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Nach Twitter HackFBI übernimmt Ermittlungen, Sorgen wegen Hacker-Attacke vor US-Wahl

Twitter hat aufgrund des Hackerangriffs eine geplante Änderung von Softwareschnittstellen verschoben. New Yorks Gouverneur: Sorgen wegen Hacker-Attacke vor US-Wahl.

© APA/AFP/Josh Edelson
 

Nach dem Hackerangriff auf prominente Twitter-Nutzer hat die US-Bundespolizei FBI die Ermittlungen übernommen. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag von zwei mit dem Vorgang vertrauten Personen. Zuvor hatte das FBI erklärt, der Vorfall sei bekannt. Das US-Unternehmen kündigte an, eine für Donnerstag geplante Änderung von Softwareschnittstellen (API) zu verschieben.

Zwar gebe es keinen Hinweis, dass diese eine Rolle bei dem Angriff gespielt hätte, die Einführung solle jedoch "zu einem geeigneteren Zeitpunkt" erfolgen. Am Mittwoch hatten nach ersten Erkenntnissen Hacker die Twitter-Konten von Prominenten, Politikern und Managern gekapert und darüber Überweisungen in der Cyber-Währung Bitcoin gefordert. Betroffen waren etwa der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden, Ex-US-Präsident Barack Obama, Tesla-Chef Elon Musk und der Rapper Kanye West.

Sorgen wegen Hacker-Attacke vor US-Wahl

Nach der beispiellosen Hacker-Attacke auf den Kurznachrichtendienst Twitter hat der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo Sorge über die digitale Sicherheit bei den anstehenden US-Präsidentschaftswahlen geäußert. Twitter sei Nachrichtenquelle für viele Menschen und könnte unter anderem auch von ausländischen Mächten dafür eingesetzt werden, Falschnachrichten zu streuen.

"Der Twitter-Hack und die Übernahme vieler verifizierter Twitter-Konten sind zutiefst beunruhigend und werfen Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit unserer Kommunikationssysteme auf, die bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen von entscheidender Bedeutung sind", ließ Cuomo am Donnerstag mitteilen. Er kündigte eine umfassende Untersuchung des Angriffs an. Es blieb zunächst unklar, auf welcher Grundlage die New Yorker Behörden diese ausführen sollen.

Am Mittwoch hatten Unbekannte eine Reihe prominenter Twitter-Nutzer wie Ex-US-Präsident Barack Obama und Amazon-Chef Jeff Bezos gekapert und einen Betrug mit digitaler Währung beworben. Twitter versprach Aufklärung darüber, ob die Angreifer sich auch Zugang zu Informationen der betroffenen Accounts verschaffen konnten. Der Hackerangriff dürfte nicht ohne Folgen für das Vertrauen in die Plattform bleiben - zumal von der Attacke verifizierte Accounts betroffen waren und der Angriff offenbar von innen heraus erfolgte.

Joe Biden wirbt mit Twitter-Hack um Wahlkampfspenden

Der Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat den Hack seines Twitter-Accounts zum Einwerben neuer Wahlkampfspenden genutzt. Er werde seine Anhänger nie um Bitcoins bitten, schrieb er am Donnerstag in Anspielung auf den am Mittwoch von Unbekannten in seinem Namen veröffentlichten Aufruf zu Spenden in der Kryptowährung.

"Aber wenn Sie mithelfen wollen, sicherzustellen, dass Donald Trump nur eine Amtszeit haben wird, können Sie das hier tun", schrieb er und verwies auf eine Spendenseite für seinen Wahlkampf. Biden will Präsident Trump am 3. November herausfordern.

Der Twitter-Account des früheren Vizepräsidenten war eines von zahlreichen Konten Prominenter, die am Mittwoch zeitweise gehackt worden waren. Auch Ex-Präsident Barack Obama, Amazon-Chef Jeff Bezos, Microsoft-Gründer Bill Gates sowie mehrere Unternehmern, darunter Apple und Uber, waren betroffen. Unbekannte hatten in ihrem Namen für dubiose Kryptowährungs-Deals geworben. Wie genau der in seinem Ausmaß beispiellose Hack passieren konnte, blieb zunächst unklar.

Ausschuss fordert Unterrichtung durch Twitter

Nach dem beispiellosen Hackerangriff auf prominente Twitter-Accounts hat der Vorsitzende eines Ausschusses des US-Senats eine Unterrichtung durch Mitarbeiter des Unternehmens gefordert. "Es kann nicht genug betont werden, wie beunruhigend dieser Vorfall ist", schrieb der Vorsitzende des Handelsausschusses, der Republikaner Roger Wicker, am Donnerstag in einem Brief an Twitter-Chef Jack Dorsey.

"Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, dass künftige Angriffe dazu benutzt werden, Desinformationen zu verbreiten oder anderweitig Zwietracht mithilfe von berühmten Accounts zu säen." Wicker forderte Dorsey auf, dafür zu sorgen, dass Mitarbeiter den Ausschuss spätestens bis kommenden Donnerstag ausführlich über den Vorfall und die folgenden Schritte von Twitter informieren.

Am Mittwoch hatten Unbekannte eine Reihe von Konten prominenter Twitter-Nutzer wie Ex-US-Präsident Barack Obama und Amazon-Chef Jeff Bezos gekapert und einen Betrug mit digitaler Währung beworben. Twitter versprach Aufklärung darüber, ob die Angreifer sich auch Zugang zu Informationen der betroffenen Accounts verschaffen konnten. Der Hackerangriff dürfte nicht ohne Folgen für das Vertrauen in die Plattform bleiben - zumal von der Attacke verifizierte Accounts betroffen waren und der Angriff offenbar von innen heraus erfolgte.

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