Nachhaltig oder umweltschädlich?Europa ist bei Atomenergie gespalten

Um die Klimaziele zu erreichen, werden die Rufe Pro-Atomkraft immer lauter. Es bleibt die Frage: Ist Atomkraft eine grüne Energiequelle? Was Experten dazu sagen.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Atomkraftwerk
Ist Kernenergie eine grüne oder umweltschädliche Energiequelle? © (c) dapd (Petr David Josek)
 

Geht es um die Atomkraft, sind die Meinungen gespalten, die Gefühle ambivalent. Klar ist: Der Weg zur Klimaneutralität ist ein weiter. Angeführt von Frankreich, das selbst 56 Atomkraftwerke betreibt, versucht eine Reihe von EU-Mitgliedsstaaten diesen Weg über die Atomkraft abzukürzen. Dazu will man bei der Europäischen Kommission erwirken, dass Kernenergie als "saubere" und "grüne" Energiequelle klassifiziert wird. Unterstützung erhält Frankreich aus Bulgarien, Finnland, Kroatien, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.

Kommentare (9)
future4you
3
1
Lesenswert?

Das wird wohl nichts mehr

mit einer künftigen gesunden Umwelt. Der Egoismus hat sich wie eine Made im Menschen eingenistet.

rochuskobler
3
10
Lesenswert?

Ohne Atomkraft wird’s nicht gehen!

..im Kampf gegen den Klimawandel werden wir sehr viel mehr und nicht weniger Strom brauchen, für Batterieautos, Digitalisierung und die Dekarbonisierung der Industrie. Nur mit dem Flatterstrom aus Wind und Sonne sowie der Wasserkraft wird die Stromversorgung nicht mehr sicher sein. Die Deutschen werden noch froh sein, wenn sie bei den berühmten Dunkelflauten Atomstrom aus Frankreich beziehen können. Österreich ist seit 20 Jahren ein Nettostromimportland und ist froh, bei Dunkelflauten Atomstrom aus Tschechien und der Slowakei zu beziehen, um damit Wien vor einem Blackout zu schützen.

pescador
1
1
Lesenswert?

Und was sagen Sie

zu den Argumenten die dagegen sprechen?
(Atommüll, ungelöstes Lagerproblem, Reaktorunfälle, Rückbau usw.)

Nihiltimeo
2
4
Lesenswert?

Nicht wirklich problematisch

Alles künstlich hochgespielt. Radioaktivität baut sich ab. Je energieärmer die Strahlung ist, desto länger dauert es zwar, ist aber ungefährlich . Jeder der Angst vor Minimalstrahlung hat, darf in kein Flugzeug einsteigen und nie ins Waldviertel fahren ….

Geom38
5
7
Lesenswert?

Eine Energieform

die im worst case ganze Landstriche unbewohnbar machen kann darf nie die Lösung sein. Aber wahrscheinlich muß uns erst einer dieser uns umgebenden Schrottreaktoren um die Ohren fliegen bevor auch der/die Letzte das kapiert. Und die als Alternative oft angeführten Thorium Reaktoren sind offenbar noch lange nicht soweit.

onyx
2
5
Lesenswert?

"Saubere Energie"

Von diesen vermeintlichen Attribut wurde schon versucht in den 1970ern zu überzeugen.
Ich wundere mich warum für die Bewertung der "Sauberkeit" nur die CO2-Emissionen während des laufenden Betriebes herangezogen werden (Zitat: "...andererseits sei es eine faktisch CO2-neutrale Energiequelle, erklärt der Experte."). Zu berücksichtigen sollten neben dem laufenden Betrieb auch alle vor- und nachgelagerten Prozesse werden: Uranabbau, Anreicherung (nur das Isotop U235 ist spaltbar), Lagerung von abgebrannten Brennelementen (Abklingbecken), Entsorgung.

pescador
4
11
Lesenswert?

Bei einer

halbwertszeit von über 1 Million Jahren bei Atommüll aus Atomkraftwerken von nachhaltig zu sprechen, ist schon mehr als verwegen. Dabei gibt es noch kein einziges "Endlager" für Atommüll. Und wenn man sämtliche Kosten inkl. Rückbau ausgedienter Atomkraftwerke rechnet, ist diese Art der Stromerzeugung auch wirtschaftlich unsinnig.

LaPantera69
2
3
Lesenswert?

Wäre es wirtschaftlich unsinnig,..

…. wären die Betreiber schon längst ausgestiegen.

pescador
1
2
Lesenswert?

Ja

weil die Rückbaukosten nie eingerechnet werden. Zahlt eh der Steuerzahler.