DAUERTESTUnser Seat Ateca ist quietschvergnügt

Ein ziemlich fröhlicher Winter mit einem Seat Ateca. Und jetzt verstehen wir auch, warum Kunden bereit waren, monatelang auf ihren Wagen zu warten.

Trittfest. Unser Seat Ateca glänzt gerade im Schnee © OLIVER WOLF
 

Mit dem Ateca machte Seat eine Erfahrung, die den Spaniern bislang fremd war: richtig lange Lieferzeiten. Nichts Schlimmeres soll einem Hersteller passieren als jene Begehrlichkeit, die das erste SUV der Volkswagen-Tochter auslöste. Und das Beste dabei: Die Kunden waren bereit, auf ihren Ateca zu warten - und das anfangs sogar bis zu ein halbes Jahr.

Nach sechs Monaten mit dem gefragten Stück im Dauertest verstehen wir auch, was die Leute bewog, solche Wartezeiten in Kauf zu nehmen. Um es auf den Punkt zu bringen: Der Seat Ateca ist wirklich ein Hit. Wir folgen damit der Meinung, die Walter Röhrl an dieser Stelle schon im Sommer vergangenen Jahres kundgetan hat. Seinen Befund können wir nach 20.000 Kilometern vollinhaltlich unterschreiben: Der Hochsitz-Seat ist einfach ein ganz famoses Angebot im unverändert boomenden Segment. Das gilt auch für unseren Ateca FR 2.0 TSI DSG 4Drive, der aktuell die Spitze der Modellreihe abbildet, zumindest bis zum Eintreffen des Cupra im Herbst.

Modellvorstellung: Seat Ateca

Seat Ateca

Schon als die ersten Fotos des SUV von Seat aufgetaucht sind, war der Rummel um den Ateca riesig. Jetzt verraten die Spanier den Preis des jüngsten Familienmitglieds: Der Ateca ist ab 19.990 Euro in Kürze bestellbar, darüber hinaus bietet der Ateca zur Markteinführung im Juli als erster Seat serienmäßig eine fünfjährige Werksgarantie (max. 100.000 Kilometer).

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Seat Ateca

Die Motorenpalette reicht von 115 bis 190 PS. Das Angebot an Dieselmotoren beginnt mit dem 1.6 TDI und 115 PS, der 2.0 TDI ist in den Leistungsstufen 150 und 190 PS verfügbar. Die Verbrauchswerte reichen hier von 4,3 bis 5 Liter auf 100 Kilometer, die CO2-Werte von 112 bis 131 Gramm pro Kilometer.

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Seat Ateca

Basis bei den Benzinmotoren ist der 1.0 TSI mit 115 PS. Der 1.4 TSI hat eine Zylinderabschaltung bei Teillast und liefert 150 PS. Hier liegen die Werte zwischen 5,2 und 6,2 Liter und zwischen 121 bis 141 Gramm CO2.

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Seat Ateca

TDI und TSI mit 150 PS sind mit DSG oder mit Allradantrieb lieferbar, der TDI mit 190 PS ist standardmäßig mit DSG und 4Drive ausgestattet.

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Seat Ateca

Angeboten wird der Ateca zunächst in drei Ausstattungslinien: Reference, Style und Xcellence. Die Basisausführung Reference bietet Features wie Klimaanlage, das Media-System Touch mit 12,7-cm-Bildschirm oder die elektronische Parkbremse und Sicherheitssysteme wie sieben Airbags, Müdigkeitserkennung, Reifendruckanzeige sowie Front Assist.

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Seat Ateca

Optional bietet das Österreichpaket für Reference um 1390 Euro (ca. 60 Prozent Preisvorteil gegenüber Einzelbestellung) u. a. die Zwei-Zonen-Klimaanlage „Climatronic“, Einparkhilfe hinten, Tempomat, Nebelscheinwerfer, schwarze Radhausverkleidungen, 16- Zoll-Aluräder und abgedunkelte Scheiben ab der B-Säule.

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Darüber hinaus bietet die Ausstattungsvariante Style zusätzlich u. a. besagte Zwei-Zonen-Klimaanlage „Climatronic“, das Media-System Touch inkl. 12,7-cm-Touchscreen, Tempomat, 17-Zoll-Aluräder und elektrisch anklappbare Außenspiegel serienmäßig. Das Österreich-Paket für den Style bietet für 1390 Voll-LED-Scheinwerfer, adaptive Geschwindigkeitsregelung (ACC), Parklenkassistent inkl. Parkhilfe vorne und hinten, das Media-System Plus inkl. 20,3-cm-Touchscreen und Seat Full Link.

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Seat Ateca

Das neue Highlight ist die Top-Version Xcellence: Hier bekommt der Ateca einen besonders hochwertigen und komfortablen Look mit Alcantara-Polsterung (optional Leder), mit aufwändigen Deko-Elementen und Multicolour-Ambiente-Beleuchtung. Außen glänzt der Ateca mit Dachreling und Scheibenrahmen in Silber, dunkel getönten Scheiben und 18 Zoll großen Leichtmetallrädern.

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Zum serienmäßigen Technologiepaket gehören zusätzlich die Voll-LED-Scheinwerfer mit Welcome Light, das Seat Drive Profile, Rückfahrkamera, Regen- und Lichtsensor und das schlüssellose Schließ- und Startsystem „Kessy“.

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Gegen 1390 Euro Aufpreis bietet das Österreich-Paket bei der Topausstattung adaptive Geschwindigkeitsregelung (ACC), Navigationssystem, Seat Full Link, Parklenkassistent inkl. Parkhilfe vorne und hinten sowie ein Winterpaket.

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Die sportliche Topversion legt zur gepriesenen Optik, Frische und Funktionalität des Wagens noch einiges in Sachen Performance drauf: 190 PS, Doppelkupplungsgetriebe und Allrad sind eine starke Ansage und ergeben ein Dynamik-Paket der ersten Güte. Die Geschmeidigkeit der Kraftentfaltung, moderiert vom formidablen Sieben-Gang-DSG, begeistert seit Beginn des Dauerlaufs, während der Allrad uns sauber in der Spur hält.

Modellvorstellung: Seat Arona

Der Seat Arona ist der kleiner Bruder des Ateca und steht auf der gleichen Plattform wie der Ibiza (und der VW Polo), überragt ihn mit einer Länge von 4138 Millimetern aber um knapp acht Zentimeter.

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Noch stärker unterscheiden sich die beiden Modelle in der Höhe: Hier misst das SUV 99 Millimeter mehr als der Kleinwagen. Damit bietet der Arona nicht nur größere Bodenfreiheit, leichteres Ein- und Aussteigen, sondern auch mehr Kopffreiheit vorne und hinten – vor allem aber einen größeren Kofferraum mit 400 Litern Ladevolumen.

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Besonderes Augenmerk haben die Designer auf die Gestaltung des Fahrersitzes und des Cockpits gelegt. Sämtliche Instrumente im Arona sind konsequent auf den Fahrer ausgerichtet. Alle wichtigen Bedienelemente befinden sich in seiner unmittelbaren Reichweite.

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In Sachen Konnektivität setzt der Spanier auf Apple CarPlay, AndroidAuto und MirrorLink. Das Premium-Soundsystem von Beats Audio verfügt über sechs Lautsprecher, einen 300-Watt-Verstärker mit acht Kanälen und einen Subwoofer im Kofferraum.

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Ebenfalls an Bord sind eine Rückfahrkamera, ein 8-Zoll-Touchscreen mit Glasoberfläche und die Induktionsladeschale für Smartphones mit Außenantennenanbindung und GSM-Empfangsverstärker.

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Bei den Fahrassistenzsystemen lässt sich der Seat nicht lumpen: Da wäre zum eine das Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ mit City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung, die automatische Distanzregelung, Müdigkeitserkennung, Regen- und Lichtsensor, die Multikollisionsbremse sowie das schlüssellose Schließ- und Startsystem „Kessy“.

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Optional verfügbar sind zudem der Ausparkassistent, ein Totwinkelassistent und die neueste Generation des Parklenkassistenten, der sowohl bei Längs- als auch bei Querparklücken funktioniert.

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Als Einstiegsvariante wird der Dreizylinder-Benziner 1.0 TSI mit 95 PS in Kombination mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe angeboten. Derselbe Motor ist auch in einer Leistungsstufe zu 115 PS und in Kombination mit 6-Gang-Schaltgetriebe oder 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe erhältlich.

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Und schließlich gibt es den neuen Vierzylinder-TSI-Motor mit 150 PS und aktiver Zylinderabschaltung, der ausschließlich mit der Ausstattungsvariante FR erhältlich ist und an ein 6-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt ist.

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Auf Seiten der Dieselaggregate steht der 1.6 TDI, der wahlweise 95 PS oder 115 PS leistet. Die 95-PS-Version kann mit 5-Gang-Schaltgetriebe oder mit 7-Gang-DSG kombiniert werden, die 115-PS-Variante mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe. Mitte 2018 wird der mit Erdgas betriebene, 90 PS starke 1.0 TSI nachgereicht.

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Die Ausstattungsvariante FR umfasst optional ein Fahrwerk mit elektronisch steuerbaren Stoßdämpfern, die über zwei Einstellmöglichkeiten verfügen (Normal und Sport). Das Fahrprofil „Drive Profile“ lässt die Wahl zwischen vier Modi: Normal, Sport, Eco und Individual.

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Wie der Leon, der Ateca und der Ibiza ist auch der Arona in den Ausstattungsvarianten Reference, Style, X-Cellence und FR erhältlich. Die duale Farbwahl für die LED-Innenraumbeleuchtung (rot und weiß) und die Zwei-Zonen-Climatronic mit Air-Care-Filter stehen für den Arona ebenfalls zur Verfügung. Farblich ist das SUV in zwei unterschiedlich lackierte Bereiche eingeteilt: die untere Karosserie einerseits und das Dach sowie die A- und die C-Säulen andererseits. Das Dach ist in Grau, Schwarz, Orange oder in derselben Farbe wie die Karosserie erhältlich. Insgesamt gibt es 68 mögliche Farbkombinationen.

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An Tagen wie diesen sind die vier angetriebenen Räder im Ateca eine unverzichtbare Sicherheitseinrichtung. Sie lassen uns auch dann ruhig schlafen, wenn ein mächtiges Italien-Tief im Anzug ist und die Wettervorhersage Bedrohliches verkündet. Für schlimme Fälle hat der Allrad-Ateca mit „Offroad“ und „Schnee“ zwei zusätzliche Fahrprogramme, in denen unter anderem Motorelektronik, Lenkung und DSG-Abstimmung angepasst werden.

Seat Ateca FR 2.0 TSI DSG 4Drive

Preis: 35.890 Euro (Ateca-Basispreis 1,0 EcoTSI 29.990 Euro).
Motor: Vier-Zylinder-TSI, 1984 ccm, 190 PS bei 4200 U/min, max. Drehmoment 320 Nm bei 1450-4200 U/min.
Kraftübertragung: Allradantrieb, 7-Gang-DSG.
Fahrleistungen: 0-100 km/h in 7,9 Sekunden, Spitze 212 km/h.
Abmessungen/Gewicht: 4363/1841/1601 mm L/B/H, Radstand 2630 mm, Gewicht 1536 kg, Kofferraum 485-1579 Liter, Tankinhalt 55 Liter.
Testverbrauch: 8,5 l/100 km.
Ausstattung: Front- und Seitenairbags, Kopfairbag-Vorhänge, Zwei-Zonen-Klimaanlage, ESP, ABS, ARS, Voll-LED-Scheinwerfer, Multikollisionsbremse, Berganfahrassistent, Regen- und Lichtsensor, Parkhilfe, Fahrprofilwahl, Dachreling, Alu- Einstiegsleisten etc.

Was spricht das Bordbuch? Nur eine Eintragung findet sich, bei Kilometerstand 8750. Ein lästiges Quietschen im Bereich des rechten Vorderwagens ließ uns in die Werkstatt abbiegen, wo man der Gummimanschette an der Gelenkwelle eine Portion Schmierfett verpasste und das Problem schlagartig verstummte. Sonst? Der kraftvolle Turbo-Benziner ist kein Kostverächter - wer, wie wir, auf der zügigeren Seite unterwegs ist, muss im Schnitt gut acht Liter kalkulieren. Und dann würden wir uns auch ein etwas größeres Tankvolumen wünschen.

Davon abgesehen, streuen wir unserem Seat Ateca uneingeschränkt Rosen. War alles sehr entspannt bisher. Vor der finalen Bilanz drehen wir jetzt noch schnell ein paar Runden. Am Wochenende ist Schnee angesagt. Wunderbar.

 

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