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KöthenHunderte Teilnehmer bei AfD-"Gedenkveranstaltung"

Nach dem Tod eines 22-Jährigen in Köthen in Sachsen-Anhalt sind am Montagabend Hunderte Menschen einem Aufruf der AfD zu einer "Gedenkveranstaltung" gefolgt.

Hier spielte sich der Streit ab, der für einen 22-Jährigen tödlich endete © (c) AP (Jens Meyer)
 

Bis zu 550 Menschen zogen nach Angaben der Polizei vom Marktplatz zu dem Ort, an dem der Mann am Sonntag nach einem Streit mit anderen Männern gestorben war. Laut Polizei-Angaben verlief die Veranstaltung "weitgehend störungsfrei".

Es habe vereinzelte Personenfeststellungen gegeben, fügte eine Sprecherin der Polizei in Dessau-Roßlau hinzu. Auch seien mehrere Hinweise auf mögliche Straftaten eingegangen. Diese würden nun ausgewertet. Auch würden die Redebeiträge auf der Veranstaltung geprüft. Die AfD hatte ein "friedliches Trauern" und eine "Gedenkminute" auf dem Marktplatz angekündigt. "Auf politische Reden wird heute verzichtet", hatte die Partei erklärt.

Großaufgebot an Polizisten

Ein Großaufgebot der Polizei war im Einsatz. Laut der Sprecherin lag die Zahl der Beamten "im oberen dreistelligen Bereich". Polizisten aus Niedersachsen, Berlin, Thüringen, Hessen und Schleswig-Holstein waren demnach zur Unterstützung der sachsen-anhaltinischen Polizei nach Köthen gekommen. Am frühen Montagabend beteiligten sich der Polizeisprecherin zufolge zudem bis zu 200 Menschen an der wöchentlichen Montagsdemo in Köthen.

Die Polizei ermittelt den Angaben zufolge zudem wegen fünf brennender Autos. Die Fahrzeuge waren am Montagnachmittag auf einem Parkplatz in Köthen in Brand geraten. Die Ursache ist laut Polizei noch unklar.

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