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Brauchen "starkes Signal"Planlosigkeit vor UN-Klimagipfel

"Die große Frage bleibt, wohin die globale Gemeinschaft steuert, ein Jahr bevor Paris in Kraft tritt", stellt Greenpeace die Plan- und Tatenlosigkeit der Staatengemeinschaft an den Pranger.

TOPSHOT-JAPAN-ENVIRONMENT-CLIMATE-PROTEST
TOPSHOT-JAPAN-ENVIRONMENT-CLIMATE-PROTEST © (c) APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU
 

Wenn morgen die 25. UN-Klimakonferenz in Madrid beginnt, werden die Umwelt-NGOs wieder unisono mehr Einsatz gegen den Klimawandel fordern. Zwar geht es vordergründig um die Lösung technischer Fragen, "die große Frage bleibt, wohin die globale Gemeinschaft steuert, ein Jahr bevor Paris in Kraft tritt", sagte Adam Pawloff, Greenpeace-Klimaexperte im Gespräch mit der APA.

"Immer krassere Impacts"

Dass es kein "normaler" Zwischengipfel wird, sei allein wegen Greta Thunberg, der Bewegung FridaysForFuture und den "immer krasseren Impacts" auf der ganzen Welt gegeben, so die Einschätzung Pawloffs. Man teile als NGO jedenfalls die Position der EU, dass deutlich mehr getan werden muss. "Wenn schon keine konkreten Zahlen geliefert werden, dann braucht es wenigstens ein möglichst starkes Signal, etwa dass man bis Ende 2020 neue NDCs einreicht ("Nationally Determined Contributions", National festgelegte Beiträge zum Klimaschutz, Anmerkung)", sieht der Experte die EU gefordert. Dies könnte auch Länder wie China motivieren.

Das Ziel der verschärften NDCs bis 2020 werde in Staaten wie Saudi Arabien jedenfalls starke Gegner finden. "Es braucht deutlich mutigere Schritte und eine Reduktion der Treibhausgasemissionen in Europa um mindestens 65 Prozent bis 2030", forderte Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von Global 2000. Der WWF forderte von der EU die Klimaneutralität schon bis 2040 und nicht wie geplant bis 2050.

"Von Anfang an untergraben"

Was den Streitpunkt der Marktmechanismen und damit den Artikel 6 des Pariser Regelbuchs betrifft, da dürfe sich Brasiliens Haltung keinesfalls durchsetzen, denn "damit wäre Paris von Anfang an untergraben", so der Greenpeace-Experte. Die Allianz für Klimagerechtigkeit, eine Plattform von 25 österreichischen NGOs, forderte in diesem Kontext von der österreichischen Bundesregierung sich dafür auszusprechen, "dass die im Pariser Abkommen im Artikel 6 angedachten neuen flexiblen Mechanismen nur zusätzlich zu nationalen Emissionsreduktionen eingesetzt werden".

Bei der Funktionsweise der Marktmechanismen müsse unter anderem sichergestellt werden, dass es zu keinen Doppelzählungen von Emissionsreduktionen zwischen Staaten komme und dass fragwürdige Zertifikate aus dem Kyoto-Zeitraum (CDM, JI) nicht importiert werden. Die Allianz fordert, wie alle Umweltorganisationen, von Österreich mehr Ambitionen bei den eigenen Klimaplänen zur Erreichung der Pariser Klimaziele.

Kommentare (12)

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Mezgolits
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Planlosigkeit vor UN-Klimagipfel

Aber weiter geplante Solar- + Windstrom +
Wärmepumpen-Korruption. Erfinder Mezgolits

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Estarte
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WAS WILL MAN GEGEN DAS VERSPRÜHEN GEGEN 140.000 TONNEN GIFT IN CHINA UNTERNEHMEN ???

Wir zerbrechen uns die Köpfe über Plastikbecherl und Sackerl und ob man überhaupt noch irgendwohin fliegen darf/soll.. und in China werden 140.000 Tonnen Gift versprüht, wogegen niemand etwas machen kann.....

