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Erste AusfahrtDer VW e-Crafter hat 160 Kilometer Reichweite

Den VW Crafter gibt es in 69 Karosserie- und Antriebsvarianten. Jetzt kommt Nummer 70: der e-Crafter.

VW elektrifiziert den Crafter © VOLKSWAGEN
 

Rund 210.000 Fahrprofile von über 1500 Kunden hat VW zusammengetragen und analysiert. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte aller befragten Paketdienstleister, Energieversorger, Handwerksbetriebe und Einzelhändler legen mit ihren Fahrzeugen pro Tag zwischen 70 und 175 Kilometer zurück. Im urbanen Bereich sind es sogar 85 Prozent, die täglich auf 70 bis 100 Kilometer kommen.

Genau auf diese klassischen City-Einsätze und -Entfernungen ist der 100 kW (136 PS) starke e-Crafter mit einer Reichweite von rund 160 Kilometern und einer bewusst begrenzten Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h zugeschnitten.

Modellvorstellung: VW e-Crafter

Volkswagen hat den Crafter zum Elektriker umgeschult: Der 100 kW (136 PS) starke e-Crafter wirft eine Reichweite von bis zu 173 Kilometern (gemessen nach NEFZ) in die Waagschale und ist bewusst auf eine begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h zugeschnitten.

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Denn sein Einsatzbereich ist die Stadt und sein Geschäftsmodell die „Last Mile“. Als Citytransporter für Kurier- und Logistikdienste, Handwerksbetriebe, Einzelhändler, Energieversorger oder Shuttle- und Taxibetriebe soll er seine Brötchen verdienen.

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Die Lithium-Ionen-Batterie ist platzsparend im Unterboden verstaut. Dadurch kann das volle Ladevolumen des 2590 Millimeter hohen Hochdach-Kastenwagens genutzt werden: 10,7 Kubikmeter.

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Gleiches gilt für weitere wichtige Maße wie die Durchladebreite (1380 mm) oder die Laderaumhöhe (1861 mm). Die maximale Zuladung beträgt je nach Ausführung zwischen 0,975 und 1,72 Tonnen. Aktuell ist nur der Crafter Kastenwagen mit 3,64 Metern Radstand und Hochdach als Elektriker zu haben.

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Der Stromverbrauch mit einer Tonnen Zuladung wird kombiniert bei 21,54 kW pro 100 Kilometer liegen. An einer CCS-Ladestation mit 40 kW (Gleichstrom) ist die Batterie (Energiegehalt 35,8 kWh) nach nur 45 Minuten wieder zu 80 Prozent geladen.

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Wird eine AC-Wallbox mit 7,2 kW (Wechselstrom) genutzt, ist der Akku binnen 5 Stunden und 20 Minuten wieder zu 100 Prozent mit Energie versorgt. Das geschieht in der Regel über Nacht auf dem Betriebshof des jeweiligen Unternehmens.

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Der e-Crafter wird in Österreich im Herbst auf den Markt kommen, aber vorerst in einer sehr limitierten Stückzahl. Der Preise sind noch nicht endgültig fixiert, der Einstiegspreis für den Kastenwagen soll bei knapp 70.000 Euro netto liegen.

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Serienmäßig an Bord sind eine Einparkhilfe mit Flankenschutz und eine Rückfahrkamera, eine Klimaautomatik, Sitzheizung, Komfortsitze, ein Navigationssystem, die Telefonvorbereitung und LED-Scheinwerfer.

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Letzteres heißt in der Praxis: Auf der (Stadt-)Autobahn sollten Sie nicht unbedingt versuchen, einen flotten Lkw zu überholen. Die Tempobegrenzung ist aber ideal für den lästigen Feinstaub-100er auf diversen Autobahnabschnitten - Radarstrafe ausgeschlossen ...

Was den Elektrotransporter auszeichnet: Die 350 kg schwere Lithium-Ionen-Batterie ist komplett im Unterboden integriert, dadurch wird das Ladevolumen (10,7 m³) überhaupt nicht beschnitten. Die maximale Zuladung liegt je nach Ausführung (3,5- oder 4,25-Tonner) zwischen 975 kg und 1,72 Tonnen. Der Laderaum ist immerhin 3,45 Meter lang und 1,86 Meter hoch.

Modellvorstellung: VW Grand California

Volkswagens Jungs fürs Grobe strecken das legendäre Camping-Mobil California in die Sechs-Meter-Klasse. Zumindest dem Namen nach. Vielmehr basiert der Grand California, der auf dem Caravan Salon in Düsseldorf enthüllt wird, auf dem Crafter. Die Markteinführung ist für Frühjahr 2019 geplant.

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Also was steckt alles drinnen im Grand California: Zum Beispiel Drehsitze und eine Zweiersitzbank im Wohnbereich. Ein großer Esstisch bietet ausreichend Platz für Mahlzeiten zu viert.

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Zur Küchenausstattung gehören ein ausziehbarer 70-Liter-Kühlschrank inklusive Gefrierfach (auch von außen durch die Schiebetür erreichbar), ein zweiflammiger Gaskocher, eine Spüle sowie diverse Schubkästen, Schubladen und klappbare Ablagefächer.

