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Antrag abgelehntVon Müllkrise belastetes Rom suchte Hilfe in Österreich

Dieses Mal kann der niederösterreichische Energieversorger EVN der italienischen Hauptstadt wegen wegen mangelnder Kapazitäten nicht helfen.

Alltagsszene aus Rom
Alltagsszene aus Rom © (c) APA/AFP/TIZIANA FABI
 

In Rom spitzt sich die Müllkrise zu und die Gemeinde sucht Hilfe in Österreich. Der Gemeinderat wendete sich am Donnerstag an den niederösterreichische Energieversorger EVN, in dessen Verbrennungsanlage in Dürnrohr bei Zwentendorf 2017 bereits 70.000 Tonnen römischen Abfall entsorgt worden waren. Doch die EVN kann Rom diesmal wegen mangelnder Kapazitäten nicht helfen.

Die niederösterreichische Verbrennungsanlage ist voll ausgelastet und kann keinen zusätzlichen Hausmüll entsorgen. "Wir sind immer bereit, zu helfen, wenn wir Kapazitäten haben, doch jetzt sind wir voll ausgelastet. Unsere Anlage kann maximal 500.000 Tonnen Hausmüll im Jahr verbrennen", sagte EVN-Sprecher Stefan Zach im Gespräch mit der APA.

Aus Sicht der EVN war der Beschluss der italienischen Metropole, 2017 den Müll in Zwentendorf zu entsorgen, sinnvoll. "Rom hat nach Wegen gesucht, den Müll zu Marktpreisen unterzubringen und das möglichst umweltfreundlich. Solange es in Rom keine Müllverbrennungsanlagen gibt, ist es vom ökologischen Standpunkt gut, den Abfall thermisch zur Energieerzeugung zu verwenden, gerade weil er umweltfreundlich per Bahn transportiert wird", sagte Zach.

Rom überlegt nun, seinen Müll via Schiff nach Schweden zu bringen. "Der Schifftransport verursacht deutlich mehr CO2-Emissionen als die Bahn. Das Vernünftigste wäre, wenn jede Kommune für seine Herausforderungen bei der Abfallverwertung selbst löst. Italien bräuchte mehr große, moderne Müllverbrennungsanlagen", meinte Zach.

Rom hat seit Jahren Probleme mit der Müllentsorgung. Die kommunale Entsorgungsgesellschaft AMA rief zuletzt die Römer auf, weniger Abfall zu produzieren und aktiver zu recyceln. Bisher ließen sich in Rom keine Entsorgungsmöglichkeiten umsetzen. Die laut EU-Gesetzgebung ohnehin verbotene Deponie Malagrotta wurde 2013 geschlossen.

Nach der Schließung von Malagrotta suchte Rom vergeblich nach anderen Entsorgungsmöglichkeiten. Pläne für die Errichtung von Müllverbrennungsanlagen scheiterten an Anrainerprotesten. Dazu kamen Missmanagement und Korruption bei der schwerverschuldeten Müllentsorgungsfirma AMA. Wegen der neuen Müllkrise ist Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi massiv unter Beschuss geraten.

Kommentare (1)

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ichbindermeinung
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keine Schülerstreiks vor Ort in Italien

und dort unten gibt es diesbezüglich keine Klima/CO2/Umweltstreiks der Schüler u. deren masterminds

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