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In New YorkThunberg demonstrierte mit Jugendlichen für das Klima

Auch wenn an den öffentlichen Schulen New Yorks noch bis 5. September Sommerferien sind, war damit die Gruppe deutlich kleiner als bei vielen europäischen Protesten.

© APA (AFP)
 

Zwei Tage nach ihrer Ankunft in New York hat die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg erstmals in den USA an einem Schulstreik für das Klima teilgenommen. Am Freitag demonstrierte die 16-Jährige zusammen mit gut hundert Jugendlichen vor dem Hauptgebäude der Vereinten Nationen.

Auch wenn an den öffentlichen Schulen New Yorks noch bis 5. September Sommerferien sind, war damit die Gruppe deutlich kleiner als bei vielen europäischen Protesten. Begleitet von mindestens ebenso vielen Journalisten und Schaulustigen zog der Protestzug einige Straßen nach Norden durch die Millionenmetropole bis in einen kleinen Park.

Klimastreik: Greta Thunberg demonstriert in New York

Schulstreik in New York und Greta Thunberg mittendrin

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Thunberg selbst sprach bei den Protesten nicht. Die New Yorker Initiatorin des Klimastreiks, Alexandria Villasenor, kündigte aber an, bis zum großen weltweiten Aktionstag am 20. September die wöchentlichen Proteste vor der UN fortsetzen zu wollen. In drei Wochen möchte auch Thunberg im Süden des New Yorker Stadtteils Manhattan an einer großen Demonstration verschiedener Umweltorganisationen teilnehmen. Auch Erwachsene sind dabei ausdrücklich zur Teilnahme aufgerufen.

"Wir sind nicht hier, um einzelne Menschen zu beschämen. Wir sind hier, um unzählige Politiker zur Rechenschaft zu ziehen", sagte eine weitere Aktivistin bei der Kundgebung am Freitag. Viele von ihnen trugen selbstgemalte Schilder mit Aufschriften wie "Sagt die Wahrheit. Unterrichtet die Wahrheit. Unser einziges Zuhause steht in Flammen" und "Es gibt keinen Planeten B". Viele Jugendliche erklärten in ihren kurzen spontanen Ansprachen, von Thunberg zu ihren Aktionen angeregt worden zu sein. "Die Jugend begehrt auf und wir bitten Euch, es uns gleichzutun", fasste eine weitere Rednerin ihr Engagement zusammen.

Greta Thunberg: Per Segelboot über den Atlantik

Die Hochseeyacht "Malizia II." mit der 16-jährigen Greta Thunberg an Bord lief am Mittwochnachmittag vom Hafen der britischen Stadt Plymouth aus. Die Überfahrt wird voraussichtlich zwei Wochen dauern.

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Thunberg ist zuvor noch nie gesegelt. Seekrankheit und mangelnden Komfort nehme sie aber in Kauf, sagte die Schwedin vor ihrer Abreise.

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Thunberg war am Mittwoch in New York nach einer zweiwöchigen Reise auf einer Segeljacht in der Millionenmetropole angekommen, sie verzichtet aus Klimagründen auf Flugreisen. In den Vereinigten Staaten möchte sie am Tag nach der Großdemo beim Jugend-Klimagipfel der Vereinten Nationen und zwei weitere Tage später am UN-Klimagipfel der Staats- und Regierungschefs teilnehmen. Außerdem hatte sie angekündigt, andere Aktivisten, Entscheidungsträger und Betroffene des Klimawandels zu treffen. Im Dezember möchte Thunberg zur Weltklimakonferenz ins südamerikanische Chile weiterreisen.

Die Jugendliche hatte sich vor rund einem Jahr erstmals vor das schwedische Parlament gesetzt, um von Politikern mehr Anstrengungen im Kampf gegen die Klimakrise zu fordern und damit eine vor allem in Europa starke weltweite Bewegung mit Millionen Teilnehmern gestartet. Aktuell ist sie ein Jahr von der Schule freigestellt.

