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Pressestimmen zum Brand"Notre-Dame wird wieder auferstehen, Paris wird dies überleben"

Zeitungen kommentieren weltweit den Brand in der Pariser Kathedrale Notre Dame.

Dunkle Wolken über Paris
Dunkle Wolken über Paris © (c) APA/AFP/STEPHANIE ROGER (STEPHANIE ROGER)
 

"Le Figaro" (Paris)

"Dieses Meisterwerk im Herzen von Paris hat Kriege und Plünderungen erlebt. Aber niemals hat die Kathedrale eine Widrigkeit solchen Ausmaßes erlitten, niemals ist sie durch ein so spektakuläres Feuer zerstört worden. Die Ergriffenheit ist gewaltig."

"New York Times"

"In seiner Rede an die Nation beschrieb Mister Macron das, was Pariser jetzt fühlen, als "tremblement interieur" - ein inneres Beben. Das ist eine akkurate Beschreibung unseres Gefühls für Leere und Verlust. Zudem gibt es angesichts des beträchtlichen Schadens eine geteilte Trauer und Enttäuschung, dass wir als eine Zivilisation daran gescheitert sind, die Aufpasser für etwas Unbezahlbares zu sein. In hundert Jahren werden die Menschen noch immer vom Feuer 2019 sprechen."

"Guardian" (London)

"Notre-Dame wird wieder auferstehen. Paris wird dies überleben, wie es schon so vieles andere überlebt hat. Und Frankreich wird zusammenrücken. Doch die traumatischen Folgen dessen, was der französischen Lebensweise in der Osterwoche 2019 in Paris angetan wurde, können nicht einfach so abgetan werden. Dem Selbstvertrauen einer Stadt, einer Nation, einer Kultur, eines ganzen Kontinents wurde ein Schlag versetzt."

"Corriere de la Sera" (Mailand)

"Notre-Dame ist nicht nur ein Symbol der Christenheit und der französischen Geschichte. Sie ist kein isoliertes Gebäude, keine einfache Touristenattraktion (...). Die Kathedrale ist Teil der Stadt."

"Il Giornale" (Mailand)

"In Paris spielt sich die Apokalypse unserer Kultur ab. Die Bilder dieser Kathedrale im Feuer erzählen von dem wahrscheinlich endgültigen Untergang eines Orts der Religion und der Kunst, der inzwischen zu einem Massen-Vergnügungspark voller Gadgets und Touristen geworden ist. Symbolisch erzählt dieser Brand von der enormen Distanz zwischen der zeitgenössischen Politik und einer Vergangenheit aus Meisterwerken der Malerei und der Baukunst."

"Dagens Nyheter" (Stockholm)

"'Ein Teil von uns' habe an diesem Abend gebrannt, schrieb Präsident Macron über die Tragödie, und vielleicht meinte er damit zuallererst die Franzosen. Aber es waren noch viele mehr, die das Feuer ins Mark traf: Christen, Katholiken, Europäer, Mitmenschen. Nun werden sich gute Kräfte aus aller Welt versammeln, um beim Wiederaufbau zu helfen."

"La Vanguardia" (Barcelona)

"Es ist zwar nie ausgeschlossen, dass ein Unfall zu einer Katastrophe wie der gestrigen führt. Es gibt einige Präzedenzfälle, die frisch in Erinnerung sind...Aber es liegt auf der Hand, dass die zuständigen Behörden jetzt nicht nur die Zerstörung von Notre-Dame bedauern werden, sondern auch, dass sie nicht mehr getan haben, um die Katastrophe zu verhindern."

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