Erneut hat eine UN-Delegation empfohlen, das Great Barrier Reef auf die Liste der gefährdeten Welterben zu setzen. Die Experten der Unesco fordern in einem aktuellen Bericht "ehrgeizige, schnelle und nachhaltige" Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel. Letzteren haben die Experten als eine der Hauptgefahren für die Korallen identifiziert. Trotz der "beispiellosen wissenschaftlichen und verwaltungstechnischen Bemühungen", die Australien in den letzten Jahren unternommen habe, leide das Riff "erheblich" unter den Folgen des Klimawandels, heißt es.
Die UN-Experten hatten das Riff, das bereits seit dem Jahr 1981 Weltnaturerbe ist, im März besucht. Damals war es gerade von einer sechsten Massenbleiche seit 1998 – einer vierten Bleiche seit 2016 – getroffen worden. Dies war zudem die erste Bleiche in einer La-Niña-Phase gewesen, die normalerweise mehr Wolkenbedeckung und geringere Temperaturen mit sich bringen sollte.
Bedrohtes Natur-Kleinod
Wieso Australiens Regierung das Great Barrier Reef nicht als "gefährdetes Welterbe" sieht
UN-Bericht empfiehlt erneut, das Great Barrier Reef auf die Liste der gefährdeten Welterben zu setzen. Doch Australiens Regierung blockiert diesen Vorstoß.
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