Kommentare (15)

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schandopr
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Greta

Ihre "Sturheit" - Konsequenz muss viele, meist Politiker beschämen, und die Kommentare zeigen das auch; wenn dieses junge Mädchen dauernd mit seiner Behinderung in Verbindung gebracht wird. Dann werden auch die Demonstrationen heruntergemacht, die hoffentlich einiges bewirken können/werden. Aber Greta lässt sich nicht beirren und ich fürchte eine massive Reaktion von welcher Seite auch immer, weil sie eine Frau ist, obendrein ein " junges Ding", was viel in ihrer Eitelkeit kaum aushalten. Dabei gäbe es genug Gründe, etwas für unsere gesunde Zukunft auf dieser Erde zu leisten - Auftreten, Aufzeigen, Sichtbar machen, in die richtige Richtung vorangehen.

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redniwo
1
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Gequassel zur Ablenkung

Thunberg will mit ihren Aktionen 'Politiker zur Rechenschaft ziehen'?
Wer bitte erklärt den Menschen, dass nur die einzelnen Menschen, wir, ich, ganz alleine die 'Schuld' an dem Zustand der Welt haben, so wie sie ist.
Wir leben in einem kapitalistischen System, in dem genau das geschieht, was den meisten Gewinn für eine Firma bzw. für ein Individuum abwirft.
Der Anteil des CO2 Ausstoßes, den irgendwelche PolitikerInnen durch das Fahren ihrer Autos oder durch ihre Flüge verursachen, ist verschwindend gering zu dem Beitrag, den der Rest der Menschen dadurch verursachen.
Oder wollen wir, dass wir per Gesetz die Produktion von großen Autos verbieten, wo doch die Menschen lieber einen großen SUV kaufen, als einen kleinen Cinquecento?
Oder wollen wir, dass pro Person nur mehr ein Flug alle 5 Jahre gesetzlich erlaubt wird, wo doch die Deutschen hauptsächlich am liebsten mehrmals jährlich nach Malle fliegen?
Oder wollen wir den Import von Sojabohnen aus Südamerika verbieten, weil unsere Schweine in Europa damit so schnell wachsen und billiges Fleisch liefern?
Wenn wir dass alles und noch mehr tun, dann könnte man den CO2 Ausstoß und das Verbrennen der Urwälder spürbar reduzieren. Aber dass würde in Konsequenz die Änderung des kapitalistischen Systems bedeuten. OK, darüber sollte man nachdenken, und zu irgendeinem Ergebnis kommen, dafür oder dagegen, anstelle auf ein Krebsgeschwür andauernd teure Wundpflaster daraufkleben.

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bluebellwoods
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Sie polarisiert

aber was bringt sie dem Klimaschutz wirklich? Mir kommt vor, dass inzwischen schon so ein großer Hype um sie gemacht wird, sie an die Medien "verkauft" wird und viele mit ihr Geld machen wollen.
Und wenn man sich die demonstrierenden Schüler ansieht - wie vielen geht es tatsächlich um das Thema und wie viele nützen es nur als Ausrede um schulfrei zu bekommen?

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Hellimaria
1
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Das Mäderl

Gefällt mir... wenn man sich die Fotos anschaut, bekommt man den Eindruck, dass sie nicht mal weiss worum es bei dem Auflauf geht. Enthusiastische Menschen, Menschen mit Begeisterung für eine Sache sehen anders aus....

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paulrandig
3
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Hellimaria

Vielleicht, weil sie in Bezug auf soziale Interaktion anders tickt als "normale" Menschen (Autismus)? Vielleicht, weil sie eigentlich möchte, dass die Leute auf's Klima schauen anstatt auf sie? vielleicht, weil sie als eine der wenigen traurig ist, dass das alles überhaupt nötig ist?

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scionescio
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Bilder sagen oft mehr als 1000 Worte ...

Mir tut Greta einfach leid und wenn ich ihren gequälten Gesichtsausdruck sehe, habe ich immer die traurigen Zirkuspferdchen, die in die Manege getrieben werden, im Kopf ...

