Weltpremiere 2022Mercedes Vision EQXX: Das Elektroauto für die Langstrecke

2022 will Mercedes einen Technikträger präsentieren, der 1000 Kilometer mit einer Akkuladung schaffen soll.

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Mercedes hat erste Bilder seines Technikträgers EQXX gezeigt © Daimler AG
 

Mercedes tüftelt an einem Technikträger, der vollelektrisch Distanzen von rund 1000 Kilometern mit einer Akkuladung bewältigen soll. Der Schlüssel dazu sollen aber nicht größere Batterien, sondern gesteigerte Effizienz sein.

Markus Schäfer, Entwicklungsvorstand von Mercedes, spricht von einem einstelligen Verbrauchswert in Kilowattstunden pro 100 Kilometer bei normaler Autobahngeschwindigkeit oder 10 Kilometern pro Kilowattstunde. Was eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu allen Stromern darstellen würde, die derzeit auf der Straße sind.

Die windschlüpfrige Form begünstigt die Effizienz des EQXX Foto © Daimler AG

2022 soll der Prototyp, der im Sinn einer möglichst großen Reichweite sehr windschlüpfrig sein wird, präsentiert werden. In Serie gehen wird er wohl nicht, aber sein Know-how in andere Modelle der Marke einfließen.

Immerhin haben die Schwaben ja angekündigt, alleine auf der IAA in München Anfang September für neue Elektroautos vorzustellen und mittelfristig jedem Modell mit Verbrennungsmotor ein vollelektrisches Pendant gegenüberzustellen. Bis 2030, so haben die Schwaben jüngst bekannt gegeben, will man auf geeigneten Märkten nur mehr Elektroautos anbieten.

Kommentare (5)
Carlo62
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Wenn Mercedes das mit einem BEV schafft,

den Verbrauch vom heutigen Stand zu halbieren, warum haben sie es nicht geschafft, den Verbrauch von Verbrennern zu halbieren? Beim Wirkungsgrad des E-Motors lässt sich nichts mehr herausholen, bleibt nur mehr die Reibung und der cw-Wert. Da es kein Getriebe gibt, wird es auch bei der Reibung schwer, Einsparungspotenzial zu finden.

schadstoffarm
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Bei Mercedes habens physik

Gelernt, kannst dir das carnot Diagramm zu theoretischen wirkungsgraden von wärmekraftmaschinen anschauen.

Carlo62
5
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@schadstoff

Carnot-Diagramm bei Elektromotore? Tell me more!

scionescio
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@Carlo: es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch BEV wieder Mehrganggetriebe bekommen ...

... ein Einganggetriebe haben ja alle (typisch wird ca 1:8 übersetzt), aber die Besseren haben auch jetzt schon ein Zweiganggetriebe (zB Porsche Taycan).

Beim eMotor hängt es von der Art der Erregung (ob permanent oder nicht) ab, welche Möglichkeiten du bei der Rekuperation/Bremsen hast und wie sehr du damit bei einer Gesamtbetrachtung noch an Effizienz bezogen auf die durchschnittliche Kilometer-Leistung pro kWh gewinnen kannst.
Der Schlüssel ist natürlich der cw-Wert (aber auch die projezierte Stirnfläche) weil ab 80km/h eigentlich nur mehr der Luftwiderstand zählt und der leider quadratisch mit der Geschwindigkeit zunimmt - damit sind höhere Dauergeschwindigkeit mit einem BEV durch den sehr begrenzten Energievorrat eine Illusion.

Ragnar Lodbrok
2
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Die tollsten Autos bleiben Studien ....

gut - die Autos könnten sich eh nur die wenigsten leisten...