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Walter Koren"America first wird charmanter"

Eine völlige Abkehr von Trumps Wirtschaftspolitik sei von Joe Biden nicht zu erwarten, sagt Walter Koren. Der Steirer ist österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Los Angeles.

Walter Koren
© Georg Hochmuth
 

Bis alle Stimmen ausgezählt sind, wird es noch dauern, aber die Wahl Bidens scheint inzwischen sehr sicher. Was bedeutet das für die Wirtschaft der USA?
Walter Koren: Obwohl es große Unterschiede gibt zwischen den Plänen von Trump und Biden wird die Wirtschaft nach Corona unter Volldampf weiterlaufen. Da wird es keine großen Einschnitte geben. Im Moment ist alles etwas gedämpft durch Covid. Zusammen mit den vielen Antirassismus-Demonstrationen hatten wir zuletzt praktisch einen doppelten Lockdown. Die Wahl-Nachwehen werden noch für ziemliche Unsicherheit sorgen. Aber die Wirtschaft hat in den meisten Bereichen schon wieder Tritt gefasst und Joe Biden wird sie nicht bremsen.

Auch nicht durch Steuern?
Er hat eine Steuerreform angekündigt vor allem zugunsten mittlerer und kleinerer Einkommen. Damit wird er die Kaufkraft stärken. Ich habe überhaupt keine Sorge, dass es der Wirtschaft unter Biden schlechter gehen wird. Es wird einen besseren Zugang zum Bildungs- und Gesundheitssystem für alle geben. Das ist wichtig, denn durch Covid ist die soziale Schere noch weiter als vorher auseinandergegangen.

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