Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Für FlüchtlingeEU überweist sechs Milliarden Euro an die Türkei

EU-Botschafter: Beide Seiten haben "wichtigen Meilensteinhinter sich gebracht"

Erdogan, Michel und Von der Leyen © AP
 

Die EU hat die im Rahmen des Flüchtlingspakts mit der Türkei zugesagten sechs Milliarden Euro für die Aufnahme syrischer Flüchtlinge überwiesen. "Mit dem heutigen Tag wird die Vergabe von sechs Milliarden Euro an EU-Unterstützung für Flüchtlinge und aufnehmende Kommunen in der Türkei abgeschlossen", sagte EU-Botschafter Nikolaus Meyer-Landrut am Donnerstag in Ankara. Die Gelder werden an Projekte in der Türkei gezahlt, nicht direkt an die türkische Regierung.

Beide Seiten hätten "einen wichtigen Meilenstein hinter sich gebracht", sagte Meyer-Landrut. Das Thema hatte die EU-Türkei-Beziehungen belastet. Nach der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 hatte die EU 2016 mit der Türkei einen Flüchtlingspakt geschlossen. Als Gegenleistung für die Rücknahme von auf den griechischen Inseln eintreffenden Migranten bekam Ankara Milliardenzahlungen zugesagt.

Druckmittel für Erdogan

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nutzte die Flüchtlingsfrage immer wieder als Druckmittel und drohte mit der Öffnung der Grenzen Richtung Europa. Im Februar tat er dies tatsächlich kurzzeitig. Tausende Flüchtlinge versuchten daraufhin, über die Landgrenze nach Griechenland zu gelangen.

Erdogan warf der EU wiederholt vor, Versprechen nicht zu halten. Die Türkei gab seinen Angaben zufolge knapp 33 Milliarden Euro für die Versorgung der rund 3,6 Millionen Syrien-Flüchtlinge im Land aus.

Streit um Gasvorkommen

Der Streit um die Ausbeutung reicher Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer belastet die EU-Türkei-Beziehungen zusätzlich. Sowohl die EU-Mitglieder Griechenland und Zypern als auch die Türkei erheben Anspruch auf die betreffenden Seegebiete. Die EU plant derzeit neue Sanktionen gegen die Türkei. Die Zahlungen für die syrischen Flüchtlinge in der Türkei sollen unabhängig davon aber weitergehen.

Kommentare (7)
Kommentieren
marobeda
1
6
Lesenswert?

Endlich hat er die Milliarden

war das schimpfen und lästern doch nicht umsonst.

ARadkohl
1
7
Lesenswert?

Die 6 Milliarden nimmt er natürlich gerne,

Danach lästert er wieder über Europa.

Peterkarl Moscher
1
9
Lesenswert?

Wahrheit tut weh !

Weiter EU Geld das er sein Volk unterdrücken kann, weiter EU Geld um den
Rest in das Militär zu stecken, weiter EU Geld um Europa zu drohen.
Damit muss einmal Schluss sein !!! Die Türkei hat mit Europa nichts am
Hut, aber wir mit ihnen auch nicht.

luddler1
1
3
Lesenswert?

luddler1

Die Sandkastenspiele der großen Jungs (EU-Politiker) gehen munter weiter. Die richtigen Dinge wie Brexit (seien wir mal ehrlich, wer kennt sich da noch aus), Corona bringen sie ja sowieso nicht zusammen. Ich trau mich zu behaupten, das von den Bundes-, Landes- u. Kommunalpolitker 85% keiner oder nur vage Ahnung haben von den Brexitverhandlungen. Bei den täglichen ZIB 1 Meldung Brexitverhandlungen (Liveschaltung Brüssel, London) denken ich mir oft, da wird unser Geld verpulvert und die Herrschaften in Brüssel verdienen gutes Geld. EU und Volk, das sind Dinge die sich immer mehr auseinander bewegen. Schuld ist sicher auch das Polit-Establishment.

feringo
0
11
Lesenswert?

Projekte in der Türkei

Wären somit wohl gleichmäßig verteilt und grob gerechnet etwa
115 Millionen Euro für Österreich.
Hilfe vor Ort nur in der Türkei.

100Hallo
1
9
Lesenswert?

Geld

Wir habens ja.Österreicher melken und Tütkei unterstützen.

Pelikan22
1
12
Lesenswert?

Und wieviel davon ....

werden als Militärausgaben verwendet?