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Kurz über Mitterlehner: "Das stört den A... sicher am meisten"

Neu in den Akten aufgetauchte Chatprotokolle zwischen Thomas Schmid und dem heutigen Kanzler Kurz unterstreichen, wie die beiden sich gegen den damaligen VP-Chef und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner verschworen hatten.

Reinhold Mitterlehner, Elisabeth Köstinger und Sebastian Kurz, anl. seiner Wahl von Kurz zum Bundesparteiobmann der ÖVP im Rahmen eines Bundesparteitages der ÖVP, am Samstag, 01. Juli 2017
© APA/HANS PUNZ
Reinhold Mitterlehner, Elisabeth Köstinger und Sebastian Kurz, anl. seiner Wahl von Kurz zum Bundesparteiobmann der ÖVP im Rahmen eines Bundesparteitages der ÖVP, am Samstag, 01. Juli 2017
Georg Renner

Weitere am Donnerstagabend zum Casinos-Akt genommene Protokolle, die der Kleinen Zeitung vorliegen, belegen, wie zerrüttet das Verhältnis zwischen dem heutigen Bundeskanzler und damaligen Außenminister Sebastian Kurz und dem damaligen Vizekanzler und Parteichef Reinhold Mitterlehner 2016 war - und zwar bis zur Sabotage von gemeinsamen Regierungsprojekten.

In einem Austausch zwischen dem damaligen Generalsekretär im Finanzministerium, Thomas Schmid, und Kurz vom Juni 2016 ging es beispielsweise um eine Bankenabgabe und einen Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung für Kleinkinder. Sie vereinbaren, dieses Projekt zu torpedieren:

Anmerkung: HBK = Christian Kern, SPÖ; HVK = Reinhold Mitterlehner, ÖVP

"Dead like a dodo"

Einige Wochen später bezeichnet Schmid, der mit Kurz mehrere Bergtouren unternommen hatte, Mitterlehner einer Mitarbeiterin gegenüber als "dead like a dodo" - mehr als ein halbes Jahr, bevor dieser frustriert über diverse Sabotageakte aus den eigenen Reihen sein Amt hinschmeißen sollte.

Jahre später wird Mitterlehner noch einmal Thema zwischen Kurz und Schmid. Nachdem der ehemalige VP-Chef sein Buch "Haltung" präsentiert hatte, das Kurz nicht besonders schmeichelt, tauschen sich die beiden darüber aus: