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Vor Lampedusa 28 minderjährige Migranten dürfen "Open Arms" verlassen

Grünes Licht für die Minderjährigen gab es nach einem Brief von Premier Giuseppe Conte an Innenminister Matteo Salvini. Darin hatte sich der Regierungschef am Samstag für die Landung der Minderjährigen aus humanitären Gründen ausgesprochen.

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Einer der minderjährigen Migranten © APA/AFP/ALESSANDRO SERRANO
 

Die italienischen Behörden haben der Landung von 28 minderjährigen Migranten, die sich noch an Bord des Rettungsschiffes "Open Arms" vor der Insel Lampedusa befinden, Grünes Licht gegeben. Die Polizei erreichte das spanische Schiff, um die Evakuierungsprozeduren zu starten, berichteten italienische Medien am Samstag.

Grünes Licht folgte einem Brief von Premier Giuseppe Conte an Innenminister Matteo Salvini. Darin hatte sich der Regierungschef am Samstag für die Landung der Minderjährigen aus humanitären Gründen ausgesprochen. Conte bestätigte, dass sechs EU-Länder - Deutschland, Frankreich, Rumänien, Luxemburg, Portugal und Spanien - zur Aufnahme der Migranten bereit seien. Bereits am Mittwoch hatte der parteilose Regierungschef Salvini in einem Brief zur Landung minderjähriger Migranten aufgerufen.

Innenminister Salvini, Chef der rechten Lega, ist bei seinem harten Kurs in Sachen Migrationspolitik mit zunehmendem Widerstand in der Regierung konfrontiert. In einer Antwort an Conte schrieb Salvini, dass der Premier allein die Verantwortung für die Landung der Minderjährigen übernehmen müsse und dass dieser Beschluss ein "gefährlicher Präzedenzfall" sei. Die Gefahr sei, dass Italien als "einziger Verantwortlicher für die Aufnahme und die Versorgung aller minderjährigen Migranten im Mittelmeer oder auf der ganzen Welt" betrachtet werde.

Salvini bedauert

Der 46-jährige Salvini, der seit seinem Amtsantritt vor 14 Monaten einen strengen Einwanderungskurs verfolgt, bedauerte, dass Italien die Kosten für die Versorgung von Menschen übernehmen müsse, die - wie es sich später herausstellen könnte - kein Recht darauf haben. Salvini beklagte, dass EU-Länder, die sich zur Aufnahme von Italien gelandeten Migranten bereit erklärt hatten, dies noch nicht getan hätten.

In seinem Schreiben betonte Salvini, dass er im Zeichen der "loyalen Zusammenarbeit" die Evakuierung der Migranten erlauben werde, er ändere jedoch nicht seinen Kurs in Sachen Migration. Seit Tagen beklagt der Lega-Chef und Vizepremier eine "Strategie", um Italien zu zwingen, Rettungsschiffen seine Häfen wieder zu öffnen. Salvini sieht sich in der Regierung aus seiner Lega und der Fünf Sterne zunehmend isoliert.

Nach der Landung der Minderjährigen bleiben noch 106 Migranten an Bord des Schiffes der spanischen Hilfsorganisation "Proactiva Open Arms" an Bord. Die Situation an Bord wird Augenzeugen zufolge immer kritischer. "Jede Sekunde, die vergeht, rückt die Explosion dieser Bombe näher. Entweder jemand schneidet jetzt das rote Kabel durch und deaktiviert sie, oder die 'Open Arms' wird explodieren", warnte Kapitän Marc Reig mit Blick auf eine drohende Eskalation der Lage an Bord.

Kommentare (12)

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100Hallo
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Asyl

Der Zuzug ist gesichert.

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Mein Graz
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@100Hallo

Du weißt also schon, dass die Asylverfahren positiv ausgehen?
Super!
Sag mir bitte jetzt noch die Lottozahlen vom kommenden Mittwoch.

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Balrog206
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Mein

Naja die paar die abgeschoben werden !!! Die anderen wandern bei uns uns in der Eu hin und her ! 😉

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Mein Graz
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@Balrog206

Hab ich DICH gefragt?

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ichbindermeinung
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Gesamtausmaß auf nationaler Ebene

Zahlen wären mal interessant: wie viele Personen mit pos. Asylbescheiden leben derzeit absolut in Ö und wie viele davon Unbegleitete und wie schauen die Vergleichszahlen zu den EU 27 aus, absolut und auf 1.0 Mio EW runtergebrochen; Wie viele absolut gehen einer Beschäftigung nach von der sie selbst leben können und was kostet die Versorgung der nicht Arbeitenden (arbeitslos, Notstand, Mindests., Alters/Pflegeheim, Gefängnis..)

- der standard flüchtlingskosten steigen auf 2,7 Milliarden im Jahr - 7 juni 2017

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Mein Graz
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@ichbindermeinung

Du kannst dir das gerne selbst zusammensuchen, alle Zahlen dazu sind höchstwahrscheinlich im Internet zu finden. Du erwartest, dass andere für dich die Arbeit erledigen.
Und übrigens: wir sind nicht mehr im Jahr 2017, sondern schon im Jahr 2019 angelangt.

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Balrog206
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Mein

Du könntest ja die raus suchen, die sich selbst und wenn vorhanden auch die Familie , durch Ihre Arbeit erhalten können !!! Oder hat jemand bedenken diese Statistik zu veröffentlichen !

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Mein Graz
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@Balrog206

War sollte ich was suchen was mich nicht interessiert?
Weils mir nämlich wurscht ist ob mein Steuergeld für Österreicher oder Österreichern gleichgestellten Personen verwendet wird.

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Balrog206
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Na

E super wenn sie von null auf sofort gleichgestellt sind und das auf Dauer , ob sie je arbeiten oder nicht!

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Charly911
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Sicherheit

Sollte das erste Ziel für die Flüchtlinge sein. Warum werden diese nicht nach Tunesien oder Egypten gebracht?, dort währe auch das Klima besser und vielleicht spricht man auch die gleiche Sprache und hat kein Problem mit der Kultur und Religionsanpassung.

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martinx.x
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die wollen nicht nach Afrika

sondern nach Europa, denn auch in Ägypten oder Tunesien muss man Arbeiten um zu überleben. Abgesehen davon fangen diese Länder erst gar nicht damit an, Migranten aufzunehmen...

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Landbomeranze
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In einem Bericht zu tunesischen Flüchtlingen, anlässlich

des Terroranschlags von Anis Amry haben Tunesier lauthals gelacht, als die Rede davon war, dass Tunesier kein Recht auf Asyl hätten und daher zurückzubringen seien. Die befragten Tunesier meinten, wir sollten sie nur behalten, denn die seien nicht umsonst aus Tunesien abgehauen.

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