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Coronavirus Texas lockert Beschränkungen trotz vieler Toter

Nach dem Tag mit der bisher höchsten Zahl von Todesopfern lockert der US-Bundesstaat Texas die Corona-Einschränkungen.

© (c) AP (Eric Gay)
 

Als bisher größter US-Staat hat Texas mit der Lockerung der Corona-Einschränkungen begonnen - und das nach dem Tag mit der bisher höchsten Zahl von Todesopfern. Geschäfte, Restaurants, Kinos, Einkaufszentren, Museen und Büchereien durften am Freitag wieder öffnen, wenn auch nur mit einer Kapazität von zunächst 25 Prozent.

Die Texaner dürfen im Freien auch wieder Sport in Gruppen von bis zu vier Menschen treiben. Gouverneur Greg Abbott mahnte aber Vorsicht an und rief dazu auf, grundsätzlich weiterhin Abstand zu anderen Menschen einzuhalten. Das Tragen von Gesichtsmasken sei nicht verpflichtend, werde aber empfohlen. Bars, öffentliche Schwimmbäder, Fitnessstudios, Schönheits- und Massagesalons bleiben vorerst weiter geschlossen.

In Texas wurden bereits mehr als 28.000 Coronavirus-Infektionen und mehr als 780 Todesfälle bestätigt. Der Donnerstag war mit 50 Toten der Tag mit den bisher meisten Todesopfern in dem Bundesstaat im Süden der USA. Experten warnen, dass eine zu rasche Lockerung der Corona-Beschränkungen zu einem rasanten Anstieg der Infektionszahlen führen könnte.

Andere Staaten lockern ebenso

Im Kampf gegen die Pandemie hatten die meisten US-Staaten Ausgangsbeschränkungen verhängt, Geschäfte zugemacht und Schulen geschlossen. Zahlreiche Staaten beginnen nun, die Maßnahmen wieder zu lockern. In Georgia durften schon vor einer Woche Friseure, Fitnesscenter und sogar Tattoo-Studios öffnen, zu Wochenbeginn folgten dann Restaurants.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat einen Drei-Stufen-Plan für eine langsame Rückkehr zur Normalität vorgelegt. Er löst die Leitlinien zum Abstandhalten ab, die Mitte März aufgelegt worden waren.

In einigen US-Staaten fordern Demonstranten eine schnellere Aufhebung der Corona-Beschränkungen. So drangen am Donnerstag in Michigan teils bewaffnete Ausgangssperren-Gegner in das Regionalparlament ein.


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