativ schnell gemerkt, dass sich da regelmäßig 3-4 Politiker hinstellen und immer wieder das selbe erzählen (abgesehen davon, dass da auch "Lügen" darunter waren), wie wenn der Bürger minderbemittelt wäre. Sicher, manche brauchen das, aber vielen ist es einfach schade um die Zeit, sich etwas anzuhören, dass man schon vorher x-mal in den Medien lesen konnte.
Vielleicht wären wir in der Pandemie schon weiter, wenn die Politiker in der Zeit, wo sie sinnlose PKs gemacht haben, gearbeitet hätten?

samro
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und da fragt sich noch einer?

'' 31 Prozent glauben, dass das Schlimmste noch bevorsteht und nur 8 Prozent denken, dass das Schlimmste vorbei ist. 52 Prozent sind der Meinung, dass die Situation weitgehend so bleiben wird, wie sie jetzt ist. Im Juni sah das noch anders aus, damals glaubten nur 11 Prozent, dass das Schlimmste noch bevorsteht, im September stieg dieser Anteil auf 38 Prozent. Angst vor einer zweiten Welle haben 56 Prozent, 45 Prozent haben keine Angst davor.''das sagt eh alles oder?

harri156
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Das Problem ist nicht die Regierung!

Und das sage ich, als heftigster KURZ Kritiker. Das Problem ist und bleibt der Bürger, der sich nicht an die einfachsten Regeln halten will. Keine Veranstaltungen besuchen, wo man den Mindestabstand nicht einhalten kann. Masken in geschlossenen Räumen, außer beim Essen und Trinken anziehen. Hände waschen und desinfizieren! Kein Körperkontakt zu nicht im Haushalt wohnenden. Wenn ich jedoch sehe dass ein Strache und eine FPÖ trotz Ibizza-Video noch immer hofiert werden, sehe ich schwarz für ein schnelles Ende der Pandemie.

Pelikan22
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Was hat der Strache und die Pandermie zusammen?

Ich wüsst nicht eine Gemeinsamkeit. Der Strache is nimmer gefählich, weil politisch tot und gegen den Corona Virus gibts no immer ka Mittel!

No-samro
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@harri156, also bitte, so blauäugig kann man doch nicht sein.

Vor deinem Haus gilt die normale 50 kmh-Beschränkung, doch es ist eine stark bewohnte Straße und auch unübersichtlich. Zuerst wird Deine Katze zusammengeführt, dann dein Hund und jetzt reicht es dir und du stellt eine Tafel auf "Bitte langsam fahren, spielende Kinder". Es fährt aber keiner langsamer, da ja 50 kmh erlaubt sind. Dann gehst du zur Gemeinde, zur BH aber es rührt und rührt sich nichts. Die Autofahrer fahren munter die 50 weiter, da ja erlaubt und dein Taferl mit "bitte, bitte langsamer" ist ihnen vollkommen egal. Ich hoffe du hast verstanden was ich sagen will. Natürlich tragen jene Menschen dazu bei das Virus zu verbreiten, die sich einfach nicht entsprechend verhalten, doch das sehen wir seit Monaten. Wenn der Gesetzgeber nun sieht, dass seine Vorgaben nicht eingehalten werden, dann muss er einschreiten und genau das macht er nicht, da man ja ohnehin erst seit 10 Tagen ein Gesetz zur Verfügung hat, wo man das machen kann, obwohl den ganzen Sommer Zeit gewesen wäre. Wissen sie wie viele Autofahrer auf der Autobahn schneller als 130 fahren würden gäbe es KEINE Strafe? Ich beziehe nicht Stellung zu Befürwortern oder Gegnern der Maßnahmen, doch wenn die Regierung überzeugt ist, dass ihr Weg der Richtige ist, dann muss sie einfach ihre Vorgaben durchsetzen, nötigenfalls auch mit drastischen Strafen, das ist sie, verdammt nochmal, jenen Bürgern schuldig die sich penibel an die Vorgaben halten und alles versuchen um gesund zu bleiben!

Pelikan22
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Und anstatt an einem Strang zu ziehen ...

fordert die Opposition die Rücknahme aller Maßnahmen. Wen willst jetzt unterstützen no samo?

Rot-Weiß-Rot
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@Pelikan22, welche Maßnahmen sollen laut Opposition rückgenommen werden?

Die Opposition besteht aus drei Parteien im NR und soweit ich weiß hat die SPÖ als einzige Partei der Opposition dem Gesetz zugestimmt. Also wie jetzt?! Um wen und um was geht es konkret? Um die FPÖ?
Über die ehemaligen "besten Freunde" des Sebastian spricht keiner mehr, die sind bedeutungslos und die Neos werden dich wohl nicht aufregen, oder?

JK1976
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Ja und dann haben wir halt 1000 Neuinfektionen

9000 auf 9 Mio Einwohner.. Wir haben im Herbst auch jedes Jahr eine Grippewelle.. jeder soll den Fetzen aufsetzen wenns im Spaß - es sollte aber keine Muss Bestimmung sein wie dieser Volksschullehrer es vorpredigt...

harri156
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Ok Sie haben also kein Interesse mich und andere zu schützen!

Ich hoffe ich begegne Sie nie. Ich wünsche Ihnen natürlich nur Gesundheit!

harri156
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Wir wissen auch alle, dass die Umwelt im Arsch ist

Was macht der mündige, intelligente Bürger um seine Kinder zu schützen? Er kauft SUVs um sie gefahrlos 1 Km in die Schule zu fahren.

No-samro
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@harri156, da müssten sie doch schon wissen wie der Mensch tickt?

Und trotzdem versuchen sie in Bezug auf Corona an die Vernunft der Menschen zu appellieren? - Das können sie sich sparen!
Ich finde es total lustig, dass man hier von Samro & Freunden, ja auch von ihnen, andauernd zu lesen bekommt, dass ja die Bürger an der Krise die Schuld tragen und die Regierung absolut nichts dafürkann. Die machen alles super.
--- Nur, wenn es dann um Wien geht, sind die Bürger die Guten und die Regierung macht alles falsch, was man nur falsch machen kann. Komische Sichtweise, finde ich. Hat das womöglich parteipolitische Hintergründe?

wahlnuss
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Anhand dieses Berichtes sieht man deutlich,

wie sehr das Problem der Pandemie mit der Parteipolitik verflochten ist. Von Anfang an wäre ein rein fachlich orientierter Beraterstab von Experten sinnvoll gewesen, die gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium die Weichen gestellt hätten. Das Tragen der Maske scheidet nicht die Geister, sondern die Parteigesinnung, deren Träger oder Verweigerer. Wenn Virologen jetzt anders denken, als vor einem halben Jahr, ist es ein Indiz dafür, dass die Forschung Erfolge bringt. Wenn das Virus unsere Gesellschaft in zwei Lager spaltet, ist es ein Indiz dafür, wie manipulierbar wir sind. So oder so.

harri156
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Genauso

ist es! Chapeau

lapinkultaIII
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In ganz Europa herrschen ähnliche Zustände

aber unsere Regierung ist natürlich die Hilfloseste von allen......

Die ganzen Forumskasperl, die immer schreien "weg mit den Masken, her mit der Normalität" oder "Scheiß Regierung, die machen alles kaputt" - die werde ich wohl nie verstehen.

Sie sollten vielmehr was beitragen zur Eindämmung der Pandemie und nicht hirnbefreit auf die Regierung schimpfen.

DEY7PBWW0INX2JZM
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Verstehe nicht, dass irgendwer noch zufrieden ist,

mit einer Regierung, die wegen eines grippalen Infekts mit einer Sterblichkeit von 0,1% (laut WHO) das ganze Land ruiniert und unter Masken zwingt?

lapinkultaIII
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Soso.... 0,1% Sterblichkeitsrate

Werter Freund, rechne mal kurz nach: In Österreich bislang rund 50.000 Infektionen. Bei 0,1% stirbt jeder 1.000ste, das wären also 50 - woher kommen dann die rund 800 Toten in Österreich?

DEY7PBWW0INX2JZM
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@lapinkultalll

was du zählst sind die erfassten Fälle.
Die AGES hat festgestellt, dass bis Mai/Juni ca. 300.000 "infiziert" waren (auf Grund Antikörpertest), seither kommen wohl noch mal gut 200.000 dazu.
Die meisten haben ja nichts, nicht mal Husten. Darum muss auch die sinnlose Testerei aufhören.

das sind dann so ca. 800 von 500.000 (oder mehr), also ca. 0,16%.

Die WHO sprach von ca. 900.000.000 Infzierten weltweit, davon ca. 1 Million Tote, also ca. 0,1%.

RonaldMessics
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Die Leit....

... San wie die Kinda

voit60
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Was ich nicht verstehe

noch immer 41 Prozent

romagnolo
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Bei der nächsten Pressekonferenz heißt es dann:

Alles richtig gemacht! Sie sehen ja, die Zahlen gehen runter :-)

Popelpeter
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Ich frage mich

was die Befürworter der Regierungsmaßnahmen sagen würden, wenn sie plötzlich ihren Job verlieren oder ihre Firma dicht machen müssten! ( aufgrund dieser Maßnahmen) Würden sie das dann auch noch Befürworten?!?! 🧐

Leop
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MMM

Ja Sie haben vollkommen recht,Verordnungen erlassen ist einfacher als eine Firma vor den Niedergang zu retten.Für mich ist die einzige Rettung den Fängen des Coroavirus zu entgehen ein Medikament sonst werden wir nächstes Jahr das gleiche Problem haben.

erstdenkendannsprechen
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unter umständen wird es mich bald betreffen - noch geht es ja so hin.

ich hoff natürlich nicht.
aber genau deswegen verstehe ich den leichtsinn nicht: mit ein paar einfachen maßnahmen, die keinem sonderlich weh tun, könnt man schon viel vermeiden. aber da schreien sie herum von wegen maulkorb und einschränkung - das kotzt mich an.
dann - wenn wieder alles steht - dann jammern genau wieder die.

2AO6Q9DI5PYH31MK
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@Popelpeter Sie können noch so sehr den Kopf in den Sand stecken

Aber die Pandemie rauscht momentan durch ganz Europa. Es hilft uns nix, wenn wir über die "Regierung" schimpfen. Die sperren Österreich eh von außen zu und dann ist am 15. der 1. popelpeter.
Hilft nix - Regierungskritik ist für den A sein F.

Popelpeter
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Positiv getestet heisst nicht

infektiös!

lieschenmueller
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Jobverlust ist wohl eines der einschneidendsten Lebenssituationen,

die niemand herbeisehnt.

Die Gratwanderung ist genau jene, einen Mittelweg zwischen der Gefahr der Krankheit und eben der Vermeidung von oben Angeführtem zu finden.

Und Maskentragen, Abstand halten, momentan nicht bei jedem Halli-Galli dabei sein, verlangt der Bevölkerung nichts Undurchführbares ab. Auch das es sich so Zurechtrücken was einem selbst in den Kram passt, ist menschlich vielleicht verständlich, aber deswegen nicht richtig.

 
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