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Flugauto bekommt Straßenzulassung Der PAL-V Liberty landet auf der Straße - hebt aber nicht ab

Abgefahren und abgehoben zugleich: Mit dem PAL-V Liberty soll 2021 ein Flugauto in Serie gehen.

Der PAL-V Liberty zu Lande und in der Luft © PAL-V
 

Der Traum vom Hybrid aus Fahr- und Flugzeug ist fast so alt wie das Automobil selbst, durchstarten konnte mit der Idee bisher aber keiner. In den vergangenen Jahren allerdings häuften sich diesbezügliche Projekte verdächtig – und eines hat jetzt tatsächlich die Zulassung für den europäischen Straßenverkehr erhalten: der PAL-V Liberty.

Ein Prozess, der einige Jahre lang gedauert hat: „Das Schwierigste bei der Herstellung eines fliegenden Autos ist es, sicherzustellen, dass die Konstruktion sowohl den Luft- als auch den Straßenverkehrsvorschriften entspricht”, sagt Mike Stekelenburg, Technikvorstand des niederländischen Unternehmens.

Flugauto: PAL-V Liberty

Nüchtern betrachtet, ist der PAL-V Liberty ein Tragschrauber mit Scheinwerfern, Blinkern und Straßenzulassung. Der Rotor mit elf Metern Spannweite Spannweite wird bei Bedarf ausgeklappt.

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Die Eckdaten, die Entwicklungschef Mike Stekelenburg verrät, sind folgende: Ein 100-PS-Benzinmotor sorgt für 160 km/h Höchstgeschwindigkeit zu Lande, einer mit 200 PS für 180 km/h in der Luft.

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Wer sich bei Tempo 140 einbremst, kommt bei einer maximalen Flughöhe von 3500 Metern mit 26 Litern Sprit pro Stunde aus. Bei dem verbauten 100-Liter-Tank ergibt es eine Reichweite des 900 Kilogramm schweren Gefährts von 1300 Flugkilometern

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Ach ja, auf dem Boden benötigt der Tragrotorwagen keine neun Sekunden für den Sprint von null auf 100 km/h und soll sich mit einem Verbrauch von 7,6 Litern zufriedengeben.

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Wer jedoch glaubt, direkt aus dem Stauende senkrecht in die Lüfte aufsteigen zu können, der irrt: So dauert es zuerst fünf bis zehn Minuten, die Rotoren auszufahren.

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Und da es sich bei dem Vehikel ja um keinen Hub-, sondern um einen Tragschrauber handelt, benötigt er auch eine Start- und Landebahn.

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Die Rotorblätter werden nämlich nicht von einem Motor angetrieben, sondern setzen sich erst durch den Fahrtwind in Bewegung. Das erledigt ein 200 PS starker Benzinmotor über eine Art Propeller, den sogenannten Schubrotor.

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50 km/h und 330 Meter Anlauf genügen zum Starten, zum Landen sogar nur 30, was sich jetzt nicht nach viel anhört.

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Dennoch benötigt der PAL-V für diese Manöver offizielle Landebahnen. Autobahnzubringer gehören jedenfalls nicht dazu, was die Nutzung natürlich gehörig einschränkt.

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Aber andererseits hat Dingemanse ohnehin nur sehr liquide Firmen als Zielgruppe im Auge, für die Zeit wichtiger ist als Geld. Denn die 500.000 Euro Stückpreis müssen erst einmal wieder hereingefahren, Pardon, -geflogen werden.

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2021 möchte die Firma PAL-V die ersten Schlüssel für ihren Liberty an Kunden übergeben. Was allerdings nicht bedeutet, dass sie mit dem Flugauto auch abheben dürfen: Seit 2015 durchläuft der PAL-V Liberty bei der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) Tests zur Zertifizierung als Luftfahrzeug. Diese dürften erst im Jahr 2022 abgeschlossen sein. Noch genügend Zeit also, um den Flugschein zu machen.

Der Ansatz der Niederländer an den Traum, dem Stau einfach so zu entschweben, ist konservativ: Nüchtern betrachtet, ist der PAL-V Liberty ein Tragschrauber mit Scheinwerfern und Blinkern. Der Rotor mit knapp elf Metern Spannweite wird bei Bedarf ausgeklappt. Abgesehen vom Rotor ist der Liberty im Straßenmodus 4 Meter breit, im Flugmodus dann knapp über 6.

Weitere Eckdaten: Ein 100-PS-Benzinmotor sorgt für 160 km/h Höchstgeschwindigkeit zu Lande, einer mit 200 PS für 180 km/h in der Luft. Auf dem Boden benötigt der Zweisitzer keine neun Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h.

Wer jedoch glaubt, direkt aus dem Stau senkrecht in die Lüfte aufsteigen zu können, der irrt: So dauert es zuerst fünf bis zehn Minuten, die Rotoren auszufahren. Und da es sich bei dem Vehikel ja um keinen Hub-, sondern um einen Tragschrauber handelt, braucht er auch eine Start- und Landebahn.

Und zwar nicht irgendwelche, sondern offiziell ausgewiesene. Autobahnzubringer gehören jedenfalls nicht dazu, was die Nutzung natürlich gehörig einschränkt. Denn die rund 500.000 Euro Stückpreis müssen erst einmal wieder hereingefahren, Pardon, -geflogen werden.

Kommentare (3)
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schadstoffarm
1
5
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mir fehlen da die Verbrauchsangaben

bevor ich 2 vorbestelle.

Miraculix11
0
8
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Technisch interessant

Aber kaufmännisch eine Pleite mit Anlauf. Wer 500.000 € hat der fährt ein Luxusauto und damit zum Flughafen wo Hubschrauber warten.

paulrandig
0
12
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???

"im Straßenmodus 4 Meter breit"?