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KultkistenDer Nissan Figaro wurde nicht verkauft, sondern verlost

Den Nissan Figaro wollten 1989 fünfzehn Mal mehr Kunden kaufen als vom Kleinwagen produziert wurde. Deshalb wurden die stolzen Besitzer in spe ausgelost.

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Der Nissan Figaro war nur in Pastellfarben unterwegs © NISSAN
 

Womit sich Mini und Konsorten heute eine goldene Nase verdienen, machte Nissan schon in den 1980ern vor: Zwischen 1987 und 1991 kreierten die Japaner mehrere Modelle im Retro-Stil wie den Pao, den Be-1 und den S-Cargo - zum Darling darunter avancierte auf Anhieb der Figaro.

3,7 Meter kurz, 865 Kilogramm leicht und stets pastellfarben (Minzgrün, Hellblau, Beige und Grau) gekleidet, beschwor der kleine Prinz den Geist der 1950er-Jahre auf der technischen Basis der damals aktuellen Generation des Nissan Micra.

Nissans fröhliche Retro-Familie: Pao, S-Cargo, Figaro und Be-1 Foto © NISSAN

Zudem bot der Barbier der Herzen mit Servolenkung, Automatikgetriebe, Klimaanlage, Ledersitzen, Faltdach und elektrischen Fensterhebern in der Kleinwagenwelt bisher ungeahnten Luxus. Der japanische Car-HiFi-Hersteller Clarion entwarf sogar eigens ein modernes Radio im Retro-Look. 

1989 auf der Motor Show in Tokio vorgestellt, rannten Nissan angeblich 300.000 Interessenten die Türen ein, doch die Japaner limitierten die Produktion auf 20.000 Stück.

Um die Figaros möglichst gerecht unters Volk zu bringen, wählte man als Vertrieb die Lotterie: 1991 fanden die Süßen in drei verschiedenen Ziehungen ihre Käufer. Den Nippon-Exoten gab es nur als Rechtslenker, trotzdem haben es ein paar dank ihres Charmes aufs europäische Festland geschafft.

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