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Droht nun Strafverfahren?Passanten sahen tatenlos Entführung auf Straße zu

Videobilder einer Überwachungskamera zeigen unter anderem, wie die Täter ihr bewusstloses Opfer in ein Auto einladen. Die Staatsanwaltschaft Hagen prüft nun, ob sie gegen die Zuschauer Strafverfahren wegen unterlassener Hilfeleistung einleitet.

Aufzeichnungen einer Überwachungskamera entlarven Täter und Augenzeugen © APA/HERBERT NEUBAUER
 

Mehrere Passanten sind im nordrhein-westfälischen Hagen Augenzeugen einer Entführung auf der Straße geworden und haben dennoch nicht die Polizei informiert. Überwachungskameras an einer Spielhalle nahmen die offenbar im Drogenmilieu begangene Tat sowie fünf unbeteiligte Zuschauer auf, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitag mitteilten.

Passanten schauten einfach zu

Die Passanten schauten demnach zumindest zeitweise dem Geschehen zu, ohne einzugreifen oder die Polizei zu alarmieren. Bei dem Entführungsfall ging es offenbar um eine räuberische Erpressung im Rockermilieu, die das 22-jährige Opfer später bei der Polizei anzeigte. Zwei mutmaßliche Haupttäter im Alter von 23 und 26 Jahren wurden unterdessen festgenommen.

Die Videobilder zeigen den Angaben zufolge unter anderem, wie die Täter ihr bewusstloses Opfer in ein Auto einladen. Die Staatsanwaltschaft Hagen prüft nun, ob sie gegen die Zuschauer Strafverfahren wegen unterlassener Hilfeleistung einleitet.

 

Kommentare (5)

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pesosope
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Na sicher, es ist doch ganz normal, in solchen Fällen als normaler Bürger einzugreifen, die Entführer zu entwaffnen und am nächsten Tag als Held gefeiert zu werden

Gehts noch?

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hbratschi
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pesosope...

...wie man ihn kennt, auf schwache runtertreten aber wenn sich wer wehren könnte, schwanzerl einziehen und kuschen...

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eleasar
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@pesosope: Nur weil du dir in die Hose machst, heißt das nicht,

dass andere normale Bürger nicht einfach zum Handy greifen können, um eine Entführung bei der Polizei zu melden. Man kann ja das Kfz-Kennzeichen angeben. Oder man filmt das Geschehen und macht Fotos für die Polizei.

Ein Freund von mir hat mal einen Handtaschenräuber verfolgt, die Polizei angerufen und schließlich dem Täter mit Unterstützung eines zweiten Mannes die Tasche wieder abgenommen. Das war mutig und nicht ganz ungefährlich und ich würde eine Auseinandersetzung nicht unbedingt empfehlen. Aber jeder kann mit seinen Möglichkeiten etwas zum Guten beitragen. Feigheit und bewusstes Hilfe verweigern sollte geahndet werden.

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sandor026
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Lesen!

Keiner hat die Polizei alarmiert. Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

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styrian
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perspektivenwechsel

„Hilfeleistung “heißt vielleicht nicht gleich kämpfen und sein Leben riskieren , aber die Polizei anzurufen , wäre doch angemessen und auch möglich gewesen , oder? Stellen sie sich vor es handle sich um einen ihrer Angehörigen , was würden sie sie das dann sehen ?

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