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paulrandig
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scionescio

Ja, ein Zuckerschlecken ist es nicht. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die Wahrnehmung und die Feinheiten der Kommunikation im Fall von Autisten nicht immer den unseren entsprechen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Greta es als ihr Projekt sieht. Und wenn sich hoch-, aber insel-begabte Menschen ein Projekt vornehmen, dann wird das durchgezogen. Alleine das Arbeiten daran, mit all den Qualen, Zweifeln und Herausforderungen wird mit konzentrierter Leistung bewältigt und meistens durchaus als befriedigend empfunden. Gleichzeitig sind die vielfältigen, intuitiven, mit trockener Logik nicht zu erklärenden Feinheiten des Zwischenmenschlichen, die versteckten Signale hinter einer Mimik, die Worte zwischen den Zeilen ein unentwirrbares Rätsel, weshab Autisten in Gesellschaft oft ein "steinernes", unentschlüsselbares Gesicht tragen, um nichts falsch zu machen.
Diese Erlebniswelt wird sehr gut von Jim Parsons als Sheldon Cooper in The Big Bang Theory gespielt.

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scionescio
1
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@PaulRandig: Greta zuliebe wünsche ich mir, dass deine Erklärung für ihr Verhalten zutrifft ...

... ich selbst bin da viel zu wenig bewandert, um da auf Augenhöhe mitreden zu können.
Eine meine Schwestern ist Psychiater, meine Tochter studiert Psychologie und soweit ich den Diskussionen im Verwandtenkreis habe folgen können, sollen für jemanden mit Asperger öffentliche Auftritte gewaltigen Stress und Leidensdruck erzeugen - der gerade noch verkraftbar ist, wenn auch gleichzeitig Erfolg sichtbar ist, aber sehr oft dramatisch ended, wenn der irgendwann einmal ausbleibt.
Meine Befürchtung ist eben, nachdem sich die PR Strategen außerhalb Europas anscheinend verkalkuliert haben, dass Greta in unserer sehr schnelllebigen und profitgetriebenen Welt auch sehr schnell wieder fallengelassen wird und dann in ein tiefes Loch fällt (mir fällt da immer Amy Winehouse ein).

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scionescio
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Der inhaltlich haargleiche Artikel, nur ohne die störenden kritischen Kommentare - ist das wirklich notwendig?

In New York stehen bei jedem besseren Straßenmusikanten 100 Menschen herum - allerdings unter Garantie keine 100 Journalisten, die größtenteils deswegen aus Europa angeflogen gekommen sind - anscheinend hat außerhalb Europas die PR Strategie nicht wirklich gezündet und die außereuropäischen Medien interessiert der künstliche Hype rund um Greta nicht (die haben ja auch mit ihrem zwitschernden Narrenkastl mehr als genug Stoff zu verarbeiten)
Es ist zwar sehr schade für den Klimaschutz, aber viel deutlicher kann nicht bewiesen werden, dass sich die Medien und die Investoren im Hintergrund ein Kunstprodukt namens Greta gebastelt haben (den einen geht es um Auflage, die anderen wollen schlicht auf dem Rücken der Kampagne mit ihrem grünen Facebook-Klon ihr investiertes Geld vervielfachen), das hauptsächlich von PR und künstlich erzeugtem Hype (eine Zeitlang) getragen wird und nicht wirklich auf einem plötzlichem, weltweitem Umdenken basiert - Leider!

