Mindestens sechs VerletztHeftige Explosion erschüttert Kabul

Mindestens drei Explosionen haben sich in der afghanischen Hauptstadt Kabul ereignet. Derzeit wird über sechs Verletzte berichtet.

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In Kabul haben sich mindestens drei Explosionen ereignet
In Kabul haben sich mindestens drei Explosionen ereignet © AP
 

In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind bei einer Explosion in der Nähe des Hauses des Verteidigungsministers mehrere Menschen verletzt worden. Mindestens sechs Patienten seien gebracht worden, teilte die Nichtregierungsorganisation Emergency, die ein Krankenhaus im Zentrum Kabuls betreibt, am Dienstag auf Twitter mit.

Der Politiker Yunus Kanuni sagte in einer über WhatsApp geteilten Sprachnachricht, die Explosion habe sich bei einem Gästehaus des amtierenden Verteidigungsministers Bismillah Khan Mohammadi ereignet. Der Minister selbst sei zur Zeit der Explosion mit ihm bei einer Trauerfeier gewesen. Nach Angaben eines Gehilfen des Ministers sei dessen Familie in Sicherheit gebracht worden.

Details des Vorfalls blieben zunächst unklar. Das Innenministerium bestätigte lediglich eine Explosion im Stadtteil Sherpur im Zentrum der Stadt, in dem viele hochrangige Politiker und Regierungsvertreter leben. Ein Sprecher der Kabuler Polizei teilte mit, Sicherheitskräfte und Spezialeinheiten der Polizei seien vor Ort.

Mindestens noch zwei weitere kleinere Explosionen im Zentrum

Nach der ersten massiven Explosion waren in der Folge noch mindestens zwei weitere kleinere Explosionen im Zentrum zu hören. Lokale Medien berichteten zudem von Schüssen und davon, dass Angreifer in das Gästehaus eingedrungen seien.

Bisher bekannte sich niemand zu dem Angriff. In der Vergangenheit reklamierten die militant-islamistischen Taliban sowie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Anschläge in Kabul.

In der Hauptstadt Kabul war die Zahl der großen Anschläge mit Autobomben und Selbstmordattentätern seit Anfang 2020 zurückgegangen. Zuletzt waren im Mai bei drei kurz aufeinander folgenden Explosionen im Westen der Stadt mindestens 85 Menschen, der Großteil von ihnen Schulmädchen, getötet worden.

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