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Corona-Hotspot Das Verhängnis von Bergamo: „Eine rote Zone hätte uns Tausende Tote erspart"

Aus der Lombardei breitete sich das Corona-Virus in ganz Europa aus. Wie man Covid-19 für eine Verschwörung halten kann, versteht man hier nicht.

Wuhan Italiens wurde Bergamo zwischenzeitlich genannt: Vor dem Friedhof in Bergamo gab es im Juni ein Requiem, an dem auch Italiens Präsident Sergio Mattarella teilnahm © AP
 

Das automatische Fieberthermometer zeigt 36,1 Grad Celsius an. „Temperatura normale“, sagt eine blecherne Stimme. Bis 37,5 Grad ist der Eintritt in den Monumental-Friedhof von Bergamo erlaubt. Auch die ältere Dame, die ihre Kappe vom Kopf nimmt, hat Normaltemperatur und wird eingelassen. Sie macht sich ein Kreuzzeichen auf der Stirn und geht vom Haupteingang nach rechts. Dorthin, wo die Toten aus dem Jahr 2020 begraben sind.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Kommentare (13)

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zweigerl
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Die Leichtigkeit des Seins

Italienita: Die Leichtigkeit des Seins. Dass der Possenreißer "Grillo" seine Privatpartei in Fortsetzung der unappetitlichen Berlusconi-Show in die Regierung hieven konnte, sagt eigentlich schon alles über diesen fallierten Staat, den seine Strände und sein gewaltiges Kulturerbe am Leben halten. Jeder Blick ins italienische StaatsTV macht einen sicher.

Marcuskleine
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Norditalien

Gerade in Norditalien gibt es eine Menge Industrie. In Italien muss auch jeder Euro des BIP erwirtschaftet werden - der Weltmarkt gibt sich nicht mit Ramsch zufrieden. Deshalb finde ich "bashing" etwas unfair?
Die italienische Politik ist aber (da gebe ich Ihnen recht) speziell für Nicht-Italiener etwas anstrengend zu beobachten...

zweigerl
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Mafiose Schwerindustrie?

Ja, man wundert sich, dass dieser Staat mit seinen goldenen Stränden, seinen unschätzbaren Kulturstätten (Venedig!) und seiner makellosen Textil- und Lebensmittelindustrie auch noch Schwerindustrie notwendig hat, die sie mit chinesischen Schwarzarbeitern betreibt. Ich weiß ja nicht, wo da überall die Mafia die Hand im Spiel hat.

Ragnar Lodbrok
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die italienische Industrie, vor allem die Modeindustrie

beschäftigt in Bergamo und Umgebung zig tausende chinesische Arbeiter. Warum? Weil sie billiger sind als europäische Kräfte. Und die haben aus ihrem Heimatland die Krankheit mitgebracht. Es ist ja nicht so, daß Italien an Vollbeschäftigung leiden würde. Wer glaubt billig zu kaufen - kauft teuer!

Shiba1
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wenn nur ein Bruchteil

von dem wahr ist, was man so über sie sogenannten Wirtschaftsbetriebe in der Region hört oder liest, mit all den chinesischen Schwarzarbeitern, von denen kein Mensch überhaupt weiß, wie viele sich dort befinden und in teilweise erbärmlichen Unterkünften auf engstem Raum aufhalten, dann darf man sich beim besten Willen nicht wundern, dass es so viele Fälle gegeben hat.
Man glaubt gar nicht, dass es das im 21. Jahrhundert noch gibt. Deshalb bin ich froh, dass viele Wackere wenigstens gegen die Sklaverei im vorvorigen Jahrhundert friedlich und scheibeneinschlagend auf die Straße gehen, um dagegen zu protestieren - gekleidet in Billigklamotten aus der Region Bergamo, Bangladesch, Vietnam usf.

berndhoedl
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@shiba

“friedlich und scheibeneinschlagen” was ist das für eine intelligente Aussage?

Shiba1
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Ganz einfach.

Es wird doch behauptet, die Proteste und Kundgebungen seien alle friedlich. Dann schauen Sie sich die Ergebnissse an. Teilweise kommt es zur Devastierung von halben Stadtvierteln. Und alle diese Proteste gegen z.B. die Sklaverei im vorvorigen Jahrhundert sind scheinheilig bis zum geht nicht mehr weil veranstaltet von Leuten in Klamotten aus moderner Sklavenhaltung, organisiert via Handy aus Ländern mit erbärmlichen Arbeitsbedingungen.

Hildegard11
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Genau das...

...wird von hierzulande von der Politik schon wirder totgeschwiegen. Feiges Pack.

Carlo62
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@Hildegard

Im Herbst vergangenen Jahres, also schon lange vor Corona, habe ich im TV eine Dokumentation über die italiensichen Modefabriken gesehen, in der die untragbaren Zustände der Parallelwelt der chinesischen Billigarbeiter geschildert worden sind. Im Raum Prado haben sich auch ganze illegale chinesiche Firmen angesiedelt und produzieren dort chinesische Billigzeug und dürfen sogar rechtmäßig "Made in Italy" labeln. Als ich ganz zu Beginn der Coronakrise in Österreiche in einem Posting in diesem Forum darüber geschrieben habe, dass die Misere in Italien mit ziemlicher Sicherheit mit den vielen chinesischen Arbeitern in der Region zu tun hat, wurde ich für meine Aussagen von vielen Usern dafür "geprügelt". Im Prinzip wusste man schon Ende Feburar / Anfang März, wo die Ursachen zu finden gewesen wären. Viele der chinesichen Arbeiter sind über Weihnachten-Neuhjahr in ihre Heimat gereist und Anfang bis Mitte Jänner wieder nach Italien zurückgekehrt. Dadurch hat sich der Virus in der Parallelgesellschaft etablieren können und wurde dann großflächig verteilt.

muston
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nemesis

Sie irren sich, wenn Sie glauben, dass in Prato (nicht Prado) nur Billigzeug erzeugt wird. Die teuersten Modezaren lassen dort arbeiten und verkaufen dann ihre Produkt zu Horrorpreisen. Ausserdem duerfte es sich in der Zwischenzeit schon herumgesprochen haben, dass das Virus nicht von den Chinesen eingeschleppt wurde.

Shiba1
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Und von wem dann

????

muston
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nemesis

informieren Sie sich|

Carlo62
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Ja, in Prato...

...lassen die Modezaren produzieren, von chinesischen Sklavenarbeitern! Alle Designerwaren aus Prato wurden von Chinesen erzeugt, die unter unvorstellbaren Zuständen dort leben. Und neben den teuren Modelabels haben sich chinesische Fabriken angesiedelt, die Billigramsch produzieren und das als "Made in Italy" labeln.