"........140.000 Tonnen Gift versprüht
Als Reaktion auf die jüngsten Pest-Fälle haben die Behörden nun mit einer "Ratten- und Flohvernichtungsaktion" begonnen: Aus Flugzeugen seien mehr als 80 Hektar Land mit GIFT besprüht worden, meldeten die Behörden von Ulanqab. In der Region, in dem der dritte Fall aufgetreten war, wurden nach einem Bericht der "Global Times" mit Hubschraubern 140.000 TONNEN GIFT VERSPRÜHT. Alle Züchter in dem betroffenen Gebiet wurden aufgefordert, ihre Tiere im Stall zu lassen.........." das hat wohl auch massive Folgen für die Umwelt....

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Hildegard11
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Den Gipfel absagen...

...wäre wohl der beste Beitrag, anstatt 100erte Flüge zu konsumieren und nix weiterzubringen.

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Mein Graz
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@Hildegard11

Brauch ma eh glei gar net probieren, bringt eh nix?

Tolle Einstellung.

"Durch Reden kommen die Leut' z'samm!".

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Hildegard11
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Mein Graz

Meine Einstellung ist nicht so, allerdings ist zu fürchten, dass die Staatschefs ja gar nicht wollen. Leider.

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heku49
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Der Wohlstand steigt - aber auf Kosten der Umwelt.

........auf Kosten unserer Kinder.

Unser Lebensstil ist nicht kompatibel mit Mutter Erde.
Wir müssen unseren Wünschekatalog ändern, ändern in Richtung lebenswerte Umwelt für unsere Kinder und nachfolgende Generationen.
Müssen wir 50% unsere Lebensmittel wegwerfen? Müssen wir 80% unserer Autofahrten im Bereich unter 3km durchführen. Machen Plastikbesteck, Plastiksackerl oder Plastikbusen unser Leben wirklich erfüllter?
Wollen für diesen Unsinn die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder opfern?

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Ifrogmi
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also mein lebensstil ...

... und wohlstand sind nicht gestiegen, aber ich sehe, dass die meisten jungen ein vielfaches an kleidungsstücken verbrauchen, ein vielfaches an energie für internet verschwenden, im gegensatz zu mir ständig mit transportmitteln verschiedenster art irgendwo unterwegs sind und vor allem, im gegensatz zu mir, ausschliesslich mit dünger und hohem co2-ausstoss herangekarrte lebensmittel verzehren.
aber einen 100m² garten zu betreiben, nur als beispiel, dazu haben sie "null bock". einfach zu hause zu bleiben, dazu haben sie "null bock". ein buch zu lesen anstatt weltuntergangswarnungen klimaschädlich und nonstop über soziale medien zu verbreiten, dazu haben sie "null bock".
letztlich: die nichts habenden reissen die klappe am weitesten auf und möchten wegnehmen, reglementieren, kontrollieren, verbieten, diktieren. nur: sobald es an ihren eigenen sachan kratzt, ja dann ist feuer am dach.

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Mein Graz
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@Ifrogmi

Also mein Lebensstil hat sich sehr wohl verändert und mein Wohlstand ist extrem gestiegen.
Mit 8 Jahren hatte jeder von uns 2 "gute" Kleidungsstücke, die abwechselnd getragen wurden. Wir 4 Kinder lebten in einem gemeinsamen Kinderzimmer mit etwa 28m². Wir hatten ein Plumpsklo und keinen Wasserboiler, keine Waschmaschine, keinen Geschirrspüler. Die ganze Familie besaß ein einziges Radio. Der Fernseher war eine Riesen-Anschaffung, zu der alle beitragen mussten (die Kinder halt mit Verzicht auf irgend etwas besonders, wie ein 3. Kleidungsstück...).

Die jungen Menschen sind unter ganz anderen Umständen geboren und wachsen in einer ganz anderen Welt auf. Die Zeiten haben sich eben geändert - zum Glück!
Dies den Jungen zum Vorwurf zu machen ist mehr als ungerecht. Den "Luxus" ermöglichen ihnen doch die Eltern!
Dass generell junge Menschen "null Bock" haben stimmt einfach nicht. Sie werden durch manche Leute einfach nur desillusioniert, weil ständig auf ihnen herumgetrampelt und über alle pauschal geurteilt wird.

