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BangladeschRohingya-Flüchtlingslager nach erstem Corona-Fall teils abgeriegelt

Ein Flüchtling und ein Anrainer des Lagers wurden positiv auf das Virus getestet.

© AP
 

Nach dem Auftreten eines ersten Coronavirus-Infektionsfalls im weltgrößten Flüchtlingslager in Cox's Bazar in Bangladesch haben die Behörden einen Teil des Lagers komplett abgeriegelt. Die 5.000 Bewohner des Bereichs dürften ihre Unterkünfte nicht verlassen, zudem würden keine Besucher eingelassen, sagte der örtliche Regierungsvertreter Mahfuzar Rahman am Freitag.

Hilfsorganisationen warnten unterdessen vor einer Ausbreitung des Erregers in dem überfüllten Camp für Rohingya-Flüchtlinge. Die Behörden bemühten sich, die Kontakte des infizierten Lagerbewohners nachzuverfolgen, betonte Rahman.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Donnerstag den ersten Infektionsfall in dem Camp mit fast einer Million Einwohnern gemeldet. Ein WHO-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Organisation habe Schnelleinsatzteams in das Lager geschickt, um die Kontaktpersonen des Infizierten festzustellen und zu isolieren.

Internationale Hilfe gefordert

Die Hilfsorganisation Save the Children warnte vor einer raschen Ausbreitung des Virus in dem Lager. Sie rief die internationale Staatengemeinschaft auf, Bangladesch finanziell und mit medizinischen Gütern zu unterstützen, um die Rohingya-Flüchtlinge und die Bevölkerung zu schützen.

Anfang April hatten die Behörden den gesamten Bezirk Cox's Bazar mit seinen mehr als eine Million Rohingya-Flüchtlingen abgeriegelt, um einer Coronavirus-Epidemie vorzubeugen. Zudem wurde die Zahl der Helfer in den Camps um 80 Prozent reduziert.

Experten hatten immer wieder vor einer raschen Ausbreitung des Virus in den überfüllten Lagern von Cox's Bazar gewarnt, in denen die verfolgten Muslime aus dem benachbarten Myanmar seit 2017 unter verheerenden Bedingungen in Zelten oder Bambusbaracken leben.

In Bangladesch ist die Zahl der Infektionsfälle in den vergangenen Tagen stark gestiegen. Bisher infizierten sich nach offiziellen Angaben fast 19.000 Menschen mit dem Virus, mehr als 280 Menschen starben.


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