Marktstart 2021Das ist die Mercedes C-Klasse fürs Grobe

Mit erhöhter Bodenfreiheit, Allradantrieb und rustikaler Optik schickt Mercedes die C-Klasse als All-Terrain ins leichte Gelände.

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Die neue Mercedes C-Klasse in der All-Terrain-Version © Daimler AG
 

Die Formel ist bewährt: Man nehme ein Kombi-Modell der Mittelklasse, gebe ihm Allradantrieb mit auf den Weg, ein dezent abenteuerliches Outfit und lege das Ganze dann noch ein bisschen höher. So macht es Audi seit 2009 mit dem A4 Allroad – und insgesamt schon seit 1999. 2016 hat Mercedes die erste E-Klasse mit dem Beinamen All-Terrain auf Abwege geschickt, noch in diesem Jahr wird es für die C-Klasse auch soweit sein.

In der hemdsärmeligen Variante hat der Kombi um 40 Millimeter mehr Bodenfreiheit und in den Abmessungen leicht zugelegt: Um genau diesen Wert ist er höher (1494 mm), um vier Millimeter länger (4755 mm) und wegen der rustikalen Radlaufverbreiterungen auch um 21 Millimeter breiter (1841 mm) als das herkömmliche T-Modell.

Modellvorstellung: Mercedes C-Klasse

Vorbei die Zeiten, als die E-Klasse noch der Umsatzgarant schlechthin bei Mercedes in Untertürkheim war. Im letzten Jahrzehnt mauserte sich deren kleine Schwester, die C-Klasse, nämlich zum volumenstärksten Modell mit dem Stern. Grund genug, bei der neuen Auflage vor allem in den Bereichen Komfort und Digitalisierung noch ein kräftiges Scherflein nachzulegen.

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Und für Komfort braucht man Platz: Mit einer Länge von 4751 und einer Breite von 1820 Millimetern übertreffen die Limousine und das T-Modell ihre Vorgänger deutlich. Der Radstand wurde um 25 auf 2865 Millimeter gestreckt, wovon Passagier, aber auch das Gepäck profitieren. Mit einem Volumen von 490 bis 1510 Liter ist der Kofferraum des Kombis 30 Liter größer als bisher.

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Wenn man von den AMG-Modellen absieht, bekommt die neue C-Klasse ausschließlich Vierzylinder-Motoren unter die Haube: Sowohl Diesel (200/265 PS) als auch Benziner (170/204/258 PS) erfahren im niedrigen Drehzahlbereich Unterstützung durch einen integrierten Starter-Generator, sind also Mild-Hybride mit 48-Volt-Bordnetz, das Funktionen wie Segeln, Boosten oder Rekuperieren ermöglicht.

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Eine Neun-Gang-Automatik ist generell Serie, selbst kann also in der C-Klasse nicht mehr geschaltet werden. Optional gibt es aber nach wie vor den Allradantrieb 4Matic.

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Nach dem Marktstart im Sommer folgen auch Plug-in-Hybride, die auf den Motoren mit 1,5 und 2 Litern Hubraum aufsetzen. Genaue Daten verraten die Stuttgarter abgesehen vom 25,4-kWh-Akku, der Leistung der E-Maschine von bis zu 95 kW (129 PS) und der rein elektrischen Reichweite von rund 100 Kilometern, die alle Versionen erreichen sollen, noch nicht.

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Und sollte der Stromspeicher leer sein – mit dem optionalen 55-kW-DC-Lader kann er in nur rund 30 Minuten wieder voll aufgeladen werden. Für das Laden am heimischen Wechselstromnetz ist serienmäßig ein 11-kW-Charger für das dreiphasige Laden an der Wallbox verfügbar.

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Im Innenraum sticht sofort die neue Instrumententafel ins Auge. Vor dem Fahrer prangt ein hochauflösender LCD-Bildschirm, in Ausführungen mit 10,25 oder 12,3 Zoll Bildschirmdiagonale. Der zentrale Touchscreen (9,5 oder 11,9 Zoll) steht hochformatig vor dem Armaturenbrett, was insbesondere für die Navigation deutliche Vorteile bietet. Erstmals in der C-Klasse kommt auch die zweite Generation des Infotainment-Systems MBUX zum Einsatz.

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Ergänzt wird das Panorama der Displays durch ein optionales, farbiges Head-up-Display, das dem Fahrer ein virtuelles Bild einblendet, das in 4,5 Meter Entfernung über der Motorhaube zu schweben scheint.

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Und noch ein Detail gibt es, das die C-vom S geerbt hat: die Hinterachslenkung, die den Wendekreis um 43 Zentimeter verringert. 

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Fast schon Overkill hingegen sind die "Digital Light"-Scheinwerfer, die mit Hilfe von 1,3 Millionen Mikrospiegeln das LED-Licht brechen und ausrichten. Pro Fahrzeug beträgt die Auflösung also über 2,6 Millionen Pixel. Auf Wunsch gibt es dazu noch die Projektionsfunktion: Dieses System projiziert Führungslinien, Symbole und Animationen auf die Straße und kann das Fahren sicherer machen.

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Gleich bleibt das Fassungsvermögen des Kofferraums mit von 490 bis 1510 Litern. Den Oberförsterlook vervollständigen der eigenständige Kühlergrill und die Stoßfänger, Verkleidungen der Seitenschweller sowie die Andeutung eines Unterfahrschutzes vorne und hinten.

Der Kombi firmiert im Oberförsterlook und mit Allradantrieb Foto © Daimler AG

Der All-Terrain ist mit einem Benziner (204 PS) oder einem Diesel (200 PS) erhältlich, die beide mit Mild-Hybrid-Technik versehen sind und die Leistung mit dem Starter-Generator kurzzeitig um bis zu 15 kW boosten können. Zudem gibt es die Möglichkeit, mit abgeschaltetem Vierzylinder zu „segeln“.

Der Kombi ist serienmäßig mit Allradantrieb ausgestattet und bringt zwei Offroad-Fahrprogramme für den Ernstfall mit. Zudem kann er Lasten von bis zu 1800 Kilogramm an den Haken nehmen.

Kommentare (1)
lvkxs
0
1
Lesenswert?

Coupe

Schade das es kein Coupe mehr gibt.