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paulrandig
2
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scionescio

Erstens habe ich ein Problem, Ihrer Beweisführung zu folgen. Würden wirklich große Investoren hier den Ton angeben, hätte es in den USA, dem Land der Medienkampagnen, eine wesentlich größere Resonanz gegeben. Ich sehe die geringe Beteiligung eher als Hinweis, dass eben nicht alles penibel gesteuert wird.
Zweitens möchte ich insofern differenzieren, als ich Greta nicht nachsagen will, sie sei ein gebasteltes Kunstprodukt. Sie war wohl zuerst einmal selbst da, hatte Resonanz und wurde genau deswegen entdeckt und weiter gepusht. Investoren sind nicht blöd. Sie erzeugen nicht einfach irgendetwas aus dem Nichts heraus. Sie suchen etwas Vorhandenes, das Potential hat, weil es einen Nerv trifft und glaubwürdig ist. Das wird dann verstärkt. Und wie bei jeder Verstärkung mit Mikrofon und PA-Anlage ändert sich die Stimme ein wenig, und mit der großen Resonanz werden meinetwegen auch ein wenig die Inhalte verbogen. Aber was nicht da ist, kann man nicht verstärken.

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scionescio
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@PaulRandig: ich hatte vorige Woche mit @Mein Graz eine sehr anregende Diskussion, die größtenteils deine Sicht der Dinge teilt ...

Ich kann deine Argumentation nachvollziehen, aber der Umstand, dass beim allerersten Auftritt von Greta vor dem Parlament schon Journalisten anwesend waren, die größten Zeitungen noch am selben Tag Headliner gebracht haben, am gleichen Tag das Thema in Social Media durch die Decke gegangen ist, macht mich mehr als misstrauisch und belegt für mich, dass Greta nur das optimale Gesicht für eine minutiös geplante Kampagne ist, die sich halt als Vehikel nicht hungernde Kinder oder abgeschlachtete Robbenbabies benutzt, sondern auf das Thema Klimaschutz setzt.
Was glaubst du was üblicherweise passiert, wenn sich ein beherztes Mädchen mit einem Schild „Streik gegen den Hunger auf der Welt“ vor ein Parlament setzt und keine PR-Maschinerie dahintersteht? Eben ...
Aber wie ich mich auch schon mit @Mein Graz geeinigt habe: das ist eben meine Sicht der Dinge und durch die letzten Entwicklungen sehe ich mich eher bestätigt als widerlegt und natürlich kann ich ganz falsch liegen und Greta Unrecht tun - am Ende des Tages spielt das alles keine Rolle, weil es nur wichtig ist, dass beim Klimaschutz (und anderen Dingen auch) ein Umdenken auf breiter Basis erfolgt - wenn durch Greta etwas in diese Richtung passiert, ist es mir trotz des Beigeschmacks höchst willkommen!

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paulrandig
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scionescio

Darauf können wir uns einigen. In mein persönliches Sichtfeld spielt allerdings auch die Tatsache hinein, dass Gretas Eltern beide einiges an Bühnenerfahrung haben, wissen, wie öffentliche Resonanz funktioniert und sicher auch einige entsprechende Leute kennen. Ich verbinde diese Information dann mit meinem Bild von autistisch hochkonzentrierten Personen, die jedes logisch erscheinende und vorhandene Werkzeug nutzen um ihr Ziel methodisch und systematisch zu verfolgen.
Diese beiden Indizien lassen mich vermuten, dass hier nicht eine Seite eine andere ausnutzt, sondern zwei sehr unterschiedliche Seiten jeweils einander bzw. der eigenen Sache nutzen. Und sei es einerseits das Geld, andererseits die Welt, ist mir das immer noch recht.

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AndiK
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Mit 100!!!

Jugendlichen, welch durchschlagender Erfolg..........

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paulrandig
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AndiK

Und? Wieviele Leute haben Sie bisher zu einer guten Sache bewegen können?

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redniwo
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@paulrandig

ich glaube ich verstehe ihre Sicht - wichtig ist Menschen zu einer guten Sache zu bewegen.
Im Fall Thunberg sehe ich allerdings diesen Effekt ganz und gar nicht. Ich behaupte, dass es eigentlich kontraproduktiv ist, was Thunberg derzeit bewirkt, denn da wird lediglich oberflächlich am Problem herum argumentiert und damit abgelemkt wird, und 'von PolitikerInnen etwas verlangt wird', wo doch unser aller Konsumverhalten (von Lebensmitteln über Reisen bis zur Elektronik) an der Zerstörung unserer Welt Schuld ist.

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