Mit der kalten Jahreszeit ziehen auch die Krampusse und Perchten wieder ins Land. Auch in Villach wurde es gruselig. Heute präsentierten sie ihre zotteligen Felle, gebogenen Hörner und furchteinflößenden Masken zu dumpfen Glockenklängen. Unter dem Motto „Brauchtum verbindet“ reisten rund 900 Krampusse von 45 Gruppen aus Bayern, Südtirol, Salzburg, Steiermark und Kärnten an.
15 Gruppen sind aus Villach. Erstmals nahmen heuer drei Kindergruppen am Lauf teil. Der jüngste Krampus war laut Organisator Reinhard Wastl erst fünf Jahre alt. Die Route führte vom Parkhotel über die 10.-Oktober-Straße zum Villacher Hauptplatz und schließlich in die Gerbergasse, wo die Demaskierung traditionell kinderfreundlich vollzogen wurde.
30. Villacher Krampuslauf
Im Jahr 1990 gründete Gerold Rosenstein (84) den Villacher Krampuslauf und organisierte ihn 20 Jahre lang in der Draustadt. Er gilt als Gründer und sozusagen Vater des Krampuslaufs. Im Jahr 2011 übergab der 84-Jährige sein Amt an Reinhard Wastl, der seitdem gemeinsam mit dem Stadtmarketing den Lauf organisiert. Nach den Ausfällen aufgrund von Kostenproblemen im Jahr 2010 sowie aufgrund der Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 fand heute, am Freitag, der 30. Krampuslauf statt. Ein besonderer Höhepunkt war die Ehrung von Gerold Rosenstein, in Anwesenheit der Obmänner der Gruppen, die von Anfang an dabei waren. Danach eröffneten Rosenstein und Wastl den Lauf.