Ein starkes Erdbeben hat am Freitag den Süden Alaskas erschüttert und in der Großstadt Anchorage Gebäude erzittern lassen. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke mit 6,6 an, der US-Wetterdienst sprach von 7,0.

Das Zentrum des Bebens wurde laut USGS rund zwölf Kilometer nördlich von Anchorage registriert. Es ereignete sich demnach in 43 Kilometern Tiefe. Die Behörden gaben vorsorglich eine Tsunamiwarnung für einige Teile der Südküste heraus. Sie wurde mittlerweile laut Polizei widerrufen.

Das starke Erdbeben im Süden von Alaska hat viele Gebäude in der Stadt Anchorage beschädigt. Es gebe "erhebliche Infrastrukturschäden", teilte die Polizei am Freitag mit. "Viele Häuser und Gebäude sind beschädigt. Viele Straßen und Brücken sind geschlossen", hieß es in der Mitteilung weiter.

Zahlreiche Schulen wurden evakuiert. Da es auch zu Rohrbrüchen kam, wurde vom Genuss des Wassers ohne vorhergehendes Abkochen gewarnt.

Laut einem Bericht der Zeitung "Anchorage Daily News" erschütterte das Beben Gebäude in der Stadt heftig. Auf Fernsehaufnahmen waren geborstene Fensterscheiben zu sehen. Es gab Berichte über Stromausfälle. Über Opfer war zunächst nichts bekannt.