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Ein wesentliches Plus zum „normalen“ California ist die Nasszelle (840 x 800 mm). Neben Toilette und Dusche ist das Bad unter anderem mit einem klappbaren Waschbecken, Regalen mit Fixierung der Dusch-Utensilien, einem Schrank mit integriertem Toilettenpapier-Halter (bietet Schutz vor Feuchtigkeit), Handtuchhaltern und einer Dachluke für die Entlüftung ausgestattet.

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110 Liter Frischwasser kann der Grand California aufnehmen. Einen Lichtschalter sucht man vergebens – die Beleuchtung wird automatisch per Bewegungsmelder eingeschaltet.

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Optional wird es neben dem Hochbett samt darüber integriertem Panoramadach weitere Details wie eine zusätzliche Dachklimaanlage im Heck, eine Markise, einen Heck-Fahrradträger, Campingtisch und Campingstühle (in den Flügeltüren verstaubar) geben. Die serienmäßige Gas-Heizung kann optional auch als Gas-Strom und Diesel-Strom -basiertes Heizsystem erweitert werden.

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Die Dekore der Schränke sind generell in Weiß gehalten, was in Kombination mit dem aufstellbaren Camper-Fenster (mit Moskitonetz und Verdunklung) im Heck und den Seiten sowie den großen Dachluken über dem Doppelbett für eine großzügige Atmosphäre sorgt.

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Zur Serienausstattung gehören die Außenbeleuchtung über der Schiebetür oder der serienmäßige Anschluss für die Außendusche (mit einstellbarer Wassertemperatur) im Heckbereich. Eine elektrisch ausfahrbare Trittstufe an der Schiebetür erleichtert den Ein- und Ausstieg; ein zweiteiliges Moskitonetz in der Schiebetür ist ebenfalls mit von der Partie.

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Die Lautsprecher im Wohnbereich lassen sich per Bluetooth steuern, so kann unabhängig vom Infotainmentsystem mit dem Smartphone, Tablet oder Laptop Musik gehört werden. Eine Solaranlage für das

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So viel zu den häuslichen Qualitäten des Grand California, jetzt zum Auto in ihm: Für das Reisemobil wird es Allradantrieb geben, so viel verrät Volkswagen bereits. Und: Zu den Assistenzsystemen gehören u.a. das Umfeldbeobachtungssystem mit City-Notbremsfunktion, der Spurhalte-, Spurwechsel- und Parklenk-Assistent, der sensorgesteuerte Flankenschutz, der Tempomat mit automatischer Distanzregelung und die Rückfahrkamera „Rear View“.

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Serienmäßig bestückt ist der 5,98 Meter lange e-Crafter unter anderem mit Einparkhilfe, Multifunktionskamera, Seitenwindassistent, Climatronic, Sitzheizung, Navigationssystem, City-Notbremsfunktion und Bluetooth-Freisprechanlage. Was die Arbeit hinter dem Lenkrad wirklich erleichtert: Der Komfortsitz, perfekte Übersicht, überraschend leichtes Handling und zwei große Außenspiegel, die wie Bildschirme wirken. Was man aber nicht vergessen darf: Der Transporter lässt sich erst starten, wenn man angeschnallt ist.

VW e-Crafter

Die Auslieferung erfolgt in Österreich ab 2019.
Preis: rund 84.000 Euro brutto.
Ladezeit: AC-Wallbox mit 7,2 kW (Wechselstrom) 5:20 Stunden. CCS-Ladestation mit 40 kW (Gleichstrom) 45 Minuten für 80 Prozent.

Was weniger schmeckt: Der Einstiegspreis in Österreich wird voraussichtlich bei knapp 70.000 Euro exklusive Mehrwertsteuer bzw. 84.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer liegen. Damit ist die Elektroversion rund 20.000 Euro teurer als der Crafter mit Dieselaggregat.

 

Kommentare (3)

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scionescio
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Und im Winter bleiben dann davon real 50-70km über ...

... die man aber auch nicht ganz ausreizen kann, weil ein liegengebliebener Crafter in der Stadt ein ordentliches Problem darstellt und abgeschleppt werden muss ...

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scionescio
0
5
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Wenn mein Fahrzeug nur mehr 50km Restreichweite hat, suche ich mir langsam die nächste Tankstelle ...

... und die finde ich in der Regel nach ein paar Minuten!
Bei diesem Fahrzeug starte ich vollgeladen im Winter mit dieser Reichweite los und brauche unter Garantie mehr als ein paar Minuten, um die nächste freie Stromtankstelle zu finden ...
Unglaublich was dieser herbeigeschriebene Hype für seltsame Blüten treibt ... so einen wirtschaftlichen Schwachsinn können sich nur öffentliche geförderte Institutionen leisten - und wir Steuerzahler kommen für diese Augenauswischerei auf!

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Sol lucet omnibus
1
5
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wenn die 160 km Werksangaben sind - dann kann man davon ausgehen,

daß man nach 80 - spätestens 100 Kilometern steht.

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