Eine Person habe während des Bebens einen tödlichen Herzinfarkt erlitten, vier weitere Menschen seien verletzt worden, teilten die Zivilschutzbehörden mit. Über 100 Gebäude seien durch den Erdstoß der Stärke 6,9 beschädigt worden.

Das nationale Geophysik-Institut hatte zunächst eine Tsunami-Warnung für den Westen von Java sowie einen Teil der nördlichen Nachbarinsel Sumatra ausgegeben, hob die Warnung aber kurz danach wieder auf. In derselben Region, der Sunda-Meerenge zwischen Java und Sumatra, war im vergangenen Dezember der Vulkan Anak Krakatau ausgebrochen und hatte einen Tsunami ausgelöst. Mindestens 437 Menschen kamen damals ums Leben, mehr als 14.000 wurden verletzt.

Indonesien liegt wie auch die Philippinen und Australien am hufeisenförmigen Pazifischen Feuerring, der sich um den Pazifischen Ozean zieht. Dort gibt es unzählige Vulkane und jedes Jahr Tausende, meist kleinere Erdbeben. Ausgelöst werden sie von der Bewegung der Erdplatten, die dort aufeinanderstoßen.

Am 26. Dezember 2004 hatte ein Beben der Stärke 9,1 vor Sumatra einen gewaltigen Tsunami ausgelöst, der rund um den Indischen Ozean etwa 230 000 Menschen tötete.