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Vulkanausbruch im KongoTausende auf der Flucht, aber Goma blieb verschont

Der Lavastrom des Vulkans habe kurz vor der Großstadt Goma vorerst gestoppt, berichtete ein dpa-Reporter am Sonntag. Einige Menschen kehrten wieder in ihre Häuser zurück.

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© APA/AFP
 

Der Ausbruch des Vulkans Nyiragongo im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat in der Millionenstadt Goma für Panik und eine Beinahe-Katastrophe gesorgt. Nachdem der Nyiragongo am Samstagabend Lava herausgeschleudert hatte, flohen Tausende teils über die Grenze ins benachbarte Ruanda.

Am Sonntag gaben die Behörden dann Entwarnung: Goma sei verschont worden, der Lavastrom sei am Stadtrand zum Stillstand gekommen. Touristen, die sich beim Ausbruch am Krater befunden hatten, seien in Sicherheit, auch die Berggorillas im umliegenden Nationalpark "sind nicht bedroht".

Der Lavastrom kam nach Angaben von AFP-Reportern am nordöstlichen Stadtrand von Goma in der Nacht auf Sonntag zum Stillstand. "Die Stadt ist verschont geblieben", sagte der Militärgouverneur der Provinz Nord-Kivu, Constant Ndima.

Die Lava hatte am Samstagabend bereits den Flughafen von Goma erreicht, Flüge wurden gestrichen. Die Regierung ordnete nach dem überraschenden Vulkanausbruch die Evakuierung der Stadt an. Angst und Panik ergriffen die Bevölkerung. Mehr als 7.000 Menschen flohen Ndima zufolge nach Ruanda, andere in Richtung der Provinz Masisi. Viele von ihnen hätten sich am Sonntag aber bereits wieder auf den Rückweg gemacht.

Bei der Flucht vor dem Feuer spuckenden Vulkan sei es zu Unfällen gekommen, bei denen mindestens fünf Menschen getötet wurden, sagte Ndima. Mehrere Raubüberfälle in Geschäften und ein Fluchtversuch von Gefangenen aus dem Gefängnis der Stadt seien gemeldet worden, aber "die Situation ist unter Kontrolle".

Am Stadtrand stieg Rauch von dem noch heißen, schwarzen Lavafeld auf, das Häuser einfach verschluckt hatte. Hier und da ragten Blechhaufen heraus. "Heute Morgen sahen wir, dass über dem ganzen Viertel Rauch hing, das Feuer kam aus dem Nyiragongo-Gebiet hierher", sagte die Anwohnerin Irene Bauma.

Nyiragongo: Kongo von Vulkanausbruch erschüttert

Nach dem Ausbruch eines Vulkans in der Demokratischen Republik Kongo sind Tausende Menschen aus Goma auf der Flucht.

Goma mit seinen rund zwei Millionen Einwohnern liegt rund zehn Kilometer von dem Vulkan Nyiragongo entfernt, der erstmals seit knapp 20 Jahren wieder ausgebrochen ist.

Zuletzt war der Vulkan Nyiragongo 2002 ausgebrochen. Damals starben 250 Menschen, rund 120.000 wurden obdachlos. 

Die Eruption hatte bei vielen Bewohnern der Stadt zu Panik geführt. Zum Teil flohen sie in Richtung der Grenze zum nahe gelegenen Ruanda.

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Zum Zeitpunkt der Eruption befanden sich auch Touristen am Krater des Vulkans. Sie seien "sicher und gesund", teilte das kongolesische Institut für Naturschutz (ICCN) mit. Die Behörde verwaltet den Virunga-Nationalpark, in dem der Nyiragongo liegt. Die seltenen Berggorillas im Virunga-Nationalpark "sind nicht bedroht", betonte das ICCN.

Der Virunga-Park ist das älteste Naturschutzgebiet Afrikas und wurde 1925 eröffnet. Er ist ein Zufluchtsort für die sehr seltenen Berggorillas, die auch in den Nachbarländern Ruanda und Uganda vorkommen. An der Grenze zu Ruanda und Uganda gelegen, umfasst der Park mehr als 7.000 Quadratkilometer in der Provinz Nord-Kivu, deren Hauptstadt Goma ist. Von der Metropole und dem Kivu-See aus sind die normalerweise malerischen Hänge des Nyiragongos zu sehen.

Der Ausbruch erinnerte an den letzten großen Ausbruch des Nyiragongo im Jahr 2002. Damals waren mehr als hundert Menschen getötet und fast der gesamte östliche Teil von Goma mit Lava bedeckt worden, darunter auch die Hälfte der Landebahn des Flughafens von Goma.

Die bisher folgenschwerste Eruption des Nyiragongo ereignete sich 1977, damals starben mehr als 600 Menschen. In der Region an der Grenze zu Ruanda und Uganda gibt es insgesamt sechs über 3.000 Meter hohe Vulkane.

Goma in der Provinz Nord-Kivu beherbergt einen bedeutenden Stützpunkt von UN-Blauhelmen. Auch viele internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen arbeiten von dort aus. Am Sonntag sollte ein Krisentreffen der UN-Mission Monusco und dazugehörigen Behörden sowie internationaler und nationaler Nichtregierungsorganisationen stattfinden, um eine Lageeinschätzung abzugeben.

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