Die seit Tagen anhaltenden Brände haben in der süditalienischen Region Kalabrien zwei Todesopfer gefordert. Ein 69-jähriger Mann starb in der Provinz Cosenza beim Versuch, die Flammen zu löschen. Der von Rauchgasen betäubt gewesene Mann sei verbrannt, berichteten italienische Medien.

Ein 68-jähriger Pensionist wurde in seinem Olivenhain in Cessaniti in Kalabrien, der von einem Feuer bedroht war, von Angehörigen tot aufgefunden. Der Mann soll ebenfalls versucht haben, die Flammen zu löschen. Wegen des Rauchs soll er ohnmächtig geworden und gestürzt sein.

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400 Brände wüten in Süditalien. Zwischen Mitte Juni und dem 12. Juli seien 26.000 Hektar Wald zerstört worden - so viel wie im gesamten Jahr 2016 von Bränden. 13.000 Hektar gingen auf Sizilien verloren, berichtete der Umweltschutzverband Legambiente.

In der Kalabrien-Provinz Catanzaro wurde ein Mann wegen Brandstiftung festgenommen. Er soll in einem Wald Feuer gelegt haben. In der Provinz Cosenza mussten 300 Personen ihre Häuser verlassen, weil sie von Flammen bedroht wurden. In Kalabrien wüteten am Donnerstag 62 Brände.