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Österreich betroffenBahn stellte wegen Warnstreiks den Fernverkehr ein

Die EVG hatte angekündigt, mit einem bundesweiten Streik S-Bahnen wie auch Regional- und Fernzüge lahmlegen zu wollen. Der Streik hat auch Folgen auf den österreichischen Bahnverkehr.

© APA/dpa/Julian Stratenschulte
 

Die Deutsche Bahn hat wegen der Warnstreiks bundesweit den Fernverkehr eingestellt. Betroffen seien alle ICE-und IC-Züge, sagte eine Bahnsprecherin am Montagmorgen. Der Konzern erklärte, der Regionalverkehr sei "bundesweit massiv eingeschränkt". Der Sprecher der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Uwe Reitz, kündigte weitere "Warnstreiks in den nächsten Tagen" für den Fall an, dass die Bahn kein verbessertes Angebot vorlege.

Auswirkungen den ganzen Tag

Die Warnstreiks der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) begannen Montagfrüh und sollen bis 9 Uhr gehen. Besonders betroffen war davon zunächst Bayern: In dem Bundesland wurde der Zugverkehr nahezu vollständig eingestellt. Auf der Stammstrecke der Münchner S-Bahn fuhren aber noch einige wenige Züge, wie ein DB-Sprecher sagte.

Durch den bundesweiten Bahnstreik in Deutschland zwischen 5 und 9 Uhr kommt es nach Auskunft der ÖBB auch zu Beeinträchtigungen im Fernverkehr zwischen Deutschland und Österreich. Der Fernverkehr zwischen Salzburg und München musste eingestellt werden, hieß es heute (Montag) Früh auf Anfrage der APA. Die Railjets von und nach Tirol, die normalerweise über die DB-Korridorstrecke fahren, mussten inneralpin über Zell am See umgeleitet werden und haben derzeit eine um rund 90 Minuten verlängerte Fahrzeit.

Der Nahverkehr zwischen Freilassing und Salzburg konnte laut ÖBB trotz der Einschränkungen durch den Streik in Deutschland durchgeführt werden - es ist dabei aber zu leichten Verzögerungen im Frühverkehr gekommen. Bis der Bahnverkehr wieder planmäßig läuft, kann es im Laufe des Vormittag auch in Salzburg noch zu Verzögerungen kommen. Die Zugbindung bei Sparschiene-Tickets für heute von und nach Deutschland wurde aufgehoben.

Weitere regionale Schwerpunkte des Streiks waren laut Bahn der Großraum Mannheim und die Strecke Karlsruhe-Pforzheim in Baden-Württemberg, der Großraum Essen/Dortmund in Nordrhein-Westfalen, die Strecke Schwerin-Rostock in Mecklenburg-Vorpommern sowie in Norddeutschland die Strecke Hamburg-Harburg-Cuxhaven. Die Frankfurter S-Bahn stellte ihren Betrieb ein. Bei der Berliner S-Bahn wurde ein "flächendeckender Ausfall" erwartet, wie die Bahn mitteilte.

Die Bahn warnte, es würden "bundesweite Einschränkungen im Fernverkehr über den gesamten Tag erwartet". Reisenden wurde empfohlen, nach Möglichkeit auf den Dienstag auszuweichen. Fernverkehrstickets mit Gültigkeit Montag können bis einschließlich kommenden Sonntag genutzt werden.

Die EVG hatte am Samstag die Tarifverhandlungen in Hannover abgebrochen und will diese erst nach einem verbesserten Angebot der Deutschen Bahn wieder aufnehmen. Die Gewerkschaft fordert 7,5 Prozent mehr Geld. Die Deutsche Bahn hat nach eigenen Angaben ein "Sieben-Prozent-Paket" vorgelegt. Die Bahn verhandelte in Hannover parallel mit der EVG und der Lokführergewerkschaft GDL.

Warum wird gestreikt?

Die Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn sind am Samstag ergebnislos abgebrochen worden. Die Lokführergewerkschaft GDL und die EVG fordern 7,5 Prozent mehr Geld

EVG-Sprecher Reitz schob im ARD-"Morgenmagazin" der Bahn die Schuld zu: "Der Bahnvorstand hat sich für den Abbruch entschieden und das sind die Konsequenzen", sagte Reitz. "Wir hatten schon eine große Differenz zwischen Laufzeit und den Prozenten. Das war ja auch der Grund, warum unsere Kollegen aus der Tarifkommission das vorliegende Angebot einstimmig abgelehnt haben."

Zunächst sei von einer "Erhöhung in der ersten Stufe um 2 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten" die Rede gewesen. Ein zweites Angebot habe 2,5 Prozent beinhaltet, jedoch bei einer Laufzeit von 29 Monaten. "Das heißt: für ein halbes Prozent mehr fünf Monate längere Laufzeit. Das zweite Angebot war eigentlich schlechter als das erste. Auf der Basis kann man nicht verhandeln", sagte Reitz. Wenn die Bahn nun kein "substanziell verbessertes Angebot" vorlege "dann muss man mit weiteren Warnstreiks in den nächsten Tagen rechnen".

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