Junge Menschen haben sehr wohl "Bock" auf vieles, allerdings eben Anderes, als es in meiner Jugend war.
Sie gehen etwa zur Demo gegen den Klimawandel - aber wenn sie das tun passt es ja auch nicht!

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Ifrogmi
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ja, wenn man ...

... den fernseher als "weapon of mass destraction" als wohlstandsfaktor zählt - dann haben sie schon recht.
ich persönlich leiste mir einen anzug, 2 garnituren "schön", für zuhause reicht das alte.
ebenso achte ich darauf möglichst viel nicht kaufen zu müssen, bin bewusst erst einmal im leben geflogen und ein grosser zugreisefan.
vor 20 jahren hat man mich noch zum deppen erklärt ob meiner forderung lebensmittel mit einem 50 oder 100km radius-transportsiegel als lokale ware sichtbar zu machen.
sogar mein brennholz hat einen transportweg von gerade einmal 2 - 3km, der wald dafür hat halt einen teil meines luxuslebens gekostet ;)
auf gut deutsch: was die fordern versuche ich seit 30 jahren so gut es geht umzusetzen. man erkennt allerdings bald wie schnell man an die grenzen des machbaren stösst und weiss aus eigener erfahrung, eigenem versuch- und irrtum, dass hier romantische vorstellungen auf nachgeplapperte argumente treffen, praktisches tun findet man bei denen ja grösstenteils nicht.
allerdings kenne ich viele "alte" die im vergleich zu den superg'scheiten jungen äusserst nachhaltig agieren.
tun, nicht g'scheit labern ist die devise.

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Mein Graz
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@Ifrogmi

2 Garnituren "schön" kann man sich heute aber nur dann leisten, wenn man entweder Berufsbekleidung hat bzw. in einem Beruf arbeitet wo auf gute Bekleidung kein Wert gelegt wird - oder man schon in Pension ist.

Junge Menschen zählen da eher nicht dazu - jeder Schüler, Student oder junge Arbeitende wird wohl mehr zum Anziehen brauchen!

Dass es der Erde heute so schlecht geht ist nicht den jungen Menschen geschuldet, sondern den Generationen vor ihnen - und da gehöre ich auch dazu. Ich habe viele Fehler gemacht, die ich jetzt wieder gut zu machen versuche - ich wusste es wie viele aus meiner Generation ja nicht besser, das ist aber keine Entschuldigung, sein Leben nicht ändern zu wollen.

Es ist ja löblich, dass du diese Art des Lebens schon länger versuchst - den Jungen wurde so ein Stil allerdings nicht vorgelebt und deshalb kann man ihnen keinen Vorwurf machen - sie müssen erst umdenken und lernen. Und das tun sie!

Pauschalierungen wie du sie hier über junge Menschen schreibst lehne ich ab. Denn eine ganze Gruppe über einen einzelnen Kamm zu scheren zeugt nicht von Toleranz.

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Ifrogmi
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siehst ...

... genau da fängt es sich an. wäsche soll sauber und ordentlich sein, mehr nicht.
klar sind da manche beruflich benachteiligt, aber genau diese punkte sind es die in summe auf milliarden menschen gerechnet das alles verursachen.
mode, mit jährlich wechselnden farben und schnitten ist per se ein klimakiller, ebenso die billigfetzen die nur ausbeutung und massiven rohstoffverbrauch plus transporten erzeugen. soll halt ein t-shirt 30 oder 40 euro lkosten, aber dafür ein paar jahre halten und womöglich noch aus österreich kommen. die klimakiller sollen weiter bangladesch kaufen.

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Mein Graz
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Ich persönlich zähle mich heute nicht mehr zu den "nichts Habenden",

ich reiße trotzdem meine Klappe auf und fordere, dass der Umweltschutz endlich einen höheren Stellenwert hat - und ich weiß, dass das nur mit Einschränkungen einher geht, die ich gerne in Kauf nehme, um unseren Kindern, Enkeln und Urenkeln (so welche kommen) eine lebenswerte Erde hinterlassen zu können.

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