MassenpanikMindestens acht Tote bei Gedränge bei Musikfestival im texanischen Houston

Rund 50.000 Gäste besuchten das Astroworld-Festival am Freitagabend in Houston. Als der Rapper Travis Scott auf der Bühne stand, kam es zum tödlichen Gedränge.

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Als der Rapper Travis Scott auftrat, kam es beim Musikfestival in Houston zum verhängnisvollen Gedränge
Als der Rapper Travis Scott auftrat, kam es beim Musikfestival in Houston zum verhängnisvollen Gedränge © Amy Harris/Invision/AP
 

Bei einem Musikfestival in den USA sind bei einer Massenpanik mindestens acht Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden. Das Unglück ereignete sich am Freitagabend Ortszeit beim Astroworld-Festival in Houston im Bundesstaat Texas. Die genaue Ursache sei noch nicht bekannt, teilte Houstons Feuerwehrchef Samuel Peña mit. Etwa 50.000 Menschen seien zu dem Festival gekommen, das den Veranstaltern zufolge ausverkauft war.

Während des Auftritts des US-Rappers Travis Scott habe sich die Menschenmenge gegen 21.15 Uhr (3.15 MEZ am Samstag) vor der Bühne immer enger zusammengedrückt, sagte Peña. "Das verursachte einige Panik, es gab die ersten Verletzten, Leute wurden ohnmächtig, und das hat zusätzliche Panik erzeugt." 17 Patienten seien in ein Krankenhaus gebracht worden, elf von ihnen mit Herzstillstand. Über 300 Menschen seien in einem Feldhospital am Festivalgelände behandelt worden.

Das Unglück ereignete sich während des Auftritts von US-Rapper Travis Scott
Das Unglück ereignete sich während des Auftritts von US-Rapper Travis Scott Foto © Amy Harris/Invision/AP

CNN berichtete, wie Travis Scott seinen Auftritt unterbrach. Beim Festival sollten laut Veranstalter auch Künstler wie Earth, Wind & Fire, SZA und Bad Bunny auftreten. Unter den anwesenden Festivalbesuchern waren laut "Promiflash" auch Travis' Partnerin, die schwangere Kylie Jenner (24) sowie deren Schwester Kendall (26). Sie filmten den Auftritt des Rappers und teilten Ausschnitte in ihren Storys.

Die Veranstaltungen für Samstagabend seien abgesagt worden, sagte Peña. Bezirksrichterin Lina Hidalgo hob hervor, dass viele der Opfer sehr jung gewesen seien, einige erst zehn Jahre alt. Sie sprach von einer "schrecklichen Tragödie". Die Behörden richteten eine Anlaufstelle ein, an die sich Angehörige auf der Suche nach Vermissten wenden konnten.

Böse Erinnerungen an Duisburg

Houstons Polizeichef Troy Finner sagte, die Unglücksursache werde noch untersucht. "Spekuliert nicht. Niemand hat heute Nacht alle Antworten parat. Es sind eine Menge Gerüchte im Umlauf", warnte er.

Das auf zwei Tage angelegte Festival war CNN zufolge von Scott organisiert worden. Houston ist die Heimatstadt des 29-jährigen, auch als La Flame und Cactus Jack bekannten Rappers. Er wurde dort 1992 als Jacques Webster Jr geboren.

Junge Leute beim Musikfestival in Houston, Texas. Offenbar kurz darauf kam es zur Massenpanik
Junge Leute beim Musikfestival in Houston, Texas. Offenbar kurz darauf kam es zur Massenpanik Foto © AP

Die Tragödie erinnert an das Schicksal von 21 Menschen bei der Duisburger Loveparade, die 2010 im Gedränge zu Tode gedrückt wurden. Auf dem dänischen Roskilde-Festival starben bei einem Konzert der US-Rockband Pearl Jam im Sommer 2000 neun Menschen vor der Bühne. Sie wurden durch die von hinten drückende Menge zu Fall gebracht und totgetrampelt.

Nach einem Konzert in der belarussischen Hauptstadt Minsk kamen 1999 mehr als 50 Menschen bei einer Massenpanik ums Leben. Bei einem Auftritt der Toten Hosen in Düsseldorf erstickte 1997 eine 16-Jährige, als Tausende Fans in den Innenraum des Rhein-Stadions drängten. Rund 300 Menschen wurden verletzt.

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Danke für Ihr Verständnis.

deCamps
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Lesenswert?

Ironie, Zynismus und Sarkasmus.

Dafür benötigt man keinen Virus. Hier muss ich mir immer die Frage stellen. Was ist seit Jahrzehnten weltweit mit den Menschen los?

griesbocha
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Lesenswert?

Was hat dein Statement mit der Massenpanik zu tun?

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