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Bub schwer verletztJugendlicher Täter vom Tate-Museum schwieg vor Gericht

Gebrochene Wirbelsäule, Brüche an Beinen und Armen sowie eine Gehirnblutung: Der Zustand des Sechsjährigen, der vom zehnten Stock der Tate Gallery geworfenen wurde, ist weiter ernst. Der Verdächtige schweigt vor Gericht.

© (c) APA/AFP/DANIEL SORABJI
 

Staatsanwältin Sian Morgan hat am Dienstag die vielen schweren Verletzungen des vom zehnten Stock der Modern Tate Gallery in London gestürzten Kindes aufgezählt: gebrochene Wirbelsäule, Brüche an Beinen und Armen sowie eine Gehirnblutung. Der mutmaßliche Täter schwieg nun vor Gericht - und bestätigte nur seine Personalien. Am Donnerstag soll er erneut vor Gericht erscheinen, im Londoner Strafgericht Old Bailey.

Bei dem Vorfall am Sonntag war der Sechsjährige vom zehnten Stock gestürzt und auf dem Dach in der fünften Etage gelandet. Der 17-Jährige wurde wegen versuchten Mordes festgenommen. Ermittlungsleiter John Massey hatte Augenzeugen der Tat aufgefordert, sich zu melden. Die Ermittler wollten auch mit Menschen sprechen, die ein bis zwei Stunden vorher einen Mann gesehen hätten, dessen Verhalten "unpassend, verdächtig oder besorgniserregend" gewirkt habe.

Die 47-jährige Nancy Barnfield berichtete, sie habe am Sonntag eine Frau auf der Aussichtsplattform laut schreien hören: "Wo ist mein Sohn, wo ist mein Sohn?" Der Boulevardzeitung "Daily Mail" sagte Barnfield, ihr und ihren beiden Söhne sei wenige Augenblicke vor dem Vorfall auf der Plattform ein Unbekannter gefolgt. "Ich habe meinen Kindern gesagt, sie sollen sich von dem Mann fernhalten." Er habe sich "seltsam" verhalten.

Nach dem Vorfall hätten Museumsbesucher den mutmaßlichen Täter bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

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