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Zahnlose MaßnahmenStaaten Südostasiens sagen Plastikmüll im Meer den Kampf an

Umweltschützern zufolge fehlen jedoch konkrete Ziele und ein Zeitplan. Zudem bezieht die Einigung nicht die massiven Plastikmüll-Importe in die Region mit ein.

© APA/AFP/BORIS HORVAT
 

Die Südostasiatische Staatengemeinschaft (Asean) hat sich auf schärfere Maßnahmen gegen Plastikmüll im Meer verständigt. Die zehn Staaten verabschiedeten bei ihrem Gipfel in Bangkok am Sonntagabend eine entsprechende Erklärung. Umweltschützern zufolge fehlen jedoch konkrete Ziele und ein Zeitplan. Zudem bezieht die Einigung nicht die massiven Plastikmüll-Importe in die Region mit ein.

In der "Bangkoker Erklärung zum Kampf gegen die Meeresverschmutzung" verpflichten sich die Asean-Staaten Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam, die in ihren Ländern produzierten Abfälle im Meer bis zum Jahr 2025 "in bedeutendem Umfang zu reduzieren". Konkrete Schritte oder mögliche Strafen gegen die größten Umweltsünder sind jedoch nicht aufgeführt.

Skeptisch über Wirksamkeit

Vor diesem Hintergrund zeigten sich Umweltschützer skeptisch über die Wirksamkeit der Ankündigung. "Wenn der Gebrauch von Einwegplastik nicht reduziert wird, wird die 'Bangkoker Erklärung' nicht funktionieren", sagte Tara Buakamsri von Greenpeace Thailand.

Nach einem Bericht der Organisation Ocean Conservancy sind fünf asiatische Staaten - China, Indonesien, die Philippinen, Vietnam und Thailand - für mehr als die Hälfte der acht Millionen Tonnen Plastikmüll verantwortlich, die jedes Jahr in den Meeren landen. Plastikmüll stellt für das Ökosystem der Meere eine massive Bedrohung dar.

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