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Im TestDer Mitsubishi Pajero verabschiedet sich in den Neustart

Die schlechte Nachricht ist bekannt: Mitsubishi verabschiedet den Pajero. Die gute: Man denkt über ein neues Pajero-Konzept nach.

Die Legende Pajero tritt ab – aber es gibt neue Ideen © OLIVER WOLF
 

Der König ist tot, es lebe der König! Schon im April gab Mitsubishi bekannt, dass man den legendären Pajero auslaufen lassen wolle. Jetzt sickerte durch, dass sich Mitsubishi den Namen auch nach dem Ableben des Pajero schützen ließ - man wisse um die Strahlkraft des Namens und man werde in den nächsten Jahren mit einem neuen Pajero wieder auftreten. Mit einem neuen Konzept.

Man muss kein Prophet sein, um zu ahnen, dass es sich dabei um ein SUV handeln könnte, immerhin galt die japanische Geländewagen-Ikone einst als Wegbereiter des SUV-Booms. Treppenwitz dieser Geschichte: Gerade aufgrund der erdrückenden SUV-Welle kam das Pajero-Konzept eines luxuriösen Geländekonzepts ins Wanken. Aber 1982, zum Start, da war die Welt noch in Ordnung: Einzelradaufhängung vorne, komfortables Fahrwerk, innenbelüftete Scheibenbremsen, exzellente Kletterqualitäten und Luxus im Innenraum - so ein Paket gab es nicht. Auch deshalb funktionierte die Idee auf Anhieb.

Pajero Final Edition

Preis. Ab 40.990 Euro.
Antrieb. 3,2 Liter Common Rail Diesel, 190 PS in Kombination mit der 5-Stufen-Automatik INVECS-II plus dem Super-Select-4WD-Antriebssystem.

Die nächste Generation (ab 1990) kraxelte weiter nach oben, auf den Gipfel des Erfolgs, inklusive Allradantrieb in mehreren Modi (Heck, Allrad, Allrad/gesperrtes Mitteldifferential, Geländeuntersetzung, sperrbares Hinterachsendifferenzial) und Schrauben statt Blattfedern an der Hinterachse. Statt Bildschirm (gab's damals nicht) eine aufs Amaturenbrett angeflanschte rechteckige Info-Einheit. Darunter eine Kugel in der Mitte, die den Neigungswinkel feststellen konnte. Wie bei einem Flugzeug schaute das aus. Dazu gab's Kompass und Co. Für damalige Verhältnisse war das schon ein großes Abenteuer.
Parallel zur Privatshow lieferte man Erfolge in Serie (12 Mal insgesamt!) bei der Rallye Paris-Dakar, mit hochgezüchteten Versionen. Jutta Kleinschmidt gewann bisher als einzige Frau diese Rallye im Pajero.

In den früheren 2000er-Jahren begann langsam der Abstieg. Manche Pajero-Modelle funktionierten im Verkauf nicht wie gewünscht, auch wenn man technisch weiter aufrüstete. Mitsubishi selbst rutschte in die Krise, ehe man bei Nissan/Renault andockte. Die Investitionen für Neuentwicklungen waren zu lange aufgeschoben worden, mit dem Outlander hatte man sich selbst einen Konkurrenten ins Haus gesetzt. Trost am Rande: Technische Details leben in anderen Mitsubishis doch noch weiter.

Das international auf 1000 Stück limitierte Final-Edition-Sondermodell Pajero, das jetzt auf den Markt kam, lässt noch einmal technisch die Muskeln spielen - als Abgesang auf eine große Zeit, in der 1200 Pajeros alleine in Österreich pro Jahr abgesetzt wurden. Insgesamt wurde der Pajero weltweit bis heute über drei Millionen Mal verkauft. 

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