Notfall-LandungFlughafen von Mallorca wegen flüchtiger Passagiere blockiert

Wegen Passagieren auf der Landebahn ist der Flughafen von Palma de Mallorca am Freitagabend mehrere Stunden lang blockiert gewesen.

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© APA/AFP
 

Mehrere anfliegende Passagiermaschinen wurden umgeleitet, startbereite Flugzeuge konnten nicht abheben. Die Zeitung "El Pais" (Internetausgabe) berichtete, zehn bis 20 Passagiere seien aus einer marokkanischen Maschine geflüchtet, die auf dem Weg in die Türkei wegen eines vermeintlichen medizinischen Notfalls zwischengelandet war.

Nach einer knapp dreistündigen Unterbrechung sei der Flugbetrieb wieder aufgenommen worden, schrieb der Flughafenbetreiber Aena kurz nach Mitternacht auf Twitter. Insgesamt seien in dieser Zeit 13 ankommende Maschinen umgeleitet worden, unter anderem nach Barcelona, Ibiza oder Menorca.

Die Maschine von Royal Air Maroc hatte den Zwischenstopp wegen des Unwohlseins eines Passagiers eingelegt. Die Ermittler gingen davon aus, "dass das alles geplant war", schreibt die Zeitung. Während des Wartens auf die Rettungskräfte seien nämlich zehn bis 20 Passagiere aus dem Flugzeug geflüchtet. Bei dem vermeintlichen Kranken hätten die Mediziner keine Beeinträchtigung feststellen können. Eine Person, die ihn ins Krankenhaus begleitete, habe sich ebenfalls abgesetzt.

Mehrere anfliegende Passagiermaschinen mussten zu anderen Flughäfen wie etwa Menorca oder Ibiza umgeleitet werden, wie auf der Internetseite von Aena angezeigt wurde. Startbereite Maschinen konnten nicht abheben.

Laut "El Pais" konnten bisher erst zwei Flüchtige gefasst werden, nach den anderen werde gesucht. Der vermeintliche Kranke, der die Zwischenlandung ausgelöst hatte, befand sich laut der Zeitung in Polizeigewahrsam. Die Sicherheitskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, darunter auch 20 Fahrzeuge.

Palma de Mallorca ist mit einem jährlichen Passagiervolumen rund 30 Millionen (2019) der drittgrößte Flughafen Spaniens, gleich nach den Flughäfen der beiden Millionenmetropolen Madrid und Barcelona. Das Flughafengelände hat eine Ausdehnung von 6,3 Quadratkilometern.

Kommentare (5)
EventHorizon
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14
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Der Artikel ist überhaupt nicht schlüssig

Wovor sind die auf der Flucht, geht es um Flüchtige oder um Flüchtlinge, worum geht es da überhaupt?
Und was haben Größe und Passagieraufkommen von Palma mit dem Sachverhalt des Vorfalls zu tun? Das kann ich mir auch selber aus Wikipedia rauslesen.

kropfrob
3
12
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Sinnerfassend lesen.

Steht doch alles im dritten Absatz: ein geplanter "Zwischenfall" um auf einem EU-Flughafen von Bord zu kommen. Und Infos über Flughafengröße und Passagieraufkommen gehören einfach dazu. Wenn das nicht hier stehen würde, gäbe es bestimmt Beschwerden, dass sich der Leser alles erst in Wikipedia zusammensuchen muss.

Die Fläche ist durchaus interessant, bei dieser Größe kann man sich leicht vorstellen, dass sich da 20 Personen verstecken können und dann auch einen Ausgang oder eine Lücke in der Umzäunung finden.

EventHorizon
2
1
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Danke für die Hilfestellung kropfrot

Es steht aber nicht da, das mit dem EU Flughafen, man hätte es auch in Artikel erwähnen können.
Ich respektiere aber auf jeden Fall ihre Sichtweise und gebe ihnen Recht.

gailias61
2
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Frage mich nur

Der Pilot muss aber alle Anordnungen missachtet haben und die Türen geöffnet haben (entriegelt) - sonst hätte ja niemand flüchten können. Dann war ja auch keine Gangway da, ergo sind die Passagiere aus der Maschine gesprungen - auch recht hoch!

kropfrob
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7
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Die Türentriegelung ...

... kann jeder Passagier selbst machen (lernt man sogar, wenn man eine Platz bei der Notausstiegstüre hat). Und das medizinische Personal, das wegen des Notfalls gerufen wurde, wird bestimmt nicht über eine Strickleiter zur Eingangstür geklettert sein.