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Corona-VirusViele Priester unter Infizierten und Toten in Italien

60 Priester und Missionare gestorben - Papst drückte den im Kampf gegen die Seuche engagierten Geistlichen seine Nähe aus.

© APA/AFP/PIERO CRUCIATTI
 

Die italienische Kirche zahlt einen hohen Preis in der Coronavirus-Epidemie. Unter den über 6.000 Todesopfern und den 50.000 Infizierten zählt Italien 60 Geistliche. Auch zwölf pensionierte Missionare, die im Sitz der Saverianischen Kongregation in Parma lebten, sind an Covid-19 gestorben. Die älteren Missionare stehen derzeit unter Quarantäne, die Zahl der Todesfälle nimmt zu.

Im von der Epidemie schwer betroffenem Raum von Parma seien bereits fünf Priester Covid-19 erlegen, berichteten italienische Medien. Zu den Virusopfern zählt auch Pater Fausto Resmini, einer der bekanntesten Priester der vom Coronavirus stark heimgesuchten Stadt Bergamo. Er hatte eine Gemeinschaft gegründet, die sich um schwächere Personen kümmerte. Mit dem Coronavirus infizierte sich auch Giuseppe Mazzafaro, Sekretär des Erzbischofs von Neapel, Crescenzio Sepe. Der Priester liegt in Neapel im Krankenhaus.

Auch in den italienischen Klöstern wächst die Zahl der Covid-19-Infektionsfälle. In Grottaferrata bei Rom wurden am Institut "Figlie di San Camillo" inzwischen 60 Schwestern positiv auf das Virus getestet. Das Kloster wurde von den Behörden komplett isoliert. Zwei der erkrankten Ordensschwestern werden in einem Krankenhaus behandelt. Wie es zu der gravierenden Durchseuchung kam, ist unklar.

Für Aufsehen sorgte in Rom ein weiteres befallenes Ordenshaus. In der römischen Niederlassung der "Suore angeliche di San Paolo" wurden am Wochenende 19 von 21 Frauen positiv getestet. Ein Zusammenhang zum Ausbruch in Grottaferrata besteht laut Medienberichten nicht.

Papst Franziskus betete in seiner täglichen Frühmesse am Dienstag für Ärzte, Pflegekräfte und Priester, die im Kampf gegen Corona gestorben sind. Sie hätten sich "das Übel zugezogen, weil sie den Kranken dienten", sagte er bei dem Gottesdienst in der Kapelle der vatikanischen Residenz Santa Marta. "Ich danke Gott für das Beispiel an Heldenmut, das sie uns mit der Betreuung der Erkrankten geben", sagte der Papst. In Italien sind laut Medienberichten weiters bisher 24 Ärzte an den Folgen der Virus-Pandemie gestorben.


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