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Nissan JukeEtwas weniger ist viel besser

Der freundlichste Crossover aller Zeiten ist zurück. Und das geräumiger, innovativer und nur mehr mit Benzinmotor.

Juke ist mit einem kleinen aber kräftigen Benziner bestens bestückt © Oliver Wolf
 

Wie groß muss die Motorenpalette eines Autos sein, damit dieses auch wirklich erfolgreich sein kann? Zu Zeiten des WLTP-Messverfahrens kann es sich kein Konzern mehr leisten, bei den Antrieben in die Breite zu gehen, gerade bei günstigen Modellen. Aber nur ein Motor, so wie beim neuen Juke? Das reicht, wenn man sich das Gesamtpaket etwas genauer ansieht.

Als klassisches Kompakt-SUV positioniert, spricht der fröhliche Nissan in erster Linie Privatkunden an. Die jährliche Laufleistung liegt also in einem überschaubaren Bereich und kratzt selbst mit dem sommerlichen Urlaubsausflug in den Süden nicht einmal annähernd an der Grenze, die einen Selbstzünder rentabel machen würden. Ein Diesel wäre aufgrund der aufwendigeren Technik zudem deutlich teurer – insofern ersparen sich die Japaner das einfach gleich ganz.

Dazu muss gesagt werden, dass der Drei-Zylinder-Benziner mit 117 PS auch alle Nachteile seiner Gattung hinter sich lässt. Keine Drehmomentschwäche bei niedrigen Drehzahlen dank Turboaufladung. Keine hohen Verbräuche dank Downsizing auf einen bescheidenen Liter Hubraum.

Aufgeräumtes Juke-Cockpit. Praktisch ist der große Touchscreen, hoch oben auf dem Armaturenbrett Foto © Oliver Wolf

Ansonsten gilt für den Sonnenschein aus Fernost: Schön, wieder da zu sein! Der Juke hat nicht grundlos eine treue Fan-Gemeinde, die zu Recht ein wenig besorgt war, als es hieß, der Juke werde eingestellt. Umso größer war die Erleichterung, als Entwarnung gegeben wurde: Keine Sorge, es kommt ein Nachfolger, der ähnlich eigenständig daherkommt, aber alles ein wenig besser und noch ein Stückchen cooler macht. Und der auch spürbar mehr Platz bietet.

Das zeigt sich schon an den neuen Dimensionen: Ein Plus von 7,5 Zentimetern in der Länge sowie jeweils drei bei Breite und Höhe bewirken in Kombination mit dem auf 2,64 Meter angewachsenen Radstand ein völlig neues Innenraumgefühl.

Hier sitzt es sich nun auch als Großgewachsener im Fond deutlich angenehmer. Das ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass der Juke dank vermehrtem Einsatz von hochfesten Stählen 23 Kilogramm Gewicht verloren hat. Dem darf der Kofferraum natürlich in nichts nachstehen und rüstete ebenso auf. 422 Liter sind nicht nur an sich ein guter Wert, sondern erst recht im Vergleich zum Vorgänger, der gerade einmal 354 Liter vorweisen konnte.
Der neue Juke: Außen kompakt, innen geräumig Foto © Oliver Wolf

Und die Technik? Da bekam der Crossover alles verpasst, was bei Nissan derzeit en vogue ist: Die Instrumente bestehen aus einem sieben Zoll großen Display, der Touchscreen der ­Infotainment-Einheit misst nun acht Zoll und ist nicht mehr im Armaturenbrett integriert, ­sondern günstig im Sichtbereich oben angeschlagen. Bedient wird über ihn Nissan Connect, das neueste Infotainment­system inklusive Apple Carplay, ­Android Auto und Navigation inklusive Verkehrsinformationen in Echtzeit. Wem das noch nicht reicht, der kann sich des WLAN-Hotspots bedienen und den Juke über eine Smart­phone-App sogar von zu Hause aus zumindest teil­weise steuern. Auf- und zusperren, Ölstand und Reifendruck kontrollieren oder die Routen für den nächsten Ausflug direkt ans Bordsystem schicken – alles kein Problem.

Technik im Blick

Niedrigster CO2-Wert: 110 g/km
Geringster Verbrauch: 4,8 Liter Benzin
Kofferraumvolumen: 422 bis 1305 Liter
Abmessungen: 4210/1800/1595 mm L/B/H
Motoren: 1 Benziner mit 117 PS