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13 VerletzteExplosion in Lyon: Attentäter weiter auf der Flucht

Franceinfo berichtete unter Berufung auf das französische Innenministerium, dass am Tatort ein Beutel oder Koffer, der einen Sprengsatz mit Schrauben enthalten haben soll, explodiert sei.

Gérard Collomb, Bürgermeister von Lyon und ehemaliger Innenminister Frankreichs
Gérard Collomb, Bürgermeister von Lyon und ehemaliger Innenminister Frankreichs © (c) APA/AFP/JEFF PACHOUD (JEFF PACHOUD)
 

Einen Tag nach dem Bombenanschlag in Lyon ist der mutmaßliche Attentäter weiter auf der Flucht. Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft teilte am Samstag mit, der Verdächtige habe bisher kein Bekenntnis zu der Tat vorgelegt. Am Freitag war es in Lyon zu einer Explosion gekommen, durch die 13 Menschen verletzt wurden. Der Hintergrund sei weiter unklar.

Versuchter Mord mit Terrorhintergrund

Aber allein die Tatsache, dass jemand mitten am Tag in einer belebten Straße eine solche Tat verübe, reiche für Anti-Terror-Ermittlungen aus, sagte Staatsanwalt Rémy Heitz in einem Statement am Samstagmittag. Die Staatsanwaltschaft ermittle wegen versuchten Mordes im Zusammenhang mit einem terroristischen Hintergrund.

Die Polizei sucht nach einem Verdächtigen, der nach Aufzeichnungen von Überwachungskameras im Zentrum der südostfranzösischen Stadt kurz vor der Detonation einen offenbar mit Schrauben gefüllten Koffer oder Beutel deponiert hatte. In Polizeikreisen hieß es, die Person sei mit einem Fahrrad zum Tatort gekommen und habe ihr Gesicht durch eine Kapuze, eine Sonnenbrille und einen Schal verhüllt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach von einem "Angriff".

Den Bürgermeister Lyons und ehemaligen Innenminister Frankreichs, Gérard Collomb, hat die Explosion mit mindestens 13 Verletzten in der Großstadt nach eigenen Worten überrascht. In einer ruhigen Stadt wie Lyon habe man nicht mit einem solchen Vorfall gerechnet, sagte Collomb dem Fernsehsender BFMTV Samstag früh, nachdem er von einer Reise aus Japan zurückgekehrt war.

Anti-Terror-Spezialisten ermitteln

Das Geschehene sei sehr schmerzhaft für ihn, so Collomb. Er befürworte die von Innenminister Christophe Castaner angeordneten verstärkten Sicherheitsmaßnahmen für öffentliche Veranstaltungen. Die Explosion hatte sich am frühen Freitagabend gegen 17.30 Uhr im belebten Zentrum der Metropole im Südosten Frankreichs ereignet. Die Pariser Staatsanwaltschaft bestätigte, Anti-Terror-Spezialisten hätten die Ermittlungen übernommen.

Der Sender Franceinfo berichtete unter Berufung auf das französische Innenministerium, dass am Tatort ein Beutel oder Koffer, der einen Sprengsatz mit Schrauben enthalten haben soll, explodiert sei. Die Polizei fahndet nach einem Tatverdächtigen. Das Motiv des Mannes blieb zunächst unklar. Eine Sprecherin der Polizei bestätigte am Samstagvormittag, dass die Sicherheitssperre rund um den Tatort aufgehoben worden sei.

 

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