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Erste AusfahrtLexus ES 300h ist der große Unbekannte

Die siebte Auflage des Lexus ES kommt erstmals auch nach Europa. So fährt der japanische Audi A6.

Der neue Lexus ES 300h © LEXUS
 

Überall sonst auf der Welt ist der Lexus ES eine feste Größe, nur in Europa war die japanische Mittelklasse bisher nicht auf dem Markt. Aber jetzt hat die siebte Auflage ihr Ticket für das Abendland gelöst, beerbt ersatzlos den GS, der noch ein Stückerl darüber positioniert war, und trifft auf 5er BMW, Mercedes E-Klasse aber vor allem den Audi A6. Der ist nämlich (wenn kein Allrad angekreuzt wurde) auch ein Fronttriebler.

Zu haben ist die knapp fünf Meter lange Limousine – wie sollte es beim Nobel-Ableger von Toyota anders sein – als Hybrid 300h. Damit bringt der ES 218 PS Systemleistung und einen Durchschnittsverbrauch von 4,4 Litern unter einen wohlgeformten Blechhut. Zumindest auf dem Papier. Die Protagonisten dahinter sind ein 2,5-Liter-Benziner mit vier Zylindern, der nach dem Atkinson-Zyklus arbeitet, und ein Elektromotor mit maximalen 88 kW Leistung.

Modellvorstellung: Lexus ES

Auf Basis der neuen K-Plattform ist der neue Lexus ES gegenüber dem Vorgänger in Länge, Breite und Spurweite gewachsen, fällt dabei aber niedriger aus.

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Der gestreckte Radstand rückt die Räder weiter nach außen, zugleich fallen die Karosserieüberhänge kürzer aus, was mehr Platz im Innenraum bedeutet.

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Die Frontpartie unterscheidet sich je nach Modellvariante deutlich: Mit vertikalen Streben setzen die einen auf Eleganz, während die F-Sport-Varianten mit einem schwarzen Kühlergrill, L-förmigen Elementen und zusätzlichen Lufteinlässen daherkommen.

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Für die Standardmodelle stehen drei verschiedene Räderdesigns mit Durchmessern von 17 bis 18 Zoll bereit, während das Topmodell auf 19-Zöllern steht.

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Dank des bereits im LC Coupé verwendeten adaptiven variablen Fahrwerks punkten die F-Sport-Versionen des Fronttrieblers mit mehr Dynamik, die in den zwei Fahrmodi „Sport“ und „Sport+“ unterschiedlich stark ausgeprägt ist.

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Über die Motorisierungen verlieren die Japaner derweil noch kein Sterbenswörtchen.

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Das Cockpit ist auf den Fahrer ausgerichtet und fasst per Head-up-Display die Informationen des zentralen Bildschirms und des Multi-Informations-Screens in dessen Sichtfeld zusammen.

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Auf die japanischen Wurzeln weisen traditionelle Materialien wie Bambus und Shimamoku-Holz hin. Für den „F Sport“ haben die Designer neue Applikationen entwickelt, die es in dieser Form bei Lexus nie zuvor gab: So sind die Applikationen mit Wellenmuster im Hadori-Design von der traditionellen japanischen Schwertschmiedekunst inspiriert.

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Serienmäßig tritt der ES mit der aktuellsten Version von Lexus' „Safety System+“ an. Unter diesem Namen sind die Assistenten zusammengefasst und umfassen unter anderem das Pre-Crash-System, das nun auch Fußgänger bei Nacht sowie Radfahrer bei Tageslicht schneller erkennen kann. Eine weitere zusätzliche Sicherheitsfunktion ist der Fernlichtassistent.

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Das Zusammenspiel der beiden koordiniert ein stufenloses Automatikgetriebe, das – weil Europa nach wie vor kein Fan der linearen Schaltcharakteristik ist – sechs Fahrstufen simuliert. Das macht es vergleichsweise gut, heult entsprechend vergleichsweise wenig. Überhaupt muss man sagen, dass die neue technische Plattform (GA-K genannt) dem Stufenheck Beine macht, ohne aber den angebrachten Komfort zu verspielen, und die elektromechanische Lenkung hat echte Handschlagqualität.

Paradedisziplin der Limousine ist das Platzangebot, besonders die Beinfreiheit im Fond verdient sich das Prädikat „feudal“. Im Cockpit sprießen der zentrale Bildschirm, die digitalen Armaturen und optional auch ein (wirklich großes) Head-up-Display. Gesteuert werden die Funktionen zu einem Großteil über das Touchpad auf der Mittelkonsole.

Lexus ES 300h

Marktstart. Ab sofort.
Preise. Ab 52.900 Euro.
Antrieb. Vierzylinder-Benziner, 2487 ccm, 178 PS, 221 Newtonmeter maximales Drehmoment, E-Motor mit maximal 88 kW, Systemleistung 218 PS, stufenloses Getriebe.
Verbrauch. 4,4 l/100 km, 100 g CO2/km.
Maße. 4975/1865/1445 mm L/B/H, 2870 mm Radstand, 454 l Kofferraum, ab 1680 kg Leergewicht.

Seine Assistenzsysteme fasst Lexus unter dem Sammelbegriff „Safety System+“ zusammen und gibt es serienmäßig allen ES mit auf den Weg. Die neueste Version kann Fahrradfahrer bei Tageslicht und Fußgänger selbst in der Nacht erkennen. Damit kann das Pre-Crash Safety System (PCS) in noch mehr Situationen warnen und Sicherheitsvorkehrungen treffen, um einen Unfall zu verhindern. Die Kombination aus der adaptiven radargesteuerten Geschwindigkeitsregelung und dem Spurhalte-Assistenten erfüllt bereits die Anforderungen an die automatisierte Fahrerunterstützung der Stufe 2.

Und: Erstmals darf der ES auch in der angespitzten „F Sport“-Variante von der Leine. Neben einiger optischer Schmankerl haben sich die Japaner dafür eine spezielle Fahrwerksabstimmung und das adaptive Fahrwerk AVS aufgehoben. Es verfügt über zusätzliche Einstellungen für die Modi „Sport S“ und „Sport S+“ und legt in ersterem das Ansprechverhalten des Gaspedals und des Getriebes schärfer aus, bei zweiterem auch die Parameter der adaptiven Dämpfer und der Lenkung.

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