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BrüsselZehn Familien verklagten EU wegen "schwacher" Klimaziele

Die Kläger sehen ihre Grundrechte verletzt.

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© (c) APA/AFP/FRANCOIS GUILLOT
 

Gemeinsam mit neun anderen Familien aus der EU und anderen Ländern haben mehrere Ostfriesen die Europäische Union wegen einer zu "schwachen" Klimapolitik verklagt. "Die EU-Klimaziele für 2030 liefern nicht den notwendigen Beitrag zur Abwendung gefährlicher Klimawandelfolgen", betonte die Umweltorganisation Germanwatch, die die Klage unterstützt, am Donnerstag.

Die Klägerfamilien sähen ihre Grundrechte verletzt und zögen daher vor das Gericht der Europäischen Union. Aus Deutschland verklagt die dreiköpfige Familie Recktenwald von der Insel Langeoog die EU-Institutionen wegen ihrer Klimapolitik. "Was bei uns auf der Insel und in Norddeutschland passiert, ist ein globales Problem", erläuterte Maike Recktenwald.

Wird der Fall angenommen?

Das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad - möglichst auf 1,5 Grad - im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu beschränken. Die EU hatte sich zuvor bereits verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Jahr 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren.

Nach Angaben der Anwälte ist die Klage der Familien der erste derartige Fall. Bisher waren höchstens einzelne Regierungen verklagt worden, um sie zu schärferen Klimavorgaben zu drängen. Erst in mehreren Monaten dürfte das Gericht mitteilen, ob es den Fall annimmt.

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