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Lienz

Privates Kosakenmuseum erinnert an die "Tragödie an der Drau"

Heuer jährt sich die „Kosakentragödie an der Drau“ zum 70. Mal. Um den Verstorbenen zu gedenken, wurde ein Privatmuseum in Lienz eröffnet.

Die ehrenamtliche Mitarbeiterin Erika Pätzold und Erzdiakon Georg Kobro initiierten das Privatmuseum © Hartweger
 

Im Mai 1945 flüchteten Tausende Kosaken über den Plöckenpass nach Kötschach-Mauthen. Von dort kamen sie nach Lienz und Oberdrauburg. Ihr Hauptquartier schlugen sie in der Lienzer Peggetz auf. Die geforderte Auslieferung der Kosaken an Russland im Juni 1945 führte zur „Tragödie an der Drau“. Um nicht in die Hände der Roten Armee zu gelangen, sprangen Tausende Kosaken in die Drau und kamen dabei ums Leben.
Damit dieses Drama nicht in Vergessenheit gerät, wurde vom russisch-orthodoxen Erzdiakon Georg Kobro und der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Erika Pätzold ein privates Kleinmuseum in Lienz gegründet. Mit viel Herzblut haben die beiden Erinnerungsstücke zusammengetragen. „Zu sehen sind Bilder, Ikonen, Waffen, Spezialliteratur, eine Kosakenkappe, die in der Peggetz gefunden wurde und ein Pferdesattel“, sagt Pätzold.

Zahlreiche Gedenkorte

Lienz ist für die Kosakengemeinde eine Art Mekka. „Mit dem Kosakenfriedhof und der dort geplanten Kapelle, der Antoniuskirche und dem Kosakenverein gibt es zahlreiche Möglichkeiten und Orte, an denen man den Verstorbenen gedenken kann“, sagt Erzdiakon Georg Kobro. Einmal im Monat wird in Lienz eine Liturgie in deutscher und russischer Sprache abgehalten. „Besonders aus Kärnten und Nordtirol reisen viele Interessierte nach Lienz, denn dieses Angebot gibt es ansonsten weit und breit nirgends“, sagt Kobro der auch als Osteuropahistoriker arbeitet.

Georg Kobor mit einer Kosakenkappe Foto © Hartweger

 

Karina Hartweger

Kommentare (1)

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Waren damals nicht die Engländer die Besatzer in Kärnten ? Niemand, aber schon gar niemand hätte sie zwingen können, der Auslieferung der Kosaken an die Russen zuzustimmen. Ist heute ja nur mehr Geschichte und da redet man nicht mehr über diese Gräueltaten, gell, liebe Engländer !

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