BostonSerie von Gasexplosionen und Bränden

Offenbar ist ein Bruch einer Erdgas-Leitung in Boston der Grund für die Explosionen.

Die Explosion zerstörte viele Häuser © AP
 

Eine verheerende Serie von Gasexplosionen und Bränden hat sich in mehreren Orten nahe der US-Ostküstenstadt Boston ereignet. Bei dem von den Gasleitungen ausgehenden Unglück wurde am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) ein Mensch getötet, 25 weitere wurden verletzt, wie die Behörden des Bundesstaats Massachusetts mitteilten.

Dutzende Häuser wurden zerstört. Die Rettungskräfte brachten tausende Menschen in Sicherheit. Mindestens drei Explosionen und mehr als 60 Brände ereigneten sich den Angaben zufolge in kurzer Folge in den Gemeinden Lawrence, Andover und North Andover. Rund 8.600 Haushalte seien direkt betroffen, teilte der örtliche Gasversorger Columbia Gas mit.

 

Zu dem Todesfall kam es, als ein Schornstein auf ein Auto stürzte und einen darin sitzenden Jugendlichen traf, wie Gouverneur Charlie Baker sagte. Das Krankenhaus in Lawrence teilte mit, die nach dem Unglück behandelten Fälle reichten von direkten Explosionsverletzungen bis hin zu Rauchgasvergiftungen.

Überdruck in der Gasleitung

Der Auslöser des Unglücks war zunächst unklar. Es sei "viel zu früh, um über den Grund zu spekulieren", erklärte die Polizei. Ein Anschlag galt aber nicht als mögliche Ursache. Der Bürgermeister von North Andover, Andrew Maylor, sagte, Überdruck in den Leitungen habe die Detonationen ausgelöst.

 

Boston: Feuerinferno durch defekte Gasleitung

Rettungskräfte seien zu 70 Häusern in drei Kleinstädten im US-Staat Massachusetts gerufen worden, in denen es Brände, Explosionen oder zumindest Gasgeruch gegeben habe, teilte die Polizei des US-Staates am Donnerstag (Ortszeit) auf Twitter mit. Es sei davon auszugehen, dass die Zahl der betroffenen Haushalte in Lawrence, Andover und North Andover noch steigen werde.

 

(c) AP

Ein Mann wurde getötet, mindestens zehn Menschen wurden verletzt, wie der Sender CNN in der Nacht zum Freitag unter Verweis auf Behördenangaben berichtete.

Das 18-jährige Todesopfer sei in einem Auto gesessen, als ein Kamin auf den Wagen stürzte. Im Krankenhaus sei er wenig später seinen Verletzungen erlegen.

 

(c) AP (Jessica Rinaldi)

Zehntausende Menschen wurden aus ihren Wohnungen beordert.

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Columbia Gas äußerte sich hingegen zunächst nicht zur möglichen Ursache. Das Unternehmen hatte erst am Donnerstag mitgeteilt, die Gasleitungen in verschiedenen Gegenden von Massachusetts nachrüsten zu wollen, um die Sicherheit zu erhöhen.

Zu den Sicherungsmaßnahmen nach dem Unglück gehörte es, dass die Behörden den Druck von den Gasleitungen nahmen. Zudem wurde auf tausenden Metern nach Angaben der Polizei der Strom abgeschaltet. Die aus ihren Wohnungen fortgebrachten Menschen wurden in Schulgebäuden untergebracht. Die Schulen, Gerichte und andere öffentliche Einrichtungen in den drei Orten blieben am Freitag geschlossen.

Kommentare (1)

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Legu
1
5
Lesenswert?

Das kommt...

nach meiner Meinung davon, daß alles privatisiert wird, was eigentlich ! in die Verantwortung eines Staates fällt !
In England z.B. Eisenbahnnetz ( viele desolate Strecken und Unfälle) Gesundheitswesen, Wohnwesen, Autobahnen( BRD, IT u.a. ) in vielen Ländern- alles rinnt den Bach runter...
Aber die Politik( auch EU und andere EU Instituionen) , und das überall beinahe, braucht ja unser Steuergeld für Selbstbeweihräucherungsprojekte, ihre Gehälter und Parteienförderung, Wahlkämpfe, Waffen usw. usf.
Was weltweit herauskommt wird immer sichtbare, die Gier der Welt-Konzerne, der Anleger ect. Frsst das Geld und erstickt dran, aber ich möchte nicht mit in eure Gierhölle !

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