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UngarnMenschenrechtspreis an ungarische Bürgerrechtsorganisation verliehen

Die deutsche Organisation "Pro Asyl" würdigte Einsatz des "Helsinki Komitees" für Flüchtlinge.

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Für Victor Orban ein Dorn im Auge: das HHC © (c) APA/AFP/MARCO BERTORELLO (MARCO BERTORELLO)
 

Für seinen Einsatz für Flüchtlingsrechte und rechtsstaatliche Strukturen in Ungarn ist das Ungarische Helsinki Komitee (HHC) mit dem diesjährigen Menschenrechtspreis der deutschen Organisation "Pro Asyl" geehrt worden. Trotz zunehmender Bedrohung und Kriminalisierungsversuchen zeige das Komitee der rechtsnationalen Regierung von Viktor Orban "weiterhin die Stirn", teilte Pro Asyl am Samstag mit.

Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. So habe das HHC zuletzt mit Eilanträgen an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte die Essensversorgung für Schutzsuchende in Transitzentren erstritten. Ungarische Behörden hätten Asylsuchenden in den Transitzentren an der Grenze zu Serbien zuvor das Essen verweigert. Im vergangenen Jahr sei die Arbeit des Komitees durch die ungarischen Behörden massiv erschwert worden - trotzdem unterstütze das HHC Asylsuchende und Flüchtlinge weiter konsequent in ihren fundamentalen Rechten, erklärte Pro Asyl.

Der Preis wird seit 2006 jährlich in der deutschen Stadt Frankfurt am Main verliehen. Geehrt werden Menschen, die sich nach Angaben der Menschenrechtsorganisation "in herausragender Weise für die Achtung der Menschenrechte und den Schutz von Flüchtlingen einsetzen".

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