Marktstart 2022Die chinesischen Marken Ora und Wey kommen nach Europa

Der chinesische Autokonzern Great Wall will 2022 seine Marken Ora und Wey in Europa auf den Markt bringen.

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Der Ora Cat soll preislich bei rund 30.000 Euro loslegen © ORA
 

Die chinesische Marke Ora, eine 2018 ins Leben gerufene Tochter des Great-Wall-Konzerns, hat auf der IAA in München angekündigt, ihre Modelle im kommenden Jahr auch in Europa auf den Markt zu bringen. Insgesamt ist die Rede von fünf Fahrzeugen bis zu Jahr 2025, dafür will man auch eine eigene Produktionsstätte bauen.

In München trat aber noch eine weitere Tochtermarke von Great Wall Motors ins Rampenlicht: Wey vertritt die Nobelschiene im Konzern und möchte in Europa mit dem 4,87 Metern langen SUV namens Coffee 01 starten, ein Plug-in-Hybrid mit einer Systemleistung von 476 PS und einer rein elektrischen Reichweite von bis zu 150 Kilometern.

Das SUV Coffee 01 von Wey Foto © WEY

Aber zurück zu Ora: Die Marke ist eindeutig auf die jüngere Zielgruppe ausgerichtet und hat eine ganze Reihe von Modellen im retro-futuristischen Look im Programm. In München zeigte man den Haomao, was so viel wie "gute Katze" bedeutet, und der in Europa schlicht Cat heißen soll.

Der Fünftürer ist 4,24 Meter lang, zwei Batteriegrößen sind angekündigt: Die kleinere mit 49 kWh soll für eine Reichweite von 300 Kilometern gut sein, bei der größeren mit 63 kWh geben die Chinesen 100 Kilometer mehr an. Die Leistung des Elektromotors liegt bei maximalen 126 kW (171 PS). Die Preise sollen bei rund 30.000 Euro beginnen.

Der Ora Cat soll eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern haben Foto © ORA

Die Sache mit den Katzen, die scheint bei Ora übrigens System zu haben: Zwei weitere zukünftige Modelle sollen Shandianmao ("leuchtende Katze") und Damao ("große Katze") heißen. Kürzlich präsentierten die Chinesen mit dem „Punk Cat“ und dem „Ballet Cat“ zwei weitere Stromer, die mehr als nur an den seligen VW Käfer erinnern.

Kommentare (3)
scionescio
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Immer nur her mit dem Sondermüll ...

... die Kohlekraftwerke in China gibt es gratis dazu und die Arbeitslosen freuen sich sicher, wenn er paar naive Angeber mit ihren Sondermüll-Kisten die Welt vermeintlich vor der Klimakrise retten.

exilgrazer
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Ui, ein wahrer Kenner der chinesischen Wirtschaft.

Oder doch nicht? In China werden schon sehr gute Autos gebaut + vor allem elektrische. Gerade in dieser Sparte ist China Europa und den USA im Längen voraus. Aber Hauptsache irgendetwas raus rotzen. Übrigens: Sie müssen eh nicht so ein Auto kaufen. Aber das mit dem Sondermüll könnten sie noch näher erklären.

Adiga
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Es werden schon sehr gute Autos gebaut...

Wenn die Auto nicht ganz so gut sind, ist das vorwiegend beabsichtigt, weil Autos aus wirtschaftlichen Gründen nicht einen Bruchteil so lange halten dürfen wie sie könnten, weil dann ja die Entwicklung und Absatz von Neuwagen nicht gewährleistet wäre. (Die Autolobby ist letztlich auch nur eine Art Mafia.) Kurze Produktzyklen kurbeln zwar die Wirtschaft an, sorgen aber auch für eine hohes Maß an Rohstooffverschwendung und Umweltbelastung. Eines Tages wird der Menschheit das natürlich auf den Kopf fallen (und tut es achon) - aber bis dahin kann man natürlich der Verschwendung und der Ausbeutung frönen.

Und allzuviel Chinafreundlichkeit könnte der Welt auf Dauer auch schlecht bekommen (und tut auch schon), denn immer hin ist das politische System dort hochgradig krimminell. Aber die Chinafreunde schließen sich im Konfliktfall wahrscheinlich deren Armee an und werden überzeugte Kommunisten und erschießen dann mit einen Lächeln jeden der demokratisch denkt.