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Debatte um Euthanasie Vatikan: Keine Sakramente bei Sterbehilfe

In einem am Dienstag von der römischen Glaubenskongregation veröffentlichten Papier zieht die katholische Kirche rote Linien.

Luis Francisco Ladaria Ferrer
Glaubenspräfekt Kardinal Luis Francisco Ladaria Ferrer © (c) AP (Riccardo De Luca)
 

Mit so großer Spannung wurde schon lange kein Urteil des Österreichischen Verfassungsgerichtshofs erwartet. Am Donnerstag verhandelt das Höchstgericht in Wien öffentlich darüber, ob das Verbot der aktiven Sterbehilfe in Österreich aufgehoben werden soll.

Der Widerstand von Ärzten und Kirchen gegen eine Aufweichung ist freilich groß. Vor allem katholische Gegner der Sterbehilfe dürften sich nun auch durch ein am Dienstag veröffentlichtes Dokument des Vatikan bestärkt fühlen. In ihrem Schreiben bekräftigt die römische Glaubenskongregation das ethische Verbot von aktiver Sterbehilfe und assistiertem Suizid. Euthanasie sei ein "Verbrechen gegen das menschliche Leben", ein "in sich böser Akt, in jeder Situation und unter allen Umständen", heißt es darin.

Frage nach der Moral

Um das zu verdeutlichen, will die Glaubenskongregation Patienten, die durch Sterbehilfe oder assistierten Suizid sterben wollen, die Sterbesakramente, Kommunion Salbung und Beichte versagen. Jeder, der sich "für diesen schweren unmoralischen Akt" entschieden habe und an der Entscheidung festhalte, könne die Sakramente nicht erhalten, heißt in den Richtlinien. Ausnahmen könne es geben, wenn ein Priester überzeugt sei, dass die sterbende Person ihre Meinung geändert habe. Auch wenn der Patient bewusstlos sei und man Reue annehmen könne, dürfe er die Sakramente erhalten. Zugleich wendet sich die Vatikan-Behörde gegen einen "unverhältnismäßigen und entmenschlichenden Einsatz von Technologien", in den kritischen Phasen des Lebens.

Das 23 Seiten umfassende Schreiben auf Italienisch trägt laut Kathpress den Titel "Samaritanus bonus" (Der barmherzige Samariter). Lebensverkürzende Maßnahmen seien Zeichen einer "Wegwerfkultur" und keine Lösungen für die Probleme todkranker Patienten, heißt es in dem als "Brief" bezeichneten Dokument, das die Unterschriften von Glaubenspräfekt Kardinal Luis Ladaria Ferrer und dem Sekretär der Kongregation, Erzbischof Giacomo Morandi, trägt. Das Schreiben betont die nicht ablegbare Würde des Menschenlebens "auch in seinen extremen Phasen des Leidens und Todes".

Hinter dem Wunsch, Schwerkranker nach einer Beendigung ihres Lebens stehe fast immer der Ruf nach Hilfe und Liebe. Die Antwort darauf müsse in Beistand und Zuneigung liegen.

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Danke für Ihr Verständnis.

GordonKelz
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Ungeheuerlichkeit....

Eine Ungeheuerlichkeit seitens der Kirche, bei allem was in den letzten Jahren von Priestern und Bischöfen bekannt wurde,.allein die in die
Tausenden gehenden Übergriffe auf Kindern, herzugehen und sich als Richter für Schwerstkranke aufzuspielen, ist eine pietätlose inhumane Anmaßung sondergleichen.
Diese Kirche verspielt alles was Sie sich in hunderten Jahren zusammengelogen hat.
Für die Kirche ist nur eine leidende , stönende Bevölkerung recht, um sie zu unterjochen!!
Gordon Kelz

dado
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Austritt

Ich zweifelte am Kirchenaustritt. Jetzt habe ich wieder einen Grund mehr.
Es ist furchtbar wenn die Kirche den völlig verzweifelnden Menschen die letzte Segnung verwehrt. Unfassbar grausam!!!

GanzObjektivGesehen
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Es wird immer ein schwieriges Thema bleiben.

Ich empfinde es als "Verbrechen gegen das menschliche Leben" jemanden gegen seinen Willen leiden zu lassen.

Menschen, die selbstständig beschließen ihrem Leben ein Ende zu setzen, von den Sakramenten oder irgendwelcher anderer "Privilegien"auszuschließen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Da werden Menschen posthum von einer Institution für etwas bestraft, die sich auf die Fahne geschrieben hat zu verzeihen....

gehtso
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die katholische Kirche

hat nicht das Recht, über Menschen zu urteilen, die nach reiflicher Überlegung die schwerwiegende Entscheidung getroffen haben, ihr Leben aus freien Stücken zu beenden.
Vielleicht ist das ja wieder ein Fall für die Inquisition, eine Inquisitionsbehörde besteht noch heute: die Sacra Congregatio Romanae et universalis Inquisitionis , kurz: Glaubenskongregation.

walterkaernten
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VATIKAN etc.....

1.
Wer hexen verbrannt hat. …..

2.
Wer menschen aufgrund von unehleichen kindern verdammt hat....

3.
Wer selbsttöter aus
friedhöfen verbannt hat....

4.
Derjenige SOLLTE über NICHTS urteilen dürfen.s
Jeder mensch hat ein selbstbestimmungsrecht.

5.
Nur zur klärung:
Ich zahle kirchensteuer an die röm/kath kirche um die schönen gebäude zu erhalten.
ABER FÜR SONST NICHTS......

mejer
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Anmaßung der Katholischhen Kirche.

Ich bin 100% davon überzeugt davon, dass weder der Staat, noch die Katholische Kirche ein Recht hat, Einfluss auf mein Lebensende zu nehmen! Da können sie mir mit dem Satan drohen, soviel sie wollen!