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Tirol Amtsärzte kritisieren Arbeitsbedingungen

Konkret gehe es um Kontrollfunktionen, aber auch Impftermine und amtsärztliche Untersuchungen.

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© (c) APA/HELMUT FOHRINGER
 

In einem anonymen Schreiben an mehrere Tiroler Medien sind Klagen über die Arbeitsbedingungen der Tiroler Amtsärzte geäußert worden. Die "Kronen Zeitung" berichtete am Samstag über "unzumutbare Arbeitsbedingungen mit ständig drohender Gefährdung durch mögliche Fehler und Anklage vom Staatsanwalt".

NEOS und FPÖ kritisierten die Landesregierung. Die FPÖ forderte den Rücktritt von Landesrat Bernhard Tilg (ÖVP).

Im Tiroler Landhaus brodelt es. Hintergrund der Kritik sind die gestiegenen Anforderungen an das medizinische Personal in den Ämtern durch die Covid-19-Pandemie. Konkrete Folge daraus sei, dass der Parteienverkehr nur mehr eingeschränkt stattfinden könne, verwaltungsrechtliche Agenden würden aufgeschoben, wurde in dem anonymen Schreiben mitgeteilt. Konkret gehe es um Kontrollfunktionen, aber auch Impftermine und amtsärztliche Untersuchungen.

Zuviel Arbeit, zuviel Bürokratie

Zuviel Arbeit, vor allem aber Bürokratie würde den Amtsärzten aufgebürdet, kritisierte Dominik Oberhofer, Klubobmann der NEOS. Anweisungen von Bund und Land seien widersprüchlich, Bezirkshauptmannschaften würden vollkommen unterschiedlich handeln, es herrsche Chaos, teilte Oberhofer am Samstag in einer Aussendung mit.

FPÖ-Gesundheitssprecher Patrick Haslwanter forderte am Samstag "Streitbeilegung" und den Rücktritt von Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber, der das katastrophale Krisenmanagement zu Beginn der Pandemie zu verantworten habe. Mit ihm zurücktreten solle der verantwortliche Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP).Landehauptmann Günther Platter müsse handeln und die Versorgungssicherheit der Tiroler Bevölkerung garantieren, forderte die FPÖ.

Florian Kurzthaler, Pressesprecher des Landes, verwies in einer ersten Stellungnahme gegenüber der APA auf das Dienstrecht. Die Landessanitätsdirektion habe weder in fachlicher noch personeller Hinsicht Weisungsrechte gegenüber den Amtsärztinnen und Amtsärzten der Bezirkshauptmannschaften.

Der Landeseinsatzstab sei bemüht, Erlässe und Vorgaben, beispielsweise zur Einstufung von Verdachtsfällen oder zum Contact Tracing, praxistauglicher und einfacher zu gestalten. Die Bezirkshauptmannschaften hätten die Möglichkeit, zusätzliche EpidemieärztInnen insbesondere für die Wochenenden anzustellen, sagte Kurzthaler. Außerdem werde das Land 30 Verwaltungspraktika für Studierende aus dem Gesundheitsbereich vergeben und ein Team Epidemologie einrichten.


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