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Alleine gehandeltVerdächtiger hat Mord an Walter Lübcke gestanden

Der Tatverdächtige will die Tat alleine geplant und ausgeführt haben. Die Frage nach dem Motiv blieb zunächst offen.

Trauerfeier für Lübcke © APA/dpa-POOL/Swen Pförtner
 

Der tatverdächtige Stephan E. hat den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke gestanden . Das berichteten mehrere Teilnehmer einer nicht-öffentlichen Sondersitzung des Innenausschusses am Mittwoch unter Berufung auf deutschen Generalbundesanwalt Peter Frank.

Auch nach Angaben von Deutschlands Innenminister Horst Seehofer (CSU) hat der Verdächtige die Tat gestanden. Er habe angegeben, als Einzeltäter gehandelt zu haben, sagte Seehofer am Mittwoch am Rande einer Sondersitzung des Bundestags-Innenausschusses in Berlin. Damit sei die Aufklärung des "politischen Mordes" aber noch nicht abgeschlossen, fügte der Innenminister hinzu.

Alleine gehandelt

Wie Abgeordnete berichteten, sagte Frank, der Tatverdächtige habe angegeben, alleine gehandelt zu haben. Die Frage nach dem Motiv blieb zunächst offen. Der 45-Jährige ist mehrfach vorbestraft und hatte zumindest in der Vergangenheit Kontakte zur rechtsextremen Szene.

Der Chef des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, sagte laut Teilnehmern, er gehe nicht von einer Verschärfung der Sicherheitslage aus. Der Präsident des deutschen Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Thomas Haldenwang, sagte demnach, die Behörden hätten Stephan E. seit 2009 nicht mehr intensiv auf dem Radar gehabt. Das Bundesamt müsse sich in Sachen Bekämpfung des Rechtsextremismus stärker aufstellen.

Schuss in den Kopf

Der CDU-Politiker Lübcke war in der Nacht auf 2. Juni mit einer Schussverletzung im Kopf auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen bei Kassel entdeckt worden. Er starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Lübcke war in der Vergangenheit wegen seiner Haltung zu Flüchtlingen bedroht worden. Er hatte sich 2015 auf einer Informationsveranstaltung gegen Schmährufe gewehrt und gesagt, wer gewisse Werte des Zusammenlebens nicht teile, könne Deutschland verlassen.

Der SPD-Innenpolitiker Burkhard Lischka sagte, der Mordfall zeige, wie weit sich "der braune Terror" ausgebreitet habe. Das Attentat müsse "ein Wendepunkt werden". Der Grünen-Politiker Konstantin von Notz forderte, rechtsterroristische Strukturen müssten stärker durchleuchtet werden. Die Behörden müssten Menschen, die sich bedroht fühlten - etwa weil sie sich als Ehrenamtliche oder Politiker für Flüchtlinge einsetzen - eine Einschätzung über ihre konkrete Gefährdung liefern.

 

Kommentare (2)

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BernddasBrot
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Ein Satz , ein Funke , ein Schuss

so der Leitartikel von CICERO dazu. Allerdings , die 2015 getätigte Aussage gegenüber einer Pediga - DEMO ....wem das nicht passt , hat das Recht und die Möglichkeit das Land zu verlassen....machte ihn zur Zielscheibe von Verschwörungstheorien. An seiner Stelle hätte ich mich anders ausgedrückt, leider......

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Irgendeiner
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Nein,Bernd, auch wenn es dem Humanen und dem Bedauern über den Verlust eines Menschenlebens geschuldet ist,der war ein aufrechter Konservativer, kein inhumaner Opportunist dem im Angesicht Ertrinkender eingefallen wäre, es würde noch häßliche Bilder brauchen,der hatte allen Grund hirn- und herzentkerntes hart zur Ordnung zu rufen,was hetzt braucht keine Streicheleinheiten sondern die harte Hand der Vernunft,hart doppelt unterstrichen.Und Bernd, das ist keine Wirtshausschlägerei wo ein Illuminierter dem anderen Unbotmäßiges über seine Mama mitteilt und der andere dann ausrastet und dem den Schädel

einschlägt, das ist politisch und da ist durchaus Kalkül dahinter,Angst ist ein profundes Mittel Euch zum Schweigen zu bringen und dort geht es hin.Die rechten Todeslisten gabs schon vor dem Mord,mal sehen was noch nachkommt, ein Zeuge hat dort nämlich zumindest zwei Autos gesehen.Ich hatte Herrn Lübcke vor seiner Ermordung nichtmal namentlich gekannt aber hier durchaus oft inhaltsgleiches geäußert,schon weil was Wertekurse über Werte anordnet die es nicht hat weil es die Zivilisation bereits verlassen hat, lange vor den Flüchtlingen in den moralischen Focus zu kommen hätte,weil Regeln nicht zu kennen was ganz anderes ist als sie frech und vorsätzlich zu brechen.Und auch wenn ich weit davon entfernt bin so exponiert zu sein wie Herr Lübcke hatte ich auch hier ein paar durchaus nette Angebote,aber auch die Erkenntnis man könne auch einem der viel liest etwas über den Schädel ziehen,ich hab sehr gelacht,dazu gehören nämlich zwei,sollte kein Schweigen hervorrufen sondern nur den Wunsch da einem die Hammelbeinchen langzuziehen.Und wo Menschen sich einschüchtern lassen bricht die Friedhofsruhe mafiöser Methoden aus,der Mann, Bernd, der post mortem meinen tiefen Respekt hat, hat genau gar nichts falsch gemacht,das Problem Bernd, liegt bei denen die feige schwiegen und bei denen die sich zu einem Mord verstiegen,nicht bei ihm.Nichts im Leben ist ohne Risiko und wir brauchen mehr solche Männer,richtige Männer,viel